|
Das Wetter widerlegt alle Klimahypothesen
Treibhauseffekt ist physikalisch unmöglich
Das Wetter war zu allen
Zeiten für den Menschen ein „Buch mit sieben Siegeln“. Als der Mensch die
irdische Bühne betrat, fand er das Wetter vor und musste sich ihm anpassen.
Dies hat er mit ungeheurer Geschicklichkeit getan. Er hat überall die Erde in
Besitz genommen und alle Wetterhindernisse gemeistert, er wurde aber auch immer
wieder Opfer von „Wetterextremen“. Etliche Geheimnisse des Wettergeschehens
hat der Mensch im Laufe der Jahrtausende lüften und entschlüsseln können.
Mitte des 19.Jahrhunderts organisierte er staatliche Wetterdienste, um zumindest
für wenige Tage das Wetter mit ziemlicher Genauigkeit vorhersagen zu können.
Doch dieses Wissen um die atmosphärische Zirkulation, um die Bewegung von Hoch-
und Tiefdruckgebieten ändert nichts an der Tatsache, dass der Mensch nichts am
Wetter ändern kann, sich ihm fügen und es so nehmen muss, wie es kommt. Das
Wetter kann Flughäfen lahm legen, ob durch Eis, Nebel oder Blizzards. Das
Wetter entscheidet auch, wann Weltraumraketen starten und wann und wo sie landen
können.
Allen großspurigen
Prahlereien eines Wilhelm Reich (Orgonakkumulator) oder Josef Stalin
(Konzentrator) wie Verheißungen zum Trotz, das Wetter ist „Herr“ über den
Menschen und nicht der Mensch „Herr“ über das Wetter. Unter allen
Gottheiten haben die „Wettergötter“, ob sie bei den Juden Jahwe, bei den
Griechen „Zeus“, bei den Römern „Jupiter“ oder bei den Germanen
„Wotan“ hießen, bis heute ihren Platz behauptet und sich nicht vom Menschen
entthronen lassen. Unverändert gilt der Volksspruch, dass das Wetter das macht,
was es will, obgleich man dem Wetter keinen eigenen Willen und schon gar keine
schlechten Absichten unterstellen kann. Aus China ist die Weisheit überliefert:
Die Natur ist in höchstem Maße ungerecht, doch darin liegt ihre größte
Gerechtigkeit.
Das Wetter wird gerne als
„chaotisch“ bezeichnet, doch dies besagt nichts anderes, dass seine
Bewegungsabläufe so komplex und kompliziert sind, dass sie nur kurzfristig
nachzuvollziehen und vorherzusehen sind. Auch die größten und schnellsten
Supercomputer können das deterministische wie stochastische Chaos nicht überwinden.
Die absolute theoretische Grenze für die Vorhersagbarkeit liegt bei vierzehn
Tagen. Doch der moderne und sich „allmächtig“ fühlende Mensch möchte die
Wetterherrschaft abschütteln und verdrängt, dass dieser Emanzipationsversuch
auf ewig zum Scheitern verurteilt ist. Der Mensch kann sich in klimatisierten Räumen
behaglich einrichten, doch damit kann er dem Wetter nicht entfliehen; es folgt
ihm Schritt auf Tritt, von ihm kann er sich nicht befreien. Der moderne Mensch
versucht, diese seine Ohnmacht zu kaschierten und ist ein Verdrängungskünstler,
Spieler und Gaukler geworden, der mit seiner Macht über die Natur prahlt. Er
glaubt, sich die Erde „untertan“ gemacht zu haben, doch dies vom Himmel, der
Atmosphäre, war nicht die Rede. Tag für Tag muss er ohnmächtig zusehen, wie
das Wetter mit ihm „Katz und Maus“ spielt.
Der Mensch sonnt sich gerne
in seiner machtvollen Fähigkeit, Atome spalten und gigantische Energiemengen plötzlich
freisetzen zu können. Dieses Energiepotential ist wahrhaft gigantisch, wie die
beiden Atombomben, „Little Boy“ am 6. August 1945 in Hiroshima und „Fat
Man“ am 9. August in Nagasaki, der Welt deutlich vor Augen geführt haben.
Doch was haben die beiden wuchtigen, bis in die Stratosphäre emporschießenden
„Atompilze“ am Wetter geändert? Es waren nicht mehr als die sprichwörtlichen
Nadelstiche in einem riesigen Heuhaufen.
So zerstörerisch auch die
durch die Explosion verursachte Druck- und Sogwelle auch war, der Atmosphäre
sind solche Energiemengen nicht unbekannt. Sie spielt geradezu damit, denn sie
erhält das Millionfache davon von der Sonne. Man schätzt, dass bei jedem
Gewitter im Mittel durch die elektrischen Entladungen, die Blitze, Energien
umgesetzt werden, die dem zwanzigfachen der „Hiroshimabombe“ entsprechen.
Und jeden Tag gehen schätzungsweise auf dem Erdenrund 45 000 Gewitter nieder.
Eine einfache Überschlagsrechnung ergibt, dass allein in den Gewittern durch
elektrische Entladungen Energien von 900 000 Hiroshimabomben freigesetzt werden.
Was ist der Unterschied
zwischen Mensch und Natur? Die Natur setzt ihre ungeheuren, ja unvorstellbaren
Energiemengen konstruktiv ein, um Leben zu ermöglichen. Die dagegen vom
Menschen „explosiv“ freigesetzten Energien, ob als Pfeil, Gewehrkugel oder
Atombombe dagegen sollen töten, zerstören; sie sind destruktiv. Wenn sich auch
der Mensch x-fach gegenseitig ausrotten kann, „gescheites“ Wetter kann er
dennoch nicht machen.
Der Mensch ist und bleibt ein
energetischer Zwerg, der bei allem Stolz über seine technischen
Errungenschaften bescheiden bleiben und nicht dem Größenwahn verfallen sollte.
Die Natur, insbesondere in ihrer Ausdrucksform „Wetter“, ist unendlich mächtiger
als er und lässt alle bisherigen Bemühungen, das Wetter beeinflussen zu
wollen, als winzige Bagatelle erscheinen. Bei allem Stolz auf unsere
wissenschaftlichen wie technischen Leistungen, wir sollten nicht dem Hochmut
verfallen und uns als „Geschöpf“ über den „Schöpfer“ erheben wollen.
Zum
Ursprung des Wetters
Seit wann es Wetter auf der
Erde gibt, entzieht sich menschlichem Erkenntnisvermögen. Ihm bleiben nichts
als Vermutungen und spekulative Erklärungen, denn das Wetter war bereits da,
als der Mensch, gleichgültig ob als „Adam und Eva“ oder als „nackter
Affe“, die irdische Bühne betrat und sich dort behaupten musste. Im Paradies,
wo „Milch und Honig“ floss und der Mensch noch nicht im Schweiße seines
Angesichts sein täglich Brot erarbeiten musste, mag das Leben wahrhaft herrlich
gewesen sein. Entsprechend groß ist immer noch unsere unstillbare Sehnsucht
nach paradiesischen Zuständen. Unzählige Menschenopfer wurden und werden immer
noch dieser Illusion gebracht, doch sie bewirkten nur Elend und Leid.
Was die Voraussetzung für
Wetter betrifft, so müssen drei Dinge gegeben sein. Erstens muss es einen
Energie spendenden Körper geben, zweitens einen diese Energie aufnehmenden Körper
und drittens ein bewegliches gasförmiges Medium. Es muss also eine Sonne geben,
eine Erde und diese muss eine Gashülle, eine Atmosphäre, besitzen. Denkt man
an eine Rangfolge, dann ist das Wichtigste die Energie, ohne die es keine
Bewegung gibt. Den Beginn des Wetters kann man ansetzen mit dem Befehl: „Es
werde Licht!“
Trotz dieses Befehls war die
Erde noch achteinhalb Minuten in Finsternis getaucht. Erst dann wurde sie
erhellt durch die ersten Sonnenstrahlen, die allerdings noch kein Auge wahrnahm.
Deswegen bleiben uns die Anfänge der Erde im „Dunkeln“. Achteinhalb Minuten
brauchen die Lichtstrahlen, denn ihre Geschwindigkeit ist nicht unendlich,
sondern beträgt nach Olaf Römer 300 000 Kilometer pro Sekunde. Und diese Zeit
ist nötig, um die etwa 150 Millionen Kilometer betragende Entfernung zwischen
Sonne und Erde zurückzulegen. Auf der Erde wurde es mit Eintreffen des Lichts
nicht nur hell, sondern auch warm. Mit den Worten von Max Planck ist jeder
Lichtstrahl zugleich auch ein Wärmestrahl. Es scheint paradox, aber fast 50
Prozent der Lichtstrahlen von der Sonne kommen als unsichtbare Wärmestrahlen
auf die Erde und heizen sie auf, erwärmen deren Oberfläche.
Nun erst kommt die Lufthülle,
die Atmosphäre, ins Spiel. Als elektromagnetische Strahlen benötigen die
Lichtstrahlen kein Medium, keinen Äther,
um sich auszubreiten. Während die Schallwellen die Luft als Transportmedium benötigen,
können sich Lichtwellen auch im luftleeren Raum, im Vakuum, ausbreiten. Sie
passieren praktisch ungehindert die Lufthülle der Erde. Nur einige wenige
werden nur von ganz wenigen Luftmolekülen, die die Fähigkeit haben, Strahlen
ganz bestimmter Wellenlänge zu absorbieren und zu emittieren, abgefangen,
sozusagen aus dem Spektrum ausgefiltert. Die hierdurch bewirkte direkte Erwärmung
der Luft ist kaum messbar, praktisch vernachlässigbar.
Erwärmt von der Sonne wird
im Grunde einzig und allein der Erdboden. Dieser erst erwärmt die Luft durch Wärmeleitung,
durch direkte Berührung mit der aufliegenden Luft, die mit einem Luftdruck von
gut einem Kilogramm pro Quadratzentimeter auf die Erdoberfläche gepresst wird.
Die so erwärmte Luft bleibt nicht lange ruhig. Wie jeder andere Körper dehnt
sie sich bei Erwärmung aus; sie wird dünner, leichter und steigt empor. Erwärmte
Luftpakete lösen sich vom Boden ab und erzeugen das, was wir Auftrieb,
Konvektion oder Thermik nennen. In solchen Thermikschläuchen schrauben sich die
Adler, Bussarde und Sperlinge in die Höhe, aber auch die Segelflieger wissen
diese zu nutzen.
Dieses Prinzip des Auftriebs
entdeckte zuerst Archimedes, unter Wasser. Das „Archimedische Prinzip“
besagt, dass jeder leichtere Körper unter Wasser solange emporsteigt, bis das
von ihm verdrängte Gewicht mit dem des Wassers übereinstimmt. Deswegen
schwimmt auch Eis auf dem Wasser, weil sich dessen Volumen beim Gefrieren um
etwa 10 Prozent ausdehnt. Diese
Ausdehnungskraft sprengt nicht nur Felsen, sie lässt auch Wasserrohre platzen.
Wenn man die „Spitze eines Eisberges“ sieht, kann man als Faustformel
annehmen, dass 90 Prozent des Eisberges sich unter Wasser befinden. Schmilzt
des Eisberg, so nimmt das Wasser wieder sein ursprüngliches Volumen ein.
Obgleich die „Spitze des Eisberges“ verschwindet, ändert sich an der Höhe
des Wasserspiegels absolut nichts. Schmelzende Eiswürfel in einem Glas mit
Whisky bringen dieses auch nicht zum Überlaufen!
Durch Leitung und dann
Konvektion kommt die Wärme in die Luft, wird deren Temperatur erhöht. Es ist
also nicht korrekt zu sagen, dass sich die Luft erwärme. Nein, Luft kann sich
nicht erwärmen. Sie müsste sich an einer Stelle abkühlen, um mit dieser
Energie sich an anderer Stelle erwärmen zu können. Dies ist physikalisch unmöglich,
denn jeder Wärmestrom hat eine von Natur aus vorgegebene Richtung. Wärme fließt
nur von warm nach kalt und nicht umgekehrt. Dieses Naturgesetz vermag der Mensch
nicht umzukehren, mag seine Phantasie auch anderes propagieren, wie es der
Begriff „Erderwärmung“ suggeriert. Auch diese „Erderwärmung“ ist unmöglich.
Wie jeder andere Körper verliert auch die Erde unentwegt Wärme. Sie kühlt
sich für uns Menschen erbarmungslos und gnadenlos ab, wenn sie nicht von außen,
von der Sonne, erwärmt wird.
Ohne Sonne gäbe es kein
Leben auf der Erde, weil es für dieses keine Energie gäbe. Leben ist Energie,
ist Bewegung. „Alles fließt“, sagte Heraklit in weiser Einfachheit. Auch
die Luft fließt und ist in ständiger Bewegung, selbst bei vermeintlicher
„Windstille“. Wind ist bewegte Luft und wohl daher hat „Wetter“ in
seiner indogermanischen Urbedeutung die Bedeutung
„Bewegung“. Diese
Bewegung lebt in dem englischen Wort „weather“ fort. Im französischen
Sprachgebrauch wird die Bewegung an die Zeit geknüpft. „Le temps“ bedeutet
sowohl Zeit als auch Wetter. Beide sind in unaufhörlicher Bewegung, in ständigem
Fluss und nicht umkehrbar, das heißt nicht rückgängig zu machen. Wetter und
Zeit sind „irreversibel“.
Die Lufthülle der Erde
bewegt sich nicht vor selbst, denn aufgrund der Schwerkraft, der Anziehungskraft
der Erde als Körper, ist die Lufthülle äußerst fest an die Erde gebunden.
Die Lufthülle rotiert mit genau der gleichen Geschwindigkeit wie die Erde. Bei
einer täglichen Erdumdrehungszeit von 24 Stunden und einen Umfang von etwa 40
000 Kilometern am Äquator beträgt dort die Rotationsgeschwindigkeit der Erde
knapp 1 760 Kilometer pro Stunde. In 50 Grad nördlicher oder südlicher Breite
sind es immer noch etwa 850 Kilometer pro Stunde. Würde sich die Erde unter
einer „starren“ Lufthülle mit dieser Geschwindigkeit drehen, die Oberfläche
wäre am Äquator glühend heiß, allein durch die Reibungswärme. Alle Gegenstände
auf der Erde würden verglühen wie ein Satellit beim Wiedereintauchen in die
Erdatmosphäre. Direkt am Nordpol wie am Südpol als Umdrehungsachse wäre es
eisig kalt, denn dort geht die Rotationsgeschwindigkeit auf Null zurück.
Woraus
sich die Lufthülle zusammensetzt
Die bewegte Lufthülle
erzeugt also das, was wir Wetter zu nennen pflegen. Die Kraft oder Energie, die
sie zu ihrer ständigen Bewegung benötigt, kommt von der Sonne. Sie ist der
„Motor“, der alles in Bewegung hält, auch das Leben.
„Leben“ gab es jedoch
nicht von Anfang an auf der schätzungsweise 4,5 Milliarden Jahre alten Erde,
wenn auch die glühende Urerde schon eine Atmosphäre hatte. Sie war jedoch mit
der heutigen nicht zu vergleichen und hatte eine völlig andere Zusammensetzung.
Die Vermutungen über die Bestandteile der Uratmosphäre sind vage, doch geht
die Wissenschaft davon aus, dass die Atmosphäre ein Stadium durchlaufen hat, in
dem sie noch ohne Sauerstoff war.
Wie ein glühendes Eisen, das aus dem Feuer genommen wird, so kühlte sich die
noch heiße Erde stetig ab, bis die Temperaturen der Lufthülle unter 373,2
Kelvin (K) oder 100 Grad Celsius (° C) sanken, dem Siedepunkt des Wassers. Nun
erst konnte sich der unsichtbare, gasförmige Wasserdampf verflüssigen, zu Tröpfchen
kondensieren, konnte der Himmel seine Schleusen öffnen, um die Ozeane zu
bilden.
Es war die Wärmestrahlung,
die diesen Abkühlungsprozess verursachte. Die Erde verlor ihre Hitze und
strahlte sie in die unendlichen Weiten des Weltalls hinaus. Die Erde bekam
irgendwann eine feste Kruste und die Lufthülle füllte sich zunehmend mit den
Stoffen, die im Innern der glutflüssigen Gesteine gelöst waren. Auf diese
Weise kamen Wasserdampf, Kohlendioxyd und Stickstoff in die Luft. Dies lässt
sich nachprüfen an den Ausdünstungen der heute tätigen Vulkane. Die
Rauchwolken der Vulkane bestehen ungefähr zu 70 Prozent aus Wasserdampf, zu 16
Prozent aus Kohlendioxyd, zu 10 Prozent aus Stickstoff. Den Rest bilden
Staubpartikel und Schwefeldämpfe.
Die beiden angeblichen
„Treibhausgase“ Wasserdampf und Kohlendioxyd konnten nicht verhindern, dass
sich die Erde, die einst eine glühende „Feuerkugel“ war, stetig weiter abkühlte.
Die Erklärung ist physikalisch einfach und leicht zu verstehen. Dies liegt
schlicht daran, dass die Erde naturgesetzlich ein „kontinuierlicher
Strahler“ ist. Alle festen und flüssigen Körper gehören zu den
„kontinuierlichen Strahlern“, weil sie elektromagnetische Strahlung
zusammenhängend über ein breites Wellenlängenspektrum abgeben. Luftige und
damit gasförmige Körper können dagegen nur selektiv Strahlung aufnehmen oder
absorbieren und damit abgeben oder emittieren.
Die Sonne als glühender und
die Erde als kalter Körper sind beides solch
„kontinuierliche Strahler“. Die Sonnenstrahlen erreichen die
Erdoberfläche durch das sichtbare und nahe Infrarotfenster in der Atmosphäre
zwischen 0,38 und 3 Mikrometer (µm) und die Wärmestrahlung der Erde
verschwindet ins Weltall insbesondere durch das offene Wasserdampf-Fenster
zwischen 8,75 und 12,25 µm. Die von der Sonne ausgehende Strahlung umfasst
nicht nur das unser Auge blendende sichtbare „weiße“ Licht, das sich in
seine Spektral- oder Regenbogenfarben von violett bis rot zerlegen lässt. Auch
jenseits des roten Lichts bei 0,8 µm sendet die Sonne unsichtbare Wärme- oder
Infrarotstrahlung zu uns. Jenseits des violetten Lichts kommt von der Sonne eine
ebenfalls unsichtbare Strahlung, die sehr kurzwellige Ultraviolettstrahlung, die
auf unserer Haut den „Sonnenbrand“ hervorruft. Während das Rot- und
Infrarotlicht“ unsere Haut erwärmt, wird sie von zuviel „UV-Licht“
verbrannt und geschädigt.
Die Sonnenstrahlung hinterlässt
in der Sonnenatmosphäre nicht nur die vielen Tausend dunklen „Fraunhoferschen
Linien“, sie muss auf ihrem Weg zur Erde noch die Erdatmosphäre mit ihren
Gasen durchlaufen. Nachdem im Jahre
1672 Isaac Newton entdeckt hatte, dass sich das weiße Sonnenlicht in seine
sieben Regenbogenfarben zerlegen lässt und später im Jahre 1800 Wilhelm
Herschel die unsichtbare, die ultra- oder infrarote Strahlung entdeckte, war es
Josef Fraunhofer, der im Jahre 1814 im Sonnenspektrum viele dunkle Linien, die
„Fraunhoferschen Linien“ entdeckte. Erst viele Jahre später, im Jahre 1859,
fanden Gustav Kirchhoff und Robert Bunsen die Erklärung. Sie entdeckten, dass
die dunklen Linien schlicht und einfach „Absorptionslinien“ waren. Sie
wurden verursacht durch die verschienen Gase in der Sonnenatmosphäre. Jedes
Molekül kann nur ganz spezifisch Strahlung einer ganz bestimmten und nur für
dieses spezielle Molekül charakteristischen Wellenlänge absorbieren. Diese
Absorption erzeugt eine „dunkle Linie“ in dem ansonsten kontinuierlichen
Spektrum.
Kirchhoff und Bunsen fanden
auch eine „dunkle Linie“, die sie keinem Stoff auf der Erde zuordnen
konnten. Sie gaben dem dazugehörigen Stoff den Namen „Helium“ nach dem
griechischen Wort „helios“ für Sonne. Erst etwa 30 Jahre später entdeckte
man dieses Element Helium auch auf der Erde. Man weiß auch, wie Helium
entsteht. Es entsteht aus der Verschmelzung von zwei Wasserstoffatomen in dem
„Fusionsreaktor“ Sonne. Kirchhoff und Bunsen begründeten als neuen Zweig
der Physik die „Spektralanalyse“. Sie spielte nicht nur für die Astronomie
eine gewichtige Rolle, denn sie erlaubte es, erstmalig die Zusammensetzung von
Sternatmosphären „spektralanalytisch“ zu erforschen und sowohl qualitativ
als auch qualitativ zu bestimmen.
Auf der Spektralanalyse
beruht letztendlich die moderne Atomphysik ebenso wie die Quantenphysik. Mit der
Entdeckung des „Wirkungsquantums h“ revolutionierte Max Planck die
klassische Physik und öffnete mit seiner am 14. Dezember 1900 vorgetragenen
Quantenidee den Zugang zu einem der Physik bis dahin verschlossenen Verständnis
aller Atomvorgänge. Im Jahre 1905 übernahm Albert Einstein Max Plancks Idee
der Quantentheorie und interpretierte das Licht als Strom von Lichtquanten oder
Photonen, wobei er jedem Quant eine Energie h υ zuschreibt und zudem
annimmt, dass jedes Elektron durch e i n Quant ausgelöst wird. Mit diesem Bild
sieht man das Bombardement der Quanten auf den bestrahlten Körper unmittelbar
vor sich. Aus denselben Gedanken heraus stellte Albert Einstein im Jahre 1912
das „photochemische Grundgesetz“ auf, demzufolge jede photochemische
Reaktion primär in der Absorption e i n e s Lichtquants und der an e i n e m
Atom oder Molekül dadurch ausgelösten Umsetzung erfolgt.
Dies vorauszuschicken ist äußerst
wichtig um zu verstehen, warum die Lufthülle der Erde praktisch durchsichtig,
vor etwa 100 Jahren sagte man „diatherman“, für die Sonnenstrahlen ist. Sie
haben mit Leichtigkeit die Sonnenatmosphäre durchdrungen und tun dies ebenso
mit der Erdatmosphäre. Man kann dies nachprüfen und ganz einfach mit
Temperaturmessungen belegen. Dazu misst man direkt am Boden und dann in
verschiedenen Höhen über dem Boden den Tagesgang der Temperaturen. Die
Auswertung der Messungen ergibt, nimmt man zur leichteren Interpretation
windarmes und wolkenloses Wetter, dass die größten Temperaturschwankungen
direkt am Erdboden auftreten und dann mit zunehmender Höhe immer geringer
werden. Der Boden ist also eindeutig am Tage die Heizfläche für die Luft, und
natürlich auch die nächtliche Kühlfläche. Läuft man bei Sonnenschein über
Mittag barfuss durch den Dünensand oder über eine Teerstraße, dann merkt man
den beachtlichen Unterschied zwischen der Temperatur des Bodens wie in Kopfhöhe.
Obgleich die Sonne unsere
Energiequelle ist, ist der Boden als Empfänger- oder Absorberfläche für die
Solarenergie die tatsächliche Quelle und Senke für Energie. Mit Hilfe des
Prozesses der Wärmeleitung transportiert er Wärme in die tiefere Schichten des
Bodens, erleitet sie aber auch in die Atmosphäre. Die Lufthülle der Erde lässt
also die Sonnenergie praktisch ungehindert passieren und das liegt an ihrer gasförmigen
Zusammensetzung. Die trockene Luft besteht etwa zu 78 Prozent aus Stickstoff (N2)
und zu 21 Prozent aus Sauerstoff (O2). Im verbleibenden Rest von 1
Prozent überwiegt mit 0,9 Prozent das Edelgas Argon (Ar). Von dem minimalen
Rest von 0,1 Prozent hat den Hauptanteil mit 0,035 Prozent das Kohlendioxyd (CO2).
Dann folgen nur noch Bruchteile von Neon, Helium, Methan, Krypton, Wasserstoff,
Stickoxyd, Ozon, Xenon.
Die Zusammensetzung der Luft
scheint wie von weiser Hand zusammengefügt, denn jeder Stoff hat eine Aufgabe,
eine Funktion, einen Sinn. Ohne die winzigen Bruchteile von Kohlendioxyd gäbe
beispielsweise keine grünen Pflanzen auf unserer Erde, keine Pflanzen, keine Bäume
und Sträucher, keine Grasländer, keine Steppen und Urwälder. Die grünen
Pflanzen haben als einzige Lebewesen die einzigartige Fähigkeit, über die
Spaltöffnungen an den Blättern mit Hilfe des Farbstoffes Chlorophyll
Sonnenenergie aufzunehmen und diese als „Nahrung“ zu speichern. Diesen
Prozess nennt man Photosynthese oder CO2-Assimilation. Dabei wird mit
Hilfe des Kohlendioxyds aus der Luft und des mit Mineralien angereicherten
Wassers aus dem Boden Pflanzensubstanz, materialistisch als „Biomasse“
bezeichnet, aufgebaut. Dabei spalten sie aus dem Wasser (H2O)
Sauerstoffatome (O) ab, fügen sie zu Sauerstoffmolekülen (O2)
zusammen und geben diese an die Luft ab.
Die grünen Pflanzen sind
wahre Wunderwerke der Natur oder Schöpfung. Ohne sie wäre heutiges Leben auf
der Erde nicht möglich. Diese Einsicht findet man in einem weisen Spruch am
Eingang des Botanischen Gartens in Berlin. Dort steht: „Hab’ Ehrfurcht vor
der Pflanze, alles lebt durch sie!“
Ohne die grünen Pflanzen,
man nennt sie daher auch Primärproduzenten, gäbe es keine Grundnahrung für
Tier und Mensch, es gäbe auch keinen Sauerstoff in der Luft, den wiederum Tier
wie Mensch gleichermaßen dringend benötigen, um die pflanzliche oder auch
tierische Nahrung im Körper zu verbrennen. Deren Verbrennung ist unverzichtbar,
um die in der Nahrung von den Pflanzen gespeicherte Sonnenenergie als
eigentliche Lebensenergie wieder freizusetzen. Mit Albert Einstein gesprochen
leben wir Menschen letztendlich von dem ungeheuren Photonenstrom, der von der
Sonne ausgeht und die Erde trifft. Die Sonne verzehrt sich und ermöglicht Leben
auf der Erde. Hört sie eines Tages auf zu scheinen, dann hört auch das Leben
auf.
Erlischt die Sonne, dann
tritt vermutlich wieder der Urzustand ein, den die Bibel wie folgt beschreibt:
„… die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe …“. Ähnlich
heißt es in der Edda: „… Urzeit war, da Ymir hauste, nicht war Sand noch
See noch Salzwogen, nicht Erde unten noch Himmel oben, Gähnung grundlos, doch
Gras nirgend …“.
Zur Rolle
des Kohlendioxyds in der Luft
Die wissenschaftlichen Schätzungen
über den maximalen einstigen Gehalt der Luft an Kohlendioxyd gehen weit
auseinander und reichen von mindestens 20 Prozent, was dem heutigen
Sauerstoffgehalt entspricht, bis zu über 80 Prozent. Diese Diskrepanzen sind
erheblich, sie mögen hier nicht weiter interessieren, denn Tatsache ist, dass
sich die Erde trotz des immens hohen CO2-Gehaltes abkühlte und nicht erwärmte.
Nachdem die Erdoberfläche
und mit ihr die Lufthülle unter die „kritische Temperatur“, den
„Siedepunkt“ bei 373 K oder 100° C, abgekühlt waren, konnten die riesigen
Wasserdampfmengen kondensieren. Es muss zu geradezu sintflutartigen Regenfällen
gekommen sein. So entstanden die Flüsse, die Seen, die Meere.
In den Meeren entwickelten
sich die Blaugrünalgen, die die Befähigung zur Photosynthese, zur
CO2-Assimilation hatten. Mit Hilfe des Sonnenlichts hυ erzeugten sie aus
den anorganischen Stoffen H2O und CO2 organisches Material und gaben dabei
Sauerstoff ab. Ohne CO2 in der Luft gäbe es keine grünen Pflanzen und damit
keine Nahrung für Tier und Mensch. CO2 ist für die Pflanzen unverzichtbar; es
ist ein Grundnahrungsmittel. Deswegen nennt man die Pflanzen auch Primärproduzenten.
Der Mensch ist Konsument. Mit der Begrünung der Kontinente verschwanden
ungeheure Mengen des Kohlendioxyds aus der Luft. Der heutige Gehalt liegt
zwischen 0,03 und 0,04 Prozent. Große Mengen wurden bei der Verwitterung von
Feldspat, einem Granitbestandteil, „verbraucht“, in Kalkstein und Dolomit
(CaCO3) eingebunden. Schätzungsweise 300 000 mal mehr Kohlendioxyd,
als unsere Lufthülle heute enthält, liegt in den Kalkfelsen und Dolomiten der
Erde fest. Ein Teil des Kohlendioxyds wurde auch aus der Luft ausgewaschen und löste
sich in den Meeren auf.
Wenn, und hiervon gehen alle
IPCC-Experten aus, die Erde angenähert als ein „schwarzer Körper“
angesehen werden kann, dann ist es absolut unmöglich, dass eine Lufthülle mit
Gasen, die Strahlung nicht kontinuierlich, sondern nur ganz selektiv und
stoffspezifisch Strahlung ganz bestimmter Wellenlänge oder Wellenzahl
absorbieren können, die Erde an ihrer Abkühlung hindern könnte. Die
Spektralanalyse von Kirchhoff und Bunsen (1859) hat physikalisch das erklärt,
was Sir Isaac Newton um 1660 in seinem „Abkühlungsgesetz“ (cooling law)
quantitativ formulierte.
Wenn man annimmt, dass die
Erde ein „schwarzer Körper“ ist und eine einheitliche Temperatur von +15°
C (288 K) hat, dann beträgt die Summe der kontinuierlich über ein breites
Wellenlängenspektrum abgestrahlte unsichtbare Temperatur- oder Wärmestrahlung
390 W/m2, wobei nach dem Wienschen Verschiebungsgesetz (Wien’s distribution
law) das Maximum der abgestrahlten
Energie bei 10 µm liegt. Kohlendioxid kann diesen Wärmestrom nicht
unterbinden, denn es kann nur Strahlung von Wellenlängen bei 15 µm
absorbieren. In jedem Lehrbuch der
Physik, dass sich mit der Fernerkundung (remote sensing) befasst, speziell mit
der berührungslosen Temperaturmessung von Wettersatelliten aus, ist ausgeführt,
dass dies nur möglich ist, weil in der Atmosphäre ein stets offenes infrarotes
Strahlungsfenster (radiation window) zwischen 8,5 und 13 µm existiert, dass
weder durch die Wasserdampf- noch die Kohlendioxid-Absorptionslinien geschlossen
werden kann.
Weil dies so ist, nimmt in
jeder Nacht, egal wo auf der Erde, bei wolkenlosem Himmel die Temperatur am
Erdboden ab. Der Grund ist die Tatsache, dass die Wärmestrahlung der Erdoberfläche
wie aller auf ihr befindlichen Körper ungehindert ins Weltall entweichen kann.
Diese nachweisbaren Fakten verweisen die Behauptung, es gäbe einen „natürlichen
Treibhauseffekt“, ins Reich unnatürlicher Märchen. Und wenn schon ein „natürlicher
Treibhauseffekt“ physikalisch absolut unmöglich ist, dann ist auch ein
„anthropogener zusätzlicher Treibhauseffekt“ unmöglich. An dieser Tatsache
ändert sich auch nichts, wenn der CO2-Gehalt der Luft sich verdoppeln oder gar
verdreifachen sollte.
Durch logisches Überlegen
und konsequentes Anwenden der physikalischen Gesetze kommt man zu dem
vernichtenden Urteil, dass mit dem „Treibhauseffekt“ eine bewusste Lüge in
die Welt gesetzt wurde, um speziell die fossilen Energieträger zu verteufeln
und ihnen die Schuld an der globalen „Klimakatastrophe“ zu geben. Auch eine
„Klimakatastrophe“ wird es nie geben und hat es daher auch noch nie gegeben,
weil „Klima“ ein statistisches Konstrukt ist, das vom Wetter her abgeleitet
wird. Jeder weiß, dass jeder Einzelwert durchaus katastrophale Werte annehmen
kann, der daraus errechnete Mittelwert aber ein „toter Wert“ ist, vom dem
keinerlei Gefahr ausgeht.
Alle Gefahren, denen der
Mensch ausgesetzt ist, seien es Sandstürme oder Schneestürme, Hitze- oder Kältewellen,
Orkane oder Wirbelstürme, gehen vom Wetter aus. Doch dieses entzieht sich der
Kontrolle des Menschen.
Oppenheim,
den 2. Februar 2007
Dr.
Wolfgang Thüne
Senior Meteorologist
|