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Dr. Wolfgang Thüne, Dipl.-Met.                                     55276 Oppenheim, dem 31. Mai 2005

                                                                                                     Wormser Straße 22

 

Frau

Dr. Angela Merkel, MdB

CDU-Vorsitzende

Platz der Republik 1

11011 Berlin

Sehr verehrte Frau Dr. Merkel,

zu Ihrer Wahl als Kanzlerkandidatin der CDU wie der CSU möchte ich Ihnen gratulieren und Ihnen viel Erfolg wünschen.

Es ist das erste Mal, dass ich Sie persönlich anschreibe, seit Sie im Jahre 1994 in Nachfolge von Dr. Klaus Töpfer das Amt der Bundesumweltministerin antraten, auch um die Rolle Deutschlands als Vorreiter in Sachen „Klimaschutz“ zu wahren und zu festigen. Zusammen mit Prof. Dr. Hartmut Graßl haben Sie eine Broschüre veröffentlicht mit dem Titel: „Ist das Klima noch zu retten?“

Nach Meinung der WAMS vom 29. Mai 2005 sind Sie eine durch und durch „logisch denkende Physikerin“. Darf ich Ihnen als Nebenfachphysiker kurz einen Sachverhalt schildern und daran eine Frage anschließen?

Was die Griechen klarsichtig vermuteten, heute ist es unstrittige Gewissheit. Alle Materie besteht aus kleinsten, chemisch nicht teilbaren Teilchen, den Atomen. Doch diese bestehen wiederum aus Positronen, Elektronen wie Neutronen und sind Ursache dafür, dass alle Körper Strahlung emittieren in Form elektromagnetischer Wellen. Die Energie hängt von der Körpertemperatur ab und steigt mit ihr. Unstrittig ist auch, dass feste/flüssige Körper ihre Energie kontinuierlich abstrahlen über ein breites Wellenlängenspektrum, gasförmige Körper aber Strahlung nur diskontinuierlich auf ganz bestimmten und für sie charakteristischen Wellenlängen absorbieren und mit Compton’scher Wellenlängenverschiebung emittieren.

Da jeder Körper völlig unabhängig von allen anderen Körpern Energie abstrahlt, sinkt seine Temperatur, er kühlt automatisch ab. Kein Körper kann sich aus eigener Kraft erwärmen. Dieses Wissen kondensierte Sir Isaac Newton in Form seines „Abkühlungsgesetzes“ (cooling law).

Energiezehrendes Leben auf der Erde bedarf folglich einer ständigen externen Energiezufuhr und beginnt daher mit dem göttlichen Befehl: „Es werde Licht!“ Funktion der Sonne ist, die Erde ständig mit hochwertiger Energie zu versorgen, um den permanenten Wärmeverlust der Erde wie aller Körper durch IR-Strahlung zu kompensieren. So entstehen der Tag-Nacht-Rhythmus der Oberflächentemperatur wie deren Jahresgang. Werden über längere Zeit die Tage länger als die Nächte, so erwärmen sich Kontinente und Ozeane, wir haben Sommer. Werden die Nächte länger, so dominiert die Ausstrahlung, es wird Herbst und Winter.

Dies funktioniert aber nur, weil bei der Schöpfung klugerweise in die Atmosphäre „stets offene Strahlungsfenster“ eingebaut wurden – für die Sonnenstrahlung zwischen 0,4 und 3 mm und für die Erdstrahlung zwischen 7 und 13 mm. Insbesondere das langwellige „Fenster“ kann nicht geschlossen werden, wie im 1. Enquete-Bericht vom 2. Nov. 1988 treffend steht, auch nicht durch einen höheren H2O- wie CO2-Gehalt der Luft.  

So wie man Gewächshäuser bei intensiver Sonnenstrahlung verdunkelt oder ihre Fenster öffnet, um die Pflanzen vor Überhitzung zu schützen, so muss auch die Wärmestrahlung der Erde durch „offene Fenster“ ungehindert ins Weltall entweichen können. Dass dies auch tatsächlich der Fall ist, das beweisen die bei Tag wie bei Nacht von Satteliten aus gemachten Wärmebildaufnahmen oder IR-Fotos der Erde.

Als „logische denkende Physikerin“ werden Sie zu dem einzig logischen Schluss kommen, dass es eine „Erderwärmung“ nie und nimmer geben kann. Sie wäre auch dann nach allen Gesetzen der Physik ausgeschlossen, wenn die IR-Strahlung an der fiktiven „Reemissions- oder Reflexionsschicht“ in 6 km Höhe zu 100 % zum Erdboden zurückgestrahlt würde. Selbst dann würde sich die Verlust-Gewinn-Bilanz nur ausgleichen, die Temperatur bliebe konstant. Hätten Sie bei Amtsantritt 1994 den Enquete-Bericht von 1988 studiert, Ihnen wäre mit Sicherheit die unhaltbare Berechnung des angeblich „natürlichen Treibhauseffektes“ von 33°C aufgefallen. Meine Frage: Irre ich mich?

Wenn die Erde sich nicht mit eigener emittierter Energie erwärmen kann, dann ist auch die Angst vor der „Klimakatastrophe“ unbegründet. Diese wird es auch deswegen nie geben, weil „Klima“ eine willkürlich aus der Wettervergangenheit statistisch hergeleitete Größe ist. Und welcher Mensch maßt sich schon an, das Wetter befehligen und lenken zu können?

 

Ich wäre Ihnen für eine Antwort sehr dankbar und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

 

 

Dr. Wolfgang Thüne

 

 

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