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Treibhaustollheiten

Wolfgang Thüne

„Teile und herrsche“, nach dem altrömischen Motto des ‚divide et impera’ lässt sich auch heute noch trefflichst regieren. Man beginne mit einer Pauschaldiffamierung des „Plebs“ oder „Demos“ und spiele dann geschickt die gesellschaftspolitischen Interessengruppen kräftig gegeneinander aus, sähe Argwohn, Unfrieden, Zwietracht und erzeuge ein Klima der Angst. Dann verteile man an die Artigsten gnädigst milde Gaben, mache sie sich gehörig  und schon gilt man als der große „Friedensstifter“, der ein „Klimagleichgewicht“ anstrebe.

Hand in Hand begannen vor etwa 20 Jahren Wissenschaft und Politik über die Medien, das Gespenst einer globalen Klimakatastrophe an die Wand zu malen. Die Industriegesellschaften wurden pauschal als „Klimakiller“ diffamiert und das globale „Treibhaus“ gezimmert, um darin friedlich Revolution zu spielen und den grünen „Öko-Gutmenschen“ zu züchten.

Zuerst musste eine Apokalypse her! Unter Zuhilfenahme der mystischen Urbilder von Fegefeuer und Sintflut als Strafen Gottes für sündhaftes Verhalten erzählten uns Wissenschaftler, dass wir durch unseren „Energiehunger“ die Luft aufheizen und so eine Klimakatastrophe heraufbeschwören würden. Die Wurzel allen Übels sei die Verbrennung der fossilen Energieträger wie Holz, Kohle, Erdöl und Erdgas, unser Drang nach Wohlstand und Mobilität. Zur Stillung des Energiehungers würden Unmengen von Kohlendioxid in die Luft geblasen und dies müsse unterbunden werden!

Kohlendioxid ist in einem Gewächshaus zwar unverzichtbar für das Pflanzenwachstum, aber unter freiem Himmel sei es ein gefährliches umweltschädliches „Klimakillergas“, so Wissenschaft und Politik. Kohlendioxid bilde in etwa 6 Kilometer Höhe um die Erde eine imaginäre Glashülle, an der die Wärmestrahlung der Erde aufgefangen und vollständig unter Verstärkung zur Erde zurückgeschickt werde. Erst dadurch sei Leben auf der ansonsten mit -18 Grad Celsius eiskalten Erde möglich. Die Differenz von 33 Grad zu der „Globaltemperatur“ von +15 °C nannte man den „natürlichen Treibhauseffekt“. Dies wurde zum Glaubensdogma erhoben. Ein physikalischer Beweis wurde nie angetreten und wird auch nie erbracht werden können, weil die wundersame „Erderwärmung“ aus den vergletscherten Bergeshöhen mit ewigen Frosttemperaturen ein reines Phantasieprodukt ist.

Doch was die Wissenschaftler uns für die Erde als Ganzes vorgaukelten, das gilt für keinen Körper auf der Erde. Ausnahmslos alle Körper senden unentwegt Wärmestrahlung aus und die Erde wäre längst erfroren, wenn sie sich nicht im Lichtkegel der Sonne drehen und immer wieder mit neuer Sonnenwärme versorgt würde. In einem Atemzug mit ihrer abstrusen „Treibhaustheorie“ zollten sie der Realität Respekt und warfen den Hausbesitzern vorgeworfen, sie würden ihre Häuser nicht genügend dämmen. Durch Fenster und Türritzen könnte zuviel Wärme ungehindert ins Freie gelangen und sich ins Weltall verflüchtigen. Weil Glas ein guter Wärmeleiter ist, wurde Doppel- und Dreifachverglasung verordnet. Die Glasindustrie freute sich! Friert man schon unter Glas, so spürt man in jeder klaren Nacht, nicht nur in frostklirrenden Winternächten, dass die Atmosphäre keineswegs wärmt. Beheizbare Häuser absolut lebensnotwendig, weil es die wärmende „Gegenstrahlung“, die aus eisigen 6 Kilometer Höhe als unsichtbare „Höhensonne“ auf die Erde niedergehen soll, nicht gibt.

Nun kommt der politische Schildbürgerstreich! Am 1. April 1999 bescherte uns die rot-grüne Bundesregierung das „Ökosteuergesetz“, das uns bestraft, weil wir den „Treibhauseffekt“ verstärken. Seit dem 1. Januar 2002 haben wir nun die „Energiesparverordnung“, die uns bestraft, weil es den „Treibhauseffekt“ nicht gibt und wir unsere Häuser beheizen müssen. Unsere Häuser müssen „Ökohäuser“ werden, so wie die besseren Demokratien sich „Volksdemokratien“ nannten. Die „Wärmeschutzverordnung“ vom 16. November 2001 sieht vor, dass alle Heizkessel, die vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut wurden, bis zum 31. Dezember außer Betrieb zu nehmen sind. So verschafft sich der Staat „Frieden“ an der Front der Heizkessellobby, doch zu bezahlen hat das der Bürger als Gebäudeeigentümer.

Dieser muss sich besonders „vergackeiert“ vorkommen, wenn er liest, dass von diesem Zwang ausgerechnet die Gewächshäuser der Gärtnereien ausgenommen sind. Die Verordnung gilt nicht für „Unterglasanlagen und Kulturräume für Aufzucht, Vermehrung und Verkauf von Pflanzen“. Auch diese Lobby wollte sich der Staat nicht zum Feind machen, insbesondere auch deswegen nicht, weil diese den ganzen Treibhaus-Schwindel mit Leichtigkeit auffliegen lassen könnte. So bleibt als dummer Zahler der „deutsche Michel“, der keine Interessenlobby hat und nicht umsonst die Schlafmütze trägt. Wie viel muss eigentlich noch passieren, damit er aufwacht, bevor es zu spät ist und er sich im grünen „Ökoparadies“ eingesperrt findet?

Oppenheim, den 10. Januar 2002

Dr. Wolfgang Thüne

www.treibhaus-schwindel.de

wolfgang@thuene.com

 

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