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W f W  -  Werkstatt für Wetterkunde

Dr. Wolfgang Thüne                                                                55276 Oppenheim, dem 14. Januar 03

                                                                                                                Bädergasse 67 

Keine Angst vor dem Papiertiger „Klimakatastrophe“ ! 

Das menschliche Wirtschaftsleben spielt sich zwischen den Polen Produktion und Konsumption ab. Es ist auf ständiges Wachstum angewiesen. Dieses muss ständig angeregt werden, durch Werbung. Ihr Ziel ist es, durch Manipulation eine permanente Kaufmotivation zu erzeugen. Dabei kommt es mehr auf die Verpackung als auf den Inhalt an. Der Werbetexter Frédéric Beigbeder gestand in seinem Roman „99 Francs“: „Der Hedonismus ist kein Humanismus, sondern Cashflow. Devise: „Ich gebe Geld aus, also bin ich.“ Um Bedürfnisse zu schaffen, muss man Neid, Leid, Unzufriedenheit schüren – das ist meine Munition. Meine Zielscheibe sind Sie. Mein Leben besteht darin, Sie zu belügen, und dafür werde ich fürstlich entlohnt.“

Dieses Geständnis beruht auf einer keineswegs neuen Erkenntnis. Erinnert sei nur an die als Knaur-Taschenbücher erschienen Bestseller von Josef Kirschner: Manipulieren – aber richtig“, „Die Kunst, ein Egoist zu sein“, „Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner“. Auch Wissenschaftler greifen mehr und mehr zu diesem probaten Mittel. So begannen Forscher in den sechziger Jahren die natürlichen Schwankungen des „Klimas“ zu einem Problem zu erheben und hierfür den Menschen verantwortlich zu machen. Um das Gefühl zu erzeugen, man könne der Erde einheizen, bedurfte es einer verführerischen Mogelpackung. Man fand sie in dem Gebilde „Treibhaus“, das sogleich die Assoziation „Hölle“ stimulierte. Mit der im „Treibhaus“ selbsterzeugten „Klimakatastrophe“ war das „Haus der Hörigkeit“ gezimmert, das enorme Forschungsgelder von der Politik versprach und dieser die Möglichkeit bot, sich ihrerseits an den „Klimasündern“ schadlos zu halten.

Aufgrund einer von Wissenschaftlern geschickt eingefädelten Medienkampagne und eines dadurch erzeugten öffentlichen Handlungsdrucks war im Jahre 1987 der Deutsche Bundestag als demokratisches Repräsentativorgan gezwungen, eine Enquete-Kommission „Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre“ einzurichten. Den Startschuss hatte das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL am 11. August 1986 gegeben. Es hatte die Warnungen von Wissenschaftlern über die drohende „Klimakatastrophe“ verbildlicht und den Kölner Dom in den Nordseefluten versinken lassen.

Doch was und wer hatte den SPIEGEL dazu bewogen, in eine derartige Hysterie zu verfallen und gleichsam die „Sintflut“ heraufzubeschwören? Auslöser war die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V., die am 22. Januar 1986 in einer Pressekonferenz in Bonn den Medien die „Warnung vor der drohenden Klimakatastrophe“ präsentiert hatte. 

Der „Glaube“ der Fachjournalisten in die Exaktheit der „Physik“ wie die Seriosität der sie repräsentierenden Wissenschaftler war offensichtlich so groß, dass sie nicht zu fragen wagten, was die Wortkombination „Klima-Katastrophe“ eigentlich bedeutete. Eine „Katastrophe“ ist ein plötzliches, unvorhergesehenes „schweres Unglück“. Vom Wetter ist der Mensch seit Urzeiten „Katastrophen“ gewohnt. Gegen die Naturgewalt Wetter ist der Mensch hilf- und machtlos. Es bezieht seine Energie von der Sonne und wo diese sich auf engstem Raum in einem Tornado, einem Wirbelsturm oder Orkantief konzentriert, da ist Verwüstung angesagt.

Doch was ist „Klima“? Jedes Erdkundebuch, jedes Lexikon gibt darüber Auskunft. „Klima“ ist Ausdruck für das „mittlere Wettergeschehen“ an einem Ort über eine längere Zeit. „Klima“ wird nach gewissen Vorgaben vom Menschen berechnet, „Klima“ ist Wetterstatistik. Mit „Klima“ wird die Wettervergangenheit aufgearbeitet und beschrieben. Die Klimatologie ist eine beschreibende Wissenschaft. „Klima“ ist etwas nicht Greifbares, es ist nicht messbar. Vor allem ist „Klima“ kein Naturvorgang wie das Wetter, das Unheil anrichten und täglich mit Überraschungen aufwarten kann.

Der kleinste „Klimawert“ ist die Tagesmitteltemperatur. Sie wird in Deutschland berechnet aus drei Temperaturablesungen um 7 Uhr, 14 Uhr und 21 Uhr. Dieser Wert kann erst abends berechnet werden, wenn das Wetter vorbei ist. Da „alles fließt“ und dem „Zeitpfeil“ unterliegt, kann dieser Wert nicht rückgängig gemacht, nachträglich verändert werden. Er gilt für diesen Tag und ist konstant bis in alle Ewigkeit. Wenn man 30 Jahre oder 10950 Tage diese Berechnung macht, dann erhält man eine Durchschnittstemperatur, die der international gültigen Definition von „Klima“ entspricht. Solch ein „Klimawert“ sagt nichts darüber aus, welches Wetter ihm zugrundegelegen hat und was alles an Wetterkatastrophen in den 30 Jahren passiert ist.

Es kann also weder eine „Klimakatastrophe“ geben, noch bringt es irgendeinen Sinn, das vergangene Wetter als „Klima“ unter Schutz zu stellen und dafür ein Leistungsentgelt zu fordern, die „Ökosteuern“. Die Wissenschaftler, die das Gespenst „Klimakatastrophe“ in die Welt gesetzt haben, haben eine gigantische Schuld auf sich geladen. Auf sie sollte sich der Volkszorn richten, denn das Volk zahlt die Zeche: derzeit 18 Milliarden Euro pro Jahr!

Doch wir alle sollten nachdenklich sein darüber, wie leicht wir durch angebliche „Experten“ zu verführen, wie rasch unser gesunder Menschenverstand auszuschalten und wie groß unser Herdenverhalten ist. Jedenfalls werden alle weltpolitischen Bemühungen, den globalen „Klimawandel“ zu stoppen, an einem scheitern, dem unbändigen Wetter! Es ist wahrlich unbestechlich, Gott sei Dank!

Oppenheim, dem 14. Januar 2003

Autor: „Der Treibhaus-Schwindel“, Oppenheim 2000, „Freispruch für CO2!“, Wiesbaden 2002

 

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