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CV Gauverband Bodensee-Oberschwaben
119. Aulendorfer
Dreikönigskommers am 6. Januar 2005 Festredner: Dipl.-Met. Dr. phil. Wolfgang
Thüne (B-S, H-RM, Vg)
„Ist das CO2 wirklich so böse?“ Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Cartell- und Bundesbrüder, jeder Mensch hat das Recht, auf eine klar formulierte
Frage auch eine eindeutige Antwort zu erhalten. Da ich die Frage „Ist das CO2
wirklich so böse?“ selbst gestellt und Sie wißbegierig gemacht habe, will ich
sie auch gleich beantworten und zwar mit einem klaren und eindeutigen „Nein!“. Bevor ich dies näher begründe, möchte ich einer
Dankespflicht nachkommen. Ich danke meinem lieben Cartellbruder Dr. Wolf
Brzoska, daß er mich als Festredner ausgewählt hat. Solch eine Wahl ist immer
ein Vertrauensvorschuß und ich hoffe, keinen hier im Saal zu enttäuschen. Ich
möchte Sie als „Wetterfrosch“ von allen Klimasünden freisprechen, doch nicht
mangels Beweisen, sondern wegen erwiesener Unschuld. Niemand muß weiterhin ein
schlechtes Gewissen haben. Alles, was ich sagen werde, beruht auf Fakten. Sie
können alles jederzeit nachlesen und auf seinen Wahrheitsgehalt überprüfen.
Dennoch, ich warne extra davor, wird der eine oder andere im Saal leicht
geschockt sein. Manches ach so vertraut und korrekt erscheinende Weltbild wird
sich als ideologisches Luftschloß erweisen und wie ein Kartenhaus bei dem
leisesten Lufthauch in sich zusammenstürzen. Ich weiß, daß ich mich auf
politisch extrem vermintem Gelände befinde und halte daher Äquidistanz zu allen
Parteien. Ich werde einzig und allein für die Wahrheit Partei
ergreifen, denn die hat derzeit weder in der Politik, noch der Wirtschaft oder
der Wissenschaft die notwendige Unterstützung. Wir sind als CVer eine große
Familie, eine Gemeinschaft im Wort! Uns verbindet ein Prinzip, die „religio“!
Jesus fordert von uns „Liebe in Wahrheit“. Liebe ohne Wahrheit ist keine Liebe.
Weil Jesus Christus die Wahrheit ist, wird von uns Christen der Mut verlangt,
wahr und wahrhaftig zu sein. Paulus betont, daß dieser Mut schon deshalb von
uns gefordert wird, weil bei Gott selbst nicht „Ja und Nein“ vermischt werden. Laßt uns also wahrhaftig miteinander umgehen. Ich
fühle mich der Wahrheit verpflichtet, denn ich will mit meinem Wort
Gemeinschaft aufbauen und nicht zerstören. Dies wäre ein Verstoß gegen das
nächste Prinzip, die „amicitia“. Ich habe meine Festrede auf Wahrheit und
Wahrhaftigkeit überprüft. Dies auch aus rein ökonomischen Gründen, denn ich
habe nicht viel Zeit. Im Gegensatz zur Lüge, die ständig wiederholt werden und
immer neue Klimagipfel erklimmen muß, bedarf die Wahrheit nicht vieler Worte. Ich will also gleich mit
der heilsamen Schocktherapie loslegen. Mein Vortrag gliedert sich in drei Teile
und endet mit einem uns alle befreien sollenden „Freispruch“ erster Klasse. Es läßt
sich mit wenigen Gedankengängen sehr wohl beweisen, daß
Lassen Sie mich nun systematisch diese Punkte
abarbeiten. Ich stütze mich bei der Beweisführung ausschließlich auf Wissen,
das Allgemeingut eines jeden Abiturienten sein sollte. Mit Ablegung der „Reifeprüfung“
wurde uns die Befähigung zu eigenständigem Denken zuerkannt. Doch ein großes
Manko unserer ideologisch orientierten „Zeit“ scheint zu sein, daß ihr
selbständiges Denken suspekt, bisweilen sogar unerwünscht ist. Die in der
„Frankfurter Schule“ entwickelte „Kritische Theorie“ forderte einst kritisches
Denken, weist aber selbst jedwede Kritik energisch zurück und richtet immer
mehr Tabuzäune um ihre ideologischen Spielwiesen auf. Diesen Widerspruch kann
man nur mit Immanuel Kant überwinden, der uns ähnlich wie Paulus aufforderte:
„Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ Hat man derart „Mut“ geschöpft und prüft mit
kritischem Verstand die über die Medien veröffentliche Meinung, so stellt man
zahlreiche Widersprüche, ja zum Teil offene, teils geschickt getarnte
Unwahrheiten fest. Solch eine Unwahrheit ist das Wissenschaftsmärchen von dem
bösen, ja klimakillenden „Umweltgift“ CO2. Auch millionenfache
Wiederholung macht aus dieser Unwahrheit keine Wahrheit. Ständige
Wiederholungen haben jedoch einen ganz anderen, auf der psychischen Ebene zu
suchenden Zweck. Sie manipulieren das Bewußtsein wie das Unterbewußtsein. Schon
Platon wußte: „Die ständige Sorge um die Gesundheit ist auch eine Krankheit.“ Die ständig geschürte Sorge um das Klima, die
gebetsmühlenartig wiederholte „Warnung vor der drohenden Klimakatastrophe“
haben uns krank, zu eingebildeten Kranken gemacht. Mit dem bösen CO2
wurde uns von Wissenschaftlern nicht nur ein Sündenbock präsentiert, wir wurden
selbst zu Klimakillern deklariert. Pausenlos wird uns Angst gemacht! Mit Reue,
Buße und Umkehr wäre die Katastrophe vielleicht noch abzuwenden. Doch zuerst
müsse der Ungeist CO2 wieder in der Flasche gebannt werden. Als wir
als Sünder dingfest gemacht wurden, zogen wir reumütig den Kopf ein und
hofften, daß die Strafe nicht so hart ausfallen würde. Doch wir vergaßen das
Wichtigste, wir vergaßen uns zu wehren. Diese Untertänigkeit müssen wir teuer
bezahlen, denn die „Klimasünden“ haben einen Preis. Seit dem 1. April 1999 wird
uns ein spürbares Bußgeld für unsere Klimasünden abverlangt in Form von
„Ökosteuern“ und höheren Preisen für Energie. Der Staat installierte einen
Ablaßhandel nach dem Motto „Geld für gutes Klima“. Wir murren und zahlen und
inzwischen fließen auf diese Weise jährlich fast 20 Milliarden Euro aus unseren
Taschen in den unersättlichen Staatssäckel. Hat sich schon Jemand unter uns gefragt, ob seit der
Zeit das Wetter besser geworden ist, das Klima sich positiv verändert hat? Man
hat eher das Gefühl, daß sich die menschliche Anmaßung, das Klima verändern und
das Wetter regieren zu wollen, die „Wettergötter“ derart erzürnt hat, daß sie
die ohnehin sprichwörtliche Unbeständigkeit des Wetter noch erhöht haben und
das Wetterpendel immer schneller von einem Extrem in andere schlagen lassen.
Doch der Mensch hat keine Macht über das Wetter. Ich erinnere an die
Schöpfungsgeschichte. Da steht, „Macht euch die Erde untertan“. Vom Himmel ist
nicht die Rede! Wenn man unser Verhalten hinsichtlich der Beurteilung
wie der Verurteilung des CO2 analysiert, so ist dies als schizophren
zu bezeichnen. Jeder von uns kennt den Prozeß der Photosynthese. Jeder weiß,
daß einzig und allein die grünen Pflanzen in der Lage sind, aus den
anorganischen Baustoffen CO2 und H2O mit Hilfe der
Sonnenenergie Kohlenhydrate, organische Nahrung, aufzubauen. Wir Menschen sind
wie die Tiere als Geschöpfe bloße Konsumenten und auf die Pflanzen als
Primärproduzenten angewiesen. Die Pflanzen sind wiederum auf zwei anorganische
Grundstoffe angewiesen, auf genügend CO2 in der Luft und
entsprechend Wasser im Boden. Doch die Photosynthese läuft nicht ohne Energie.
Sie bedarf der Sonnenenergie und eines grünen Farbstoffs, des Chlorophylls. Die
Pflanzen assimilieren CO2 nur von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang.
Sie wachsen folglich nur am Tage; im Dunkeln ruhen sie. Mit Hilfe des
Kohlendioxyds bauen sie vor allem Kohlenhydrate auf. Zudem produzieren sie
dabei Sauerstoff, den Mensch und Tier benötigen, um die pflanzliche Nahrung in
ihren Körpern zu verbrennen und die Sonnenenergie in Lebensenergie umzuwandeln.
Was hat nun der CO2-Gehalt der Luft mit
deren Temperatur zu tun? Es gibt keinen Zusammenhang. Wenn es nach finsterer
Nacht morgens am kältesten ist, ist der CO2-Gehalt am höchsten. Dann
geht die Sonne auf und erwärmt den Erdboden. Gleichzeitig beginnen die Pflanzen
als „chemische Fabriken“ an zu arbeiten. Während sie der bodennahen Luft CO2
entziehen, steigt deren Temperatur. Diese erreicht kurz nach dem
Sonnenhöchststand ihr Maximum, während der CO2-Gehalt dem abendlichen
Minimum zustrebt. Sehen Sie einen Kausalzusammenhang? Ich nicht! Auch im
Jahresgang läßt die „Sägezahnkurve“ des CO2 vom Mauna Loa in Hawaii
keine andere Interpretation zu. Wenn im Sommer die Ernte einsetzt und im Herbst
mit der Laubverfärbung die winterliche Vegetationsruhe einsetzt, steigen die CO2-Werte
der Luft, während die Temperaturen bis zu Beginn des Frühlings sinken. Es gibt weder einen Zusammenhang, eine Kausalität,
zwischen den Lufttemperaturen und dem CO2-Gehalt der Luft, noch
einen übergeordneten Zusammenhang mit dem Wetter, und zwar nirgends auf der
Erde. Wie monoton und gleichförmig wäre das Wetter, wären die Temperaturen,
wenn sie kausal von den CO2-Werten des Mauna Loa-Vulkans in Hawaii
abhängen würden. Der seit etwa 150 Jahren zurückberechnete Anstieg der
„Globaltemperatur“ um 0,7° C wird ja ursächlich auf den Anstieg des CO2-Gehaltes
mit Beginn der Industrialisierung um 1850 zurückgeführt. Auf ein niedrigeres,
ja primitiveres Niveau kann man Naturwissenschaft wahrlich nicht herabwürdigen. Hier ein kurzes Gedankenexperiment: Stellen Sie sich
vor, Sie müßten eine Wettervorhersage machen. Vor Ihnen steht ein Schrank mit
allen meteorologischen Meßinstrumenten. Doch nur eines dürfen Sie auswählen.
Würden Sie ein Thermometer nehmen? Ich würde das Barometer wählen, um den
Luftdruck zu messen. Der Luftdruck ist das wichtigste meteorologische Element.
Sie zögern? Denken Sie an den Wetterfrosch im Glas und die Leiter. Sitzt er
oben, herrscht hoher Luftdruck, dann erwarten wir schönes Wetter. Eine
Luftdruckkarte zeigt uns die Anordnung der Hoch- und Tiefdruckgebiete. Ihr kann
man die Windrichtung und –stärke entnehmen. Aus ihr kann man auf Luftbewegungen
und Bewölkung schließen. Daraus leitet man die Sonnenscheindauer und die
Strahlungsverhältnisse ab. Erst dann kommt die Temperaturvorhersage. Wer nur
wie gebannt auf die Temperatur fixiert ist, dem entgeht die Wirklichkeit in
ihrer Komplexität. Zurück zum CO2, den Pflanzen und uns: Jede
geistige und körperliche Tätigkeit läßt unsere Energievorräte schrumpfen. Umso
größer sollte unsere Sorge sein, daß für die Pflanzen genügend Nahrung in Form
von CO2 in der Luft ist. Jedes Mehr an CO2 in der Luft
verbessert das Pflanzenwachstum. Diese Erkenntnis wurde im Jahre 1885 zum
Reichspatent erhoben. Heute wird wie selbstverständlich die Luft in
Gewächshäusern mit CO2 angereichert, damit die Pflanzen besser
wachsen und reichere Ernten erzeugen können. Kann so betrachtet das CO2
ein „Umweltgift“ sein? Nein und abermals „Nein“! Denn auch wir Menschen
verbrennen in unserem Körper pflanzliche Energien, wir erschließen die von
ihnen gespeicherte Sonnenenergie, um zu leben. Dabei emittieren wir
naturgegeben CO2, damit die Pflanzen dieses photosynthetisch wieder
in Nahrung umwandeln können. Wie wunderbar durchdacht ist doch die Schöpfung. Der „Schöpfer“ gab zuerst den Befehl gab, „Es werde
Licht!“, um dann die Pflanzen wachsen zu lassen. Er begrünte die Erde und
deckte unseren Nahrungstisch, bevor er den Menschen schuf. Ist das nicht
bestens durchdacht und weise gehandelt? Er hat das CO2 als Molekül
auch anderthalb mal so schwer wie die Luft gemacht, damit es in Bodennähe
bleibt, wo es die Pflanzen dringend als Nahrung brauchen. Wir würden auch
verhungern, wenn man, wie in der Modellvorstellung des Svante Arrhenius aus dem
Jahre 1896, unsere Brotkörbe über die höchsten Alpengipfel hinaus in 6 km Höhe
aufhängen würde. Die Ehrfurcht vor der Schöpfung hat ein Fundament, die
Ehrfurcht vor den Pflanzen. Dieses Bekenntnis steht am Eingang des Botanischen
Gartens in Berlin als kategorischer Imperativ: „Hab’ Ehrfurcht vor der Pflanze,
alles lebt durch sie!“ Kommen wir nun zu der zweiten von den „Klimaexperten“
in die Welt gesetzten und von aller Welt nachgebeteten Behauptung, wir Menschen
würden über das CO2 das Klima beeinflussen und verändern. Jeder
kennt den Vorwurf, wir seien „Klimasünder“, ja „Klimakiller“. Noch beschränkt
sich dieser Vorwurf auf die „reichen“ Industrienationen ohne Länder wie China,
Indien, Brasilien, Südafrika. Es ist über die UN in New York weltweit eine
regelrechte CO2-Emissionsminderungshysterie ausgebreitet worden. Zig
Milliarden US$ werden inzwischen in der Welt an Forschungsgruppen vergeben, um
zu untersuchen, wie man am besten das bei allen Verbrennungsprozessen
emittierte CO2 auffangen könne, um es dann zu sequestrieren. Manche
möchten es in den Tiefen der Ozeane versenken, manche es in Bergwerkstollen
einsperren. Die grünen Pflanzen würden lautlos vor Hunger dahindarben. Sie
leben ohnehin nach Justus Liebigs Minimumgesetz ziemlich am Existenzminimum.
Gäbe es den regen Vulkanismus nicht, die menschlichen CO2-Emissionen
könnten sie kaum am Leben halten. 80 % dessen, was ein Vulkan ausspuckt, sind H2O
und 16 % sind CO2. Sicher haben Sie auch beobachtet, wie schnell die
rotglühende Lava erkaltet. Jeder weiß seit Isaac Newton, daß man weißes
Sonnenlicht über ein Prisma in seine Regenbogen- oder Spektralfarben zerlegen
kann. Jeder hat auch schon eine Spektraltafel mit zahlreichen Spektrallinien
gesehen. Sie entstehen dadurch, daß jedes Element nur Licht ganz bestimmter
Wellenlängen absorbiert und emittiert. Die Spektrallinien sind für jedes
Element eindeutig, so charakteristisch wie ein Fingerabdruck für einen
Menschen, und erlauben es, daß man über sie die Zusammensetzung von
Sternatmosphären erkunden kann. Man kann auf diese Art nur gasförmige Elemente
identifizieren, denn feste und flüssige Körper senden kontinuierliche Spektren
aus. Wenn man das weiß und logisch denkt, dann fällt die These der
Klimaexperten, die Erde könne sich im eiskalten Weltraum mit ihrer eigenen
Wärmestrahlung um 33° C erwärmen, wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Newton
hat nicht nur die Schwerkraft erklärt, sondern auch das Abkühlungsgesetz
formuliert. Es besagt schlicht und einfach, daß sich kein Körper in einer
kälteren Umgebung erwärmen kann. So wie kein Brückenpfeiler einen Strom
aufstauen und keine Hochwasserwelle zur Rückkehr bewegen kann, so können die
„Treibhausgase“ mit ihren schmalen Absorptionslinien weder den breiten
Wärmestrom von der Erde hinweg in den Weltraum stoppen noch zur Erde
zurücklenken. Kommen wir nun zu der kardinalen Frage: Was ist
„Klima“ und wie könnte der Mensch in das Klima eingreifen, um sich an ihm zu
versündigen? Diese Frage ist im Prinzip leicht zu beantworten. Man schlage ein
Lexikon auf und schaue, wie „Klima“ definiert ist. Da steht: Klima ist das
„mittlere Wettergeschehen“ an einem Ort über eine auf 30 Jahre festgelegte
Beobachtungsperiode. „Klima“ ist die statistisch komprimierte
Wettervergangenheit und wie diese nicht „korrigierbar“! Und das heißt nichts
anderes als: - dem „Klima“ geht das Wetter voraus. Zuerst muß geduldig und
diszipliniert über 30 Jahre hinweg an einem Ort das Wetter beobachtet werden,
bevor es dann statistisch be- und verarbeitet und zu Mittel- oder Klimawerten
komprimiert werden kann. Klima ist immer Folge und nie Ursache des Wetters!
Jeder Klimawert hat in etwa die Aussagekraft wie „jeder Mensch baut im Leben
0,3 Häuser“. Die ganze Betrachtungsweise der Klimatologie, insbesondere der
Paläoklimatologie, ist retrospektiv, d. h. nach rückwärts gerichtet.
Vorsorgender Klimaschutz ist ein Widerspruch in sich! Die Natur kennt nur Wetter, nichts als Wetter, wo auch
immer man sich auf der Erde befindet. Albert Einstein soll gesagt haben: Der
liebe Gott würfelt nicht! Ich füge hinzu: Der liebe Gott mittelt nicht! Er ist
kein Statistiker. Gott hat jeden Menschen als sein Ebenbild geschaffen. Jeder
Mensch ist nach christlichem Glauben ein „Kind Gottes“. Jeder Mensch ist ein
Individuum, das von Gott oder Natur aus ein Recht auf Achtung, Wertschätzung,
Würde hat. Das statistisch errechnete, ideologische Konstrukt des Einen
Menschen in der Einen Welt mit dem Konstrukt „Globalklima“ gibt es nicht. All
diese Gedankenkonstrukte sind Menschenwerk. Das erste Wetterbeobachtungsnetz
wurde von Kurfürst Friedrich von der Pfalz im Jahre 1780 errichtet. Die
Tagesmitteltemperatur berechnet sich nach den Ablesungen um 7, 14 und 21 Uhr,
den „Mannheimer Stunden“. Das „Klima“ eines Ortes ist keine natürliche
Erscheinung wie das Wetter. „Klima“ ist eine recht junge menschliche Erfindung,
eine Hilfskonstruktion, etwas Errechnetes, etwas Künstliches,
Nicht-Natürliches. Ein Klimawert sagt einzig und allein etwas aus über die
Bandbreite an Wettererscheinungen für den jeweiligen Ort, bestenfalls die
jeweilige Region. Da über den verschiedenen Erdteilen die Bandbreite des
Wetters variiert und sich andere Mittelwerte ergeben, erhält man eine Vielzahl
von Klimazonen. Die 1814 von Alexander von Humboldt zur Erdbeschreibung
erfundene „Klimatologie“ ist ein statistisches Abfallprodukt der Meteorologie.
Eine am Ende eines Jahres für einen Ort errechnete Mitteltemperatur ist eine
Art „Hausnummer“. Diese kann man mit anderen Hausnummern vergleichen und
Klimakarten zeichnen. Das sommerliche „Azorenhoch“ ist wie das winterliche
„Islandtief“ ein statistisches Gebilde ohne Leben. Beide sagen nichts aus über
den tatsächlichen Wetterablauf eines Jahres und seine Unterschiede von Jahr zu
Jahr. Klimawerte bedürfen keines Schutzes, zumal das zugrunde liegende Wetter
ohnehin nicht mehr rückgängig und ungeschehen gemacht werden kann. Alles
unterliegt dem „Zeitpfeil“! Die beiden Begriffe „Klimaschutz“ und
„Klimakatastrophe“ sind rein politische Floskeln. Die Definition des Begriffes „Klima“ läßt keine andere
Schlußfolgerung zu: Jeder Änderung des Klimas gehen Wetteränderungen voraus. Es
ist wie an der Börse: Der stets volatile DAX bestimmt den Verlauf der 90- oder
200-Tage-Linie. Solche „gleitenden Durchschnitte“ bilden im Chartisten-Jargon
Doppeltops, W-Formationen, Ober- und Untertassen als Wendesignale aus. Doch oft
erweisen sich die schönsten Untertassen als Fata Morgana und bestätigen das
Vorurteil, mit dem nicht nur alle Chartisten, sondern alle Propheten zu kämpfen
haben: Die Orakel spiegeln nicht die Realität wider, sondern nur den uralten,
pseudoreligiösen Wunsch nach Gewißheit. So operieren auch weltweit die
„Klimaexperten“. Schlimmer, sie drehen sogar diese Fiktion bei ihren Prognosen
noch auf den Kopf, indem sie behaupten: Weil wir uns am Klima versündigen,
spielt das Wetter immer verrückter! Gegen diesen politisch dominanten, aber
naturwissenschaftlich unsinnigen Meinungsstrom anzuschwimmen, ist eine zwingend
notwendige, aber äußerst mühsame und kräftezehrende Aufgabe. Ein Einzelner ist
überfordert, an dieser Aufgabe sollte sich der CV als Verband beteiligen! Über das politische Ansinnen „Klimaschutz“ werden wir
bekanntlich aufgefordert, das Klima zu schützen. Wie soll das konkret
geschehen? Laut Definition von Klima geht das nur über das Wetter. Doch da
haben wir ein sehr ernsthaftes Problem. Die meiste Zeit unseres Lebens sind wir
damit beschäftigt, uns vor dem Wetter zu schützen. Ohne schützende Kleidung,
ohne uns vor dem Wetter schützende Behausungen wäre ein Leben auf Erden nicht
möglich. Wenn das „Christkind“ nicht sofort in Windeln gewickelt und in Heu und
Stroh gebettet worden wäre, es hätte selbst im Heiligen Land die erste Nacht
nicht überlebt. Es wäre erfroren! Wetterschutz heißt „Schutz vor dem Wetter“!
Alle zusammengesetzten Worte wie Sonnenschutz, Regenschutz, Kälteschutz,
Windschutz, Blitzschutz, Hagelschutz bedeuten stets und immer, Schutz vor
Sonne, Regen, Blitz und Hagel. Oder wollten wir etwa die Sonne und den Hagel
schützen, oder den Blitz und das Hochwasser? Wir würden uns lächerlich machen! Die Auslegung „Klimaschutz“ gleich „Schutz des Klimas“
ist ein trauriger Beweis dafür, wie leicht der Mensch zu manipulieren und in
die Irre zu führen ist. Marxisten sind Meister der Dialektik. Sie treten nicht
mehr auf als Proletarier im „Blaumann“ sondern als Intellektuelle im
strahlendweißen „Gewande der Wissenschaft“. Sie treten im Plural auf, bilden
Konsensmeinungen, besetzen Gremien wie das IPCC und erheben ihre Meinung zum
Dogma, zum unkritisierbaren neuesten „Stand der Wissenschaft“. Sie präsentieren
sich in des Kaisers neuen Kleidern. Dann sind wir „Normalsterblichen“ wie
geblendet, wir sind reaktionsunfähig. Wir sind sprach- und wortlos und
schweigen vor so viel wissenschaftlicher Autorität. Wissen ist nach Francis
Bacon Macht. Dieser Macht sind sich die Wissenschaftler bewußt, zumal Macht zu
Einfluß und Geld führt. Die Wissenschaft, die einst auszog, um Glauben durch
Wissen zu ersetzen, fordert heute stringenten Glaubensgehorsam, insbesondere
wenn sie naturwissenschaftliche Irrlehren verbreitet, die von politischen
Gruppierungen im Rahmen der „Gesellschaftsveränderung“ als nützlich angesehen
und finanziell gefördert werden. Die Medien spielen dabei nach Lenin die Rolle
des „nützlichen Idioten“. Wehe man ist ein Querdenker, der den Mut aufbringt,
sich des eigenen Verstandes zu bedienen und dem neomarxistischen Zeitgeist zu
widersprechen. Ich erinnere: Jeder
„Klimawert“ ob als mittlere Temperatur, mittlerer Luftdruck, mittlere
Windrichtung oder -geschwindigkeit ist eine statistische errechnete Größe. Kein
30-jähriger Mittelwert gibt auch nur die geringste Auskunft über das in dieser
Zeit gewesene Wetter. Das Wetter ist wie alle Naturvorgänge nicht nur
unumkehrbar oder irreversibel, schlimmer, es ist einfach ungehorsam und macht,
was es will! Auch der Sowjet-Imperator Stalin konnte das Wetter nicht bändigen,
obgleich er es versprochen hatte: „Mit Hilfe der Elektrizität wird auch der
alte Wunsch der Menschheit, das Wetter zu regieren, Wirklichkeit werden: Bei
Trockenheit wird man durch starke elektrische Apparate –Konzentratoren- die
Wolken verdichten und in Regenwolken umwandeln können. Oder man wird, was noch
vorteilhafter ist, gigantische elektrische Regenmaschinen einsetzen. An trüben
Tagen wird man den Wolkenvorhang beseitigen können, der die Sonne verdeckt; ...
die Wissenschaft wird Wege finden, um an heißen Tagen die Schwüle zu vermindern
und an kalten Tagen den starken Frost.“ Diese utopischen Wunschträume sind
zerplatzt wie Seifenblasen. Selbst seinem Nachfolger Putin gelang es nicht, zur
300-Jahr-Feier von St. Petersburg im Mai 2003 die Regenwolken zu zerstreuen und
den Staatsgästen die Sonne zu präsentieren. Trotz wildester Spekulationen, das Wetter macht
unverändert das, was es will! Und das ist auch gut so. Könnten wir an der
Wetterschraube drehen, es gäbe Mord und Totschlag auf Erden, denn wer wollte
sich anmaßen, die unendlich vielen Wünsche an das Wetter zu koordinieren, und
das friedlich? Die verstädterte Weltbevölkerung würde sich immer Sonne
wünschen. Nach dem Mehrheitsprinzip würde sie sich durchsetzen und gar nicht
sehen, wie sie sich ihre eigenen Lebensgrundlagen zerstört, draußen vor der
Stadt. Auf den Feldern würden die Pflanzen verdursten und sterben. Wenn Wetterschutz „Schutz vor dem Wetter“ bedeutet,
dann kann nach allen Regeln der Logik Klimaschutz auch nur „Schutz vor dem
Klima“ bedeuten und niemals „Schutz des Klimas“. Es ist wie bei Orwell in
seinem Roman „1984“. Man verkehrt Begriffe einfach in ihr Gegenteil. Man
verwendet richtig erscheinende Worte und verkehrt sie dialektisch. Solche Worte
wirken in ständiger Wiederholung wie Viren. Sie unterwandern das sprachliche
Immunsystem, das dank „fortschrittlicher“ Bildungspolitik und zahlloser
Bildungsreformen ohnehin arg geschwächt worden ist. In dem Film „Das Leben des
Brian“ von und mit Monthy Python heißt es „Die Verwirrung der Verwirrten wird
verwirrend sein“. Dies ist den Klimaexperten wahrlich gut gelungen. Durch geschickte Propaganda haben es die staatlich
alimentierten „Klimaexperten“ geschafft, die „Klimatologie“ zu adeln und in den
Rang einer exakten Wissenschaft, der „Klimaphysik“, zu erheben. Da der Blick in
die Wetterzukunft sehr ungenau ist und nicht weiter als einige Tage reicht,
wird diese seherische „Marktlücke“, der Möchtegernblick in die fernere Zukunft von der Klimaprophetie
gefüllt. Die Klimavorhersagen erfüllen das urmenschliche Bedürfnis nach
„Zukunft“, nicht anders wie Horoskope. Sie befriedigen unsere Neugier, sonst
nichts. Ein Wahrheitsgehalt kommt ihnen prinzipiell nicht zu. Niemand weiß, wie
in 4 oder 8 Wochen das Wetter sein wird, auch kein angeblich intelligenter
Computer. Die „Klimafrage“ ist vor allem eine psychologische
Frage. Sie resultiert aus der Kreatürlichkeit des Menschen. Der Mensch ist ein
von Natur aus hilfs- und schutzbedürftiges Wesen, er ist zudem ängstlich und
zutiefst „religiös“. Er ist ein „gläubiges“ Wesen, das immer demjenigen
Oberhaupt „glaubt“, das ihm Sicherheit und Schutz verspricht. Warum sollte ein
Mensch dem Versprechen „Klimaschutz“ mißtrauen? Es ist doch schön, so denkt er,
unter konstanten und geregelten Verhältnissen zu leben, ohne lästige permanente
Klimaschwankungen. So fällt das Versprechen „Klimaschutz“ auf fruchtbaren Boden
und kann für politische Zwecke instrumentalisiert werden. Schließlich wuchs
jeder Mensch neun Monate im Mutterleib bei konstanten Temperaturen auf, bevor
er mit der Geburt dem wechselhaften Wetter ausgesetzt wurde. Ob hieraus der im
Unterbewußtsein eines jeden Menschen schlummernde Wunsch nach einem
„vorindustriellen“, ja geradezu paradiesischen „Wetter- und Klimagleichgewicht“
resultiert? Dieses schöne Bild eines gehorsamen und sich im
Gleichgewicht befindenden Klimas beherrscht unser Denken. Doch auch dieses Bild
ist wie alle „Weltbilder“ in menschlichen Köpfen entstanden. Zwischen der
„BILD-Zeitung“ und „Bild der Wissenschaft“ ist kein prinzipieller, nur ein
gradueller Unterschied. In beiden Fällen bekommen wir vorgefertigte Meinungen
präsentiert und sollen uns danach unsere
Meinung bilden. Doch haben wir überhaupt eine reelle Chance dazu bei der
täglich über uns herein brechenden Flut von Bildern? Da sich kaum ein Mensch der Mühe unterzieht, die
Bilderflut an Botschaften seitens der Klimaexperten auf ihren Wahrheitsgehalt
zu überprüfen, konnte sich die Angst vor der „Klimakatastrophe“ unverhofft
schnell zu einer Phobie steigern und zu völlig irrationalem Verhalten führen.
Die Staatenwelt kämpft gegen ein Phantomgebilde, das sie sich selbst eingeredet
hat. Seit 1992 in Rio de Janeiro hat sie nun schon den zehnten „Klimagipfel“
erklommen, doch auch auf dem 100. oder 1000. Klimagipfel, wenn die
Klimakarawane alle schönen Orte der Erde zu Lasten der Steuerzahler bereist
hat, wird sich am Wetter nichts ändern. Es erzeugte Eiszeiten und Warmzeiten
und alles, was wir so „Klima“ nennen. Oder glaubt Jemand ernsthaft, daß man mit
den Geldströmen aus dem Emissionshandel die Jet- oder Strahlströme in
Tropopausenhöhe steuern und damit die Zugbahnen der Tiefs und Hochs nach
Gutdünken wird umlenken können? Das Kyoto-Protokoll, das ab 16. Februar 2005
völkerrechtliche Gültigkeit besitzt, hat aber noch eine völlig andere
Bedeutung. Sie ist der Regierungserklärung des Umweltministers Trittin vom 2.
Dezember 2004 zu entnehmen. Trittin hebt hervor, daß es mit „Kyoto“ erstmals
gelungen sei, für die „Nutzung der Luft“ einen Preis anzusetzen. Das Zentrum
für Umweltforschung an der Universität Mainz hat eigens für den „Handel mit
Verschmutzungsrechten“ einen neuen Forschungsschwerpunkt eingerichtet, um, wie
es heißt, diesen umweltwissenschaftlichen Paradigmenwechsel wissenschaftlich zu
begleiten. Für Juristen stellt sich etwa die Frage, inwieweit der Staat das
Gemeingut Luft zu einem Objekt staatlicher Zuteilung machen darf. Hier wird
deutlich, wohin wir uns nachhaltig entwickeln. Unter dem Vorwand „Klimaschutz“
baut der Staat eine immer gigantischere Einnahmequelle auf. Ihm reichen noch
nicht die „Ökosteuern“, nein, nicht allzu fernen Tages wird auch das Atmen
besteuert. Mit jedem Atemzug entnehmen wir der Luft etwa 5 % Sauerstoff und
„verschmutzen“ diese mit 5 % CO2. Pläne hierfür liegen schon in
„grünen“ Schubladen. Kommen wir nun zu dem dritten Punkt, der Frage, ob die
Erde ein „Treibhaus“ ist oder nicht. Sie ist es nicht, und das ist eine ebenso
nachprüfbare wie beweisbare Tatsache. Uns wird von den Klimaexperten
geweissagt, daß zwar die Sonnenstrahlen bis zur Erdoberfläche vordringen und
diese erwärmen können, aber die von der Erde emittierte Wärmestrahlung nicht
mehr ins Weltall entweichen könne. Dies läge an den sogenannten Treibhausgasen,
die in etwa 6 km Höhe, - da soll man sich ein fiktives globales Glasdach denken
-, die Wärmestrahlung der Erde absorbieren und wieder zur Erde „re-emittieren“,
zurückstrahlen. Diese Rückstrahlung würde die angeblich von der Sonne nur auf
–18° C erwärmte Erde auf eine „Globaltemperatur“ von +15° C aufheizen. Die
Differenz von 33° C wird als „natürlicher Treibhauseffekt“ deklariert, der, -
so die frohe Botschaft -, erst das Leben auf der Erde ermögliche. Exakt dieser
ist unmöglich und widerspräche dem Newtonschen „cooling law“, einem elementaren
Naturgesetz. Danach kann sich kein Körper in einer kälteren Umgebung erwärmen. Doch die „Regeln“ der
Natur sind völlig andere. Der Mensch hat sie entziffert und hat sich schon
immer daran gehalten. Für ihn als angeblich „nackter Affen“ ohne ein Fell oder
Federkleid, das vor Unterkühlung und Erfrieren schützte, war dieses
Instinkt-Wissen zum Überleben notwendig. Nachdem Friedrich Wilhelm Herrschel im
Jahre 1800 bei der spektralen Untersuchung des Sonnenlichtes die unsichtbare
Wärme- oder Infrarotstrahlung entdeckt und im Jahre 1814 Joseph Fraunhofer
Tausende dunkle Linien im Sonnenspektrum ausfindig gemacht hatte, waren es
Kirchhoff und Bunsen, die im Jahre 1859 die Spektralanalyse begründeten und das
Wesen der molekularen Absorptions- und Emissionslinien erklärten. Seitdem ist
die „Fernerkundung“ von Sternatmosphären möglich und deren Bestimmung. Jedes
Atom und Molekül verrät sich durch „seine“ Absorptionslinien. Über die
Infrarotthermographie, welche über Wärmebilder die unsichtbare Temperatur- oder
Wärmestrahlung für das menschliche Auge sichtbar macht, ist uns die Möglichkeit
der berührungslosen Temperaturmessung gegeben. Seit etwa 1977 senden
Wettersatelliten nicht nur hübsche Wolkenbilder am Tage, sondern auch gestochen
scharfe Temperaturbilder, bei Tag und bei Nacht. Ein Blick auf sie verrät, daß
bei wolkenlosem Himmel die Wärmestrahlung ungehindert die Satellitenkameras
erreicht, also nicht an einer imaginären „Spiegelschicht“ zur Erde
zurückgestrahlt wird. Die „frohe Botschaft“ von der erwärmenden Wirkung der
„Treibhausgase“ wurde, weil positiv, unkritisch aufgenommen. In Wirklichkeit
ist sie eine ideologische Droge, die unser kritisches Denkvermögen außer Kraft
setzen soll. Diese Einstiegsdroge sollte uns empfänglich machen für weitaus
härtere Drogen und Zumutungen. Diese Kalkulation ist aufgegangen. Alle Welt ist
so fixiert auf die Abwehr der Klimakatastrophe, daß sie der Bekämpfung der
klimaschädlichen Treibhausgase die absolut oberste umweltpolitische Priorität
beimisst, und zwar weltweit. Wer die unkritische Medienberichterstattung in
Verbindung mit dem „Klimagipfel“ im Dezember 2004 in der argentinischen
Hauptstadt Buenos Aires aufmerksam verfolgt hat, wird dies bestätigen. Die CO2-Minderung
wird als Überlebensfrage hochstilisiert, um irgendwie noch die Klimakatastrophe
abwenden zu können. Doch wir sollten lieber wieder mehr gottgläubig denn
wissenschaftshörig sein. Wenn schon die Menschen mit einer „Schafherde“
verglichen werden, so sollten wir uns wenigstens „gute Hirten“ aussuchen und
nicht grün getarnte Wölfe im Schafspelz. Nicht der „liebe Gott“ hat bei der Schöpfung einen
Fehler gemacht. Nein, es ist der Mensch, der sich selbst in der Rolle des
„Schöpfers“ wähnt und Thesen wie Modelle gebiert, die mit den Naturgesetzen
nicht in Einklang zu bringen sind. Auch hier sei mit Immanuel Kant gemahnt:
„Alles, was die Natur selbst anordnet, ist zu irgendeiner Absicht gut. Die
ganze Natur überhaupt ist eigentlich nichts anderes, als ein Zusammenhang von
Erscheinungen nach Regeln; und es gibt überall keine Regellosigkeit.“ Es ist
die Natur, die „anordnet“, daß die Sonne mit ihren Strahlen die Erdoberfläche
erwärmt. Es ist die Natur, die „anordnet“, daß jeder Körper eine
temperaturabhängige Eigenstrahlung besitzt, die solange für unser Auge
unsichtbar ist, bis der Körper zur Rotglut erhitzt ist. Das Wechselspiel zwischen der ewigen Wärmeabstrahlung
und der nur tagesperiodischen Einstrahlung bewirkt den Tagesgang der
Temperatur. Die Schwankungen sind am Erdboden als Heiz- bzw. Kühlfläche am
größten und nehmen mit der Höhe ab. Ist der Himmel klar, dann bilden sich sogar
nächtliche Bodeninversionen und alle Gegenstände am Boden kühlen so stark ab,
daß sich an ihnen Tau oder Reif niederschlagen kann. Viele Pflanzen und Tiere
sind in den Trocken- und Halbtrockenwüsten der Erde auf diesen „Ersatzregen“
angewiesen, um wachsen und leben zu können. Dies alles hat die Natur
„angeordnet“, und dies alles gäbe es nicht, wenn die behauptete erwärmende
„Gegenstrahlung“ existierte. Steigt man in ein militärisches Aufklärungsflugzeug,
fliegt in eine Höhe von 5 km und richtet dann die Infrarot- oder
Wärmebildkamera, welche die für das menschliche Auge unsichtbare
Temperaturstrahlung sichtbar macht, einmal zum Boden und einmal zu Kants
bestirnten Himmel über uns, dann wird man folgendes Ergebnis erzielen. Die zum
Himmel gerichtete Aufnahme ist schwarz, die zur Erdoberfläche gerichtete zeigt
ein wunderschönes Temperaturbild. In stockfinsterster Nacht kann man sehen, wo
getarnte Raketenstellungen sich befinden, Panzer fahren oder Militärkolonnen
marschieren. Wie interpretiere ich dieses Ergebnis? Die in 6 km Höhe durch
„Treibhausgase“ behauptete „Wärmespiegelschicht“ existiert nicht, sie ist ein
ideologisches Konstrukt, ein Hirngespinst.
Die Infrarotthermographie, die Technik Temperaturstrahlung
in Wärmebilder umzusetzen, hat auch eine ganz lebenspraktische Komponente. Man
kann damit nicht nur in finsterster Nacht auf Verbrecherjagd, notfalls vom
Hubschrauber aus, gehen. Mit Hilfe moderner Software-Programme kann die
Infrarotabstrahlung des menschlichen Körpers am Computer bis auf ein Zehntel
Grad Celsius in vielen Variationen ausgewertet werden. Wer schon einmal eine
IR-Aufnahme eines menschlichen Kopfes gesehen hat, ist über das
Auflösungsvermögen sicher erstaunt. Erstaunlich ist auch, daß Nase und Stirn
Temperaturunterschiede bis 6° C aufweisen. Insbesondere bei der diagnostischen
Früherkennung von Krebsgeschwüren kann die Punkt-Thermographie äußerst
hilfreich sein. Hier reicht das thermische Auflösungsvermögen, um Temperaturunterschiede
in Geweben bis zu 1/1000° C sichtbar zu machen. Die Erde als „System“ zu denken, wie es derzeit Mode
in den Wissenschaften ist, ist schon nicht korrekt. Die Erde ist „offen“ und
nur dadurch lebensfähig! Die Erdatmosphäre ist durchlässig für den überwiegenden
Anteil der elektromagnetischen Strahlung. Natürlich gibt es die
„Fraunhoferschen Linien“, nicht nur im Sonnenspektrum, sondern auch im
Erdspektrum. Sie werden hervorgerufen durch die Absorptions- und
Emissionslinien der in der Luft befindlichen Moleküle. Mit diesen Linien kann
man Gase so exakt identifizieren wie Menschen allein anhand ihres
Fingerabdrucks. Schaut man sich die Spektrallinien der sog. Treibhausgase an,
so kann keines das im langwelligen Infrarot liegende Strahlungsfenster zwischen
7 und 13 Mikrometern schließen. Dies steht wörtlich im ersten Enquetebericht
vom 2. November 1988. In den späteren Berichten wurde dieser sehr peinliche
Ausrutscher eliminiert! Dies, obgleich keine Gefahr bestand, daß je ein
Abgeordneter ihn entdeckt hätte. Die Erde ist „offen“. Sie muß ein Strahlungsfenster
zur Sonne hin haben, um hochwertige Lichtenergie zu empfangen. Sie muß aber
auch ihre Abwärme ins Weltall abstrahlen können. Daher gibt es keinen
geschlossenen Energiekreislauf. Wenn wir auch das Universum insgesamt als
„geschlossen“ ansehen und daraus den Energieerhaltungssatz ableiten, jedes
einzelne „Sonnensystem“, und davon gibt es etliche Milliarden, ist „offen“. Nur
ein winziger Bruchteil der von der Sonne radial abgestrahlten Energie trifft auf
die rotierende Erde. Doch diese reicht für die Photosynthese sowie den Wasser-
und Luftkreislauf, das Wetter. Alle Energie, die nicht mehr benötigt wird, geht
als Abwärme in Form der unsichtbaren Wärmestrahlung ins Weltall. Sie ist nicht
verloren, aber nicht mehr nutzbar. Die Atmosphäre muß „offene
Strahlungsfenster“ haben, damit es keinen Hitzestau gibt und wir leben können.
Die Idee, die Erde sei ein „Treibhaus“, ist wider alle Naturregeln, ist
naturwidrig. Wir müssen wieder lernen, die Natur zu befragen, wenn wir ihre
Geheimnisse ergründen wollen. Anzunehmen, daß sich die Natur nach unseren
„Regeln“ und Modellvorstellungen richtet, ist Illusion und wird ewig ein
utopischer Wunschtraum eines sich selbst überschätzenden und dem
Machbarkeitswahn verfallenen gottlosen Menschen bleiben. Auch hier ein glasklares Urteil. Die Erde ist kein
„Treibhaus“, das Bild von der Erde als geschlossenem Haus eine ganz bewußte
Irreführung. Dieses Denken in „Systemen“ folgt aus dem „Konstruktivismus“ und
ist ein Kind des 20. Jahrhunderts. Es ist nach der Entdeckung der Planckschen
Quantenphysik und Einsteins Relativitätstheorie eine Flucht aus der
unübersehbaren Komplexität in die einfache und heile Welt des Reduktionismus.
Der Mensch macht sich ein „Bild der Wissenschaft“, und es muß einfach sein,
damit die Modelle, die er sich ausdenkt, auch funktionieren und berechenbar
sind. Der Siegeszug der Ideologien hat ausgehend von der politischen Ideenlehre
auch Einzug in alle Wissenschaftsbereiche, auch die Naturwissenschaften, gehalten,
dank der 68er „Kulturrevolution“. Dieser Siegeszug wurde unterstützt und
beschleunigt durch das Aufkommen der elektronischen Rechenmaschinen, der
Computer. Er braucht obere und untere „Randbedingungen“, feste Wände, ein
geschlossenes System. So ist das Modell von der Erde als „Treibhaus“
entstanden. Nun sitzen wir im „Treibhaus“, glauben an die
erwärmende Wirkung der „Gegenstrahlung“ durch „Treibhausgase“, würden aber
jämmerlich erfrieren, wenn wir uns nicht warm anziehen und in beheizbare Räume
zurückziehen könnten. Das perfekteste Gerät, das der Mensch erfunden hat, um
Sachen warm zu halten, ist die Thermoskanne. Doch auch darin wird -
zeitverzögert - der heißeste Kaffee kalt. Zwei Spiegelschichten zur Reflexion
der IR-Strahlung, ein Vakuum zwecks Unterbindung der Wärmeleitung und
Verhinderung der Konvektion sowie eine gute Isolierung durch einen Korkmantel
können nicht verhindern, daß der Kaffee kalt wird. Und wir glauben an
„Nullenergiehäuser“? Wenn man einen Raum beheizen will, dann muß man zuerst
einen Raum schaffen, ein Haus bauen und dann tunlichst alle Fenster schließen.
Unter freiem Himmel gibt es weder einen abschließbaren Raum, noch lassen sich
die in der Atmosphäre vorhandenen „Strahlungsfenster“ schließen. Sie sind von
Natur aus „offen“ und bleiben offen. Der Mensch kann sie nicht schließen,
selbst wenn er den CO2-Gehalt „vertausendfachen“ würde. In der Natur
gilt mit Kant die „Regel“: Ein selektiv Strahlung absorbierender Körper wie die
Lufthülle kann einen kontinuierlich strahlenden Körper wie die feste und
flüssige Erde nie und nimmer an der Abkühlung hindern. Ich fasse zusammen, diesmal rückwärts: 1. Die Erde ist kein „Treibhaus“, 2. Es gibt gar kein „Klima“, 3. Kohlendioxyd kann damit kein
„Klimagift“ sein. Meine sehr verehrten Damen, meine Herren, liebe
Cartell- und Bundesbrüder, nun gilt es , sofern ich Sie überzeugt habe,
gemeinsam den Mut aufzubringen und den langen Kampf aufzunehmen gegen eine
naturwissenschaftliche Irrlehre, die sich ganz in den Dienst der in den
sechziger Jahren von der neomarxistischen „Frankfurter Schule“ propagierten
Kulturrevolution und Gesellschaftsveränderung gestellt hat. Da es sich um eine naturwissenschaftlich getarnte
Irrlehre handelt, die auf anerzogenem Unwissen beruht, ist sie zwar
naturwissenschaftlich leicht zu widerlegen. Doch wie bekommt man die
„Treibhaus-Bilder“ wieder aus unseren Köpfen? Wir müssen uns nur wieder wissend
machen. Dies dürfte uns nicht schwer fallen, heißt doch eines der CV-Prinzipien
„scientia“. Machen wir den Ideologen an den Universitäten das Leben schwer,
stellen wir sie bloß wie das Kind den Kaiser in seinen neuen Kleidern. Wahre
Wissenschaft verlangt Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Ihre Experimente müssen
stets reproduzierbar sein, um sie bestätigen oder widerlegen zu können. Dies ist
bei Computermodellrechnungen prinzipiell nicht machbar. Sie müssen geglaubt
werden oder man konfrontiert sie mit anderen Modell- oder Szenarienrechnungen
und entfacht schlimmstenfalls einen wissenschaftlichen Glaubenskrieg, man
beweist Hypothese mit Hypothese, ohne wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt.
„Scientia“ ohne „religio“ ist Wissenschaft ohne Wahrheit; sie ist gott- und
damit herrenlos. Sie bedarf der Unterstützung Gleichgesinnter und beruft sich
nach dem Motto „Die Mehrheit hat immer Recht“ auf Mehrheits- oder
Konsensmeinungen. In ideologischer Selbstüberschätzung glaubt sie sich über die
Natur erhaben, glaubt ihr „Regeln“ vorschreiben zu können. Dies spielt sich
derzeit in der numerischen Klimaforschung ab. Seit Jahrzehnten wird gerechnet,
gerechnet, prognostiziert und wieder prognostiziert, ohne jeden praktischen
Nutzen, ohne naturwissenschaftlichen Wissensgewinn. Die Betroffenen betreiben
selbst Ursachenforschung und bieten dem staunenden Volk ihre eigenen Deutungen
an. Diagnosen haben schließlich auch eine soziale Steuerungsfunktion. So
entwickeln die Klimaphobien eine Eigendynamik, von der alle Betroffenen
profitieren, die Politik und die Wissenschaft. Was jedoch die Klimaforschungsinstitute produzieren,
gehört in die Kategorie des gesellschaftspolitisch relevanten Wissens. Das ist
Wissen für die „Herde“, die Gesellschaft, damit sie besser geführt und gelenkt
werden kann. Und ein probates Mittel, die „Herde“ auch schön zusammenzuhalten,
ist das Schüren von Ängsten, insbesondere von Klimaängsten. Daher die
gebetsmühlenartige Wiederholung der Warnung vor der drohenden Klimakatastrophe. Nutzen wir CVer endlich unsere Wissensmacht. Wir
sollten das Vertrauen, das eine ideologiehörige Wissenschaft zerstört hat,
durch Glaubwürdigkeit für uns gewinnen. Viele junge Studenten werden sich von
den Rattenfängern abwenden und zu uns kommen, wo sie in kein miefiges
„Treibhaus“ verbannt werden, sondern geistige Freiheit genießen. Die Delphische
Sibylle sagte: „Der Preis des Glücks ist die Freiheit, der Preis der Freiheit
ist der Mut.“ Damit ist wieder der Bogen hergestellt zu Paulus wie dem großen
Königsberger Philosophen Immanuel Kant. Oder hat Peter Hahne recht, indem er in
seinem Buch „Schluß mit Lustig“ feststellt?: „Unsere feige
Kompromißgesellschaft fürchtet die Auseinandersetzung.“ Das Prinzip „scientia“ hat in Verbindung mit dem
Prinzip „religio“ eine ganz spezielle Bedeutung. „Wissenschaft“ muß für uns
Cver stets und immer der Wahrheit verpflichtet sein, sie muß mit Max Weber
„wertfrei“ und das heißt vor allem ideologiefrei sein. Für Wissenschaftler darf
es keine Art „Sonderethik“ geben, darf „Lug und Trug“, wie der damalige
Präsident der Max-Planck-Gesellschaft Hubert Markl bei der EXPO 2000 in
Hannover öffentlich bekannte, nicht „integraler Bestandteil des Forschens“
sein. Wissenschaftliche Lügen dürfen nicht noch belohnt, sie dürfen nicht
gesellschaftsfähig sein. Doch dies ist die Wirklichkeit. Hierzu Hubert Markl:
„Daß Wissenschaft ohne Lüge und Betrug nicht existieren kann und trotz aller
Gegenwehr niemals existieren wird, ist allerdings gar nicht so schlimm,...“ Ich
breche hier das Zitat ab. Markl stellt Wahrheit und Lüge ethisch
gleichberechtigt auf eine Ebene, um dann wie einst Pilatus seine Hände in
Unschuld zu waschen und dem „Markt“, das heißt der des-informierten und
manipulierten Masse, die Entscheidung darüber zu überlassen, was wahr und was
falsch ist. Der „Markt“ hat sich dank millionenfacher Propaganda der
Klimaexperten für das „Treibhaus“ entschieden und vermarktet die Angst vor der
„Klimakatastrophe“, so einfach ist das! Ich wünsche, daß der CV sich wieder seiner geistigen
Wurzeln, insbesondere der Prinzipien „religio“ und „scientia“, besinnt und die
notwendige geistige Auseinandersetzung nicht fürchtet. Wir dürfen nicht nur
Farbe tragen, wir müssen auch Farbe bekennen. Errichten wir ein Bollwerk gegen
die akademisch-neomarxistische „Kulturrevolution“. Wer aus der Ohnmacht heraus
will, muß sich wissend machen, denn nach Francis Bacon gilt. „Wissen ist
Macht!“ Wer zu den Wissensquellen vordringen will, muß nicht nur Mut haben, er
muß auch gegen den mächtigen Strom des Zeitgeistes schwimmen. In diesem Sinne dem CV ein kräftiges vivat, crescat,
floreat! Herzlichen Dank und alles Gute für 2005. Dr. Wolfgang Thüne (wolfgang@thuene.com) Wormser Str. 22, D-55276 Oppenheim, dem 11. Januar
2005 |
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