![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Translate from German to ...? | zurück zur Hauptseite | zurück zur Übersicht |
|
Oppenheimer
Werkstatt für Wetterkunde An: Deutsche Meteorologische Gesellschaft e. V. (DMG) Öffentliche Stellungnahme zur „Stellungnahme der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft zur Klimaproblematik vom 9. Oktober 2007“, veröffentlicht in den DMG - Mitteilungen 04/2007 Die DMG scheint in einer tiefen Identitäts- und Rechtfertigungskrise zu stecken. Zum wiederholten Male versucht sie, sich mit fremden Federn zu schmücken und hüllt sich in „des Kaisers neue Kleider“, doch Niemand nimmt mehr Notiz von ihr. Auch das jüngste Klimastatement, das den Mitgliedern nun mit dreimonatiger Verspätung zur Kenntnis gegeben wurde, erzeugte nicht das geringste Rauschen im Blätterwald. Die DMG hat ein Selbstwertproblem, seit sie sich im Juni 1987 im Widerspruch zu ihrer wissenschaftlichen Zielsetzung dazu bewegen ließ, mit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft eine „Warnung vor drohenden weltweiten Klimaänderungen durch den Menschen“ zu verfassen. Dies war opportunistische Effekthascherei, denn die DPG hatte bereits im Januar 1986 eine eigene, inhaltlich identische „Warnung vor einer drohenden Klimakatastrophe“ herausgegeben. Die Presseinformation der DPG hatte folgenden Wortlaut: „Der Arbeitskreis Energie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e. V. warnt in beiliegender Schrift eindringlich vor einer nahen, drohenden Klimakatastrophe. Bedingt wird diese durch den weltweit rapide steigenden Gehalt der Luft an Kohlendioxid und einigen weiteren Spurengasen. Der Arbeitskreis Energie der DPG lädt Sie ein zu einer Pressekonferenz am Mittwoch, 22. Januar 1986, 15 Uhr in Bonn, Hotel am Tulpenfeld, Heussallee 2.“ Die DPG hat eindeutig das Erstlingsrecht auf das Unwort „Klimakatastrophe“. Die wissenschaftliche Todsünde der DMG besteht darin, dass sie sich hinreißen ließ, wider besseren Wissens aus rein publizistisch-opportunistischen Erwägungen der Warnung der DPG den fachlichen Segen erteilt zu haben. Sie wollte aus dem Schatten entfliehen und ins grelle Scheinwerferlicht der Medien treten. Doch nachdem der Mohr seine Schuldigkeit getan hatte, versank er wieder in der Bedeutungslosigkeit, mag er auch noch so viele Stellungnahmen zur „Klimaproblematik“ herausgeben. Doch worin liegen die beiden großen Todsünden der DMG? Ihrer Satzung nach soll sie die meteorologische Forschung fördern, um eine besseres Verständnis der Vorgänge in der Atmosphäre zu erhalten. Dies mit dem Ziel besserer Wettervorhersagen. Doch deren Qualität stagniert seit Jahrzehnten. Die Prognosen wurden statistisch dadurch besser gerechnet, indem sie immer beliebiger formuliert werden. Dieses permanente Versagen zehrt am Selbstbewusstsein. Die DMG trat die Flucht nach vorne an und machte einen Zaubertrick: sie vertauschte Ursache mit Wirkung, Wetter mit Klima! Das ist die erste Todsünde, die auch in der neuesten Stellungnahme zu finden ist in der abstrusen Behauptung: „Der Klimawandel führt zu Veränderungen der Wetterabläufe, insbesondere auch der Wetterextreme“. Diese reziproke Kausalität gibt es nicht! Die Definition von „Klima“ als mittlerem Wettergeschehen an einem Ort über eine 30jährige Messperiode lässt diese Aussage nicht zu. Es ist einzig und allein das Wetter, das bestimmt, in welcher Region welches „Klima“ regiert, wobei das Wetter keineswegs an das „Klima“ gebunden ist, weil es macht, was es will. Die Klimatologie entstand als Wissenszweig aus der statistischen Verarbeitung vorher erhobener Wetterdaten und ist der Versuch, in das ewige dynamische Wetterchaos so etwas wie statische Ruhe zu bringen. Welch eine gewaltige Fülle an unterschiedlichen Klimaklassifikationen es gibt, das hat u. a. Walter Hesse in seinem Buch „Grundlagen der Meteorologie“ (Leipzig 1966) zusammengetragen. Alle Mutmaßungen und Warnungen in Hinblick auf das zukünftige Klima bleiben pure Spekulationen, solange die Zukunft des Wetters unbekannt und eine Beeinflussung der Allgemeinen Zirkulation absolut unmöglich ist. Welch ein Defizit an erdgeschichtlichem Wissen verbirgt sich hinter der Stellungnahme der DMG, wenn sie den Klimawandel zu einer Gefahr hochstilisiert. Der stetige Wandel des Klimas ist natürlich, naturgegeben und praktisch so alt wie die Welt. Diese Fragen beschäftigten bereits im Altertum so große Geister wie Aristoteles, Herodot, Xenophanes, Anaximander, Empedokles oder in der Neuzeit Leonardo da Vinci, Agricola, Descartes, Hooke u. a. Agricola (Georg Bauer, 1494-1555) prägte für Versteinerungen das Wort „Fossil“ und Hooke (1635-1703) war Begründer der „Paläontologie“. Aber auch Leibniz und Kant sind zu nennen. Dem Vorstand der DMG sei sehr empfohlen, vor weiteren sein Image schädigenden Stellungnahmen das Buch „Geschichte der Geologie und des Geologischen Weltbildes“ von Carl Beringer (Stuttgart 1954) zu lesen. Dies gilt insbesondere für das epochale Werk vom Hubert Lamb „Climate, present, past and future“ (London 1972) zu lesen. Die erste Todsünde war absolut vermeidbar. Doch nun zur zweiten und ebenso gravierenden Todsünde, die nur mit ideologischer Blindheit zu erklären ist. Seit Urzeiten weiß der Mensch instinktiv, dass die Erde ein „offenes Ökosystem“ ist und alles Leben auf ihr von Licht und Wärme der Sonne abhängt. Es ist wissenschaftlich ein unverzeihlicher Kardinalfehler, die Erde samt Lufthülle zu einem „geschlossenen System“, zu einem „Treibhaus“ zu deklarieren, das von „Treibhausgasen“ wie Kohlendioxid und Methan aufgeheizt werden könnte. Dieses Modell hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun, es ist eine Mogelpackung! Dies weiß auch die DMG und dies müssten die Verantwortlichen der Stellungnahme wissen, wenn sie bloß die eigenen Mitteilungen wie die meteorologischen Fortbildungshefte „promet“ des Deutschen Wetterdienstes gelesen und sich nicht als Zeitgeistverstärker betätigt hätten. Der DMG scheint
nicht nur die wohl größte physikalische Entdeckung des 19.
Jahrhunderts verborgen bleiben zu sein, die Entwicklung der
Spektralanalyse durch Kirchhoff und Bunsen im Jahre 1859. Aber auch
das mit dem Sputnik am 4. Oktober 1957 einsetzende
Satellitenzeitalter mit der Erfindung der Fernerkundung (remote
sensing) durch berührungslose Temperaturmessung aus dem Weltall
scheint spurlos an der DMG vorbeigegangen zu sein. Dabei waren die
Hefte ¾ von 1990 und ½ von 1991 dem Thema „Fernerkundung in der
Meteorologie“ gewidmet. Zur
Rekapitulation: Wenige Jahre nach den ersten erfolgreichen
Satellitenstart erwog man in den USA auch deren zivile Nutzung.
Hierzu rief die NATO im November 1961 nach Washington zu einer
Arbeitstagung über Wettersatelliten ein. Sie brachte noch keine
konkreten Ergebnisse, ebenso nicht die zweite Tagung im Juni 1964
in Oslo. Auf dieser Tagung hielt Prof. Dr. Fred Singer, damals
University of Miami und heute einer der maßgeblichen
„Klimaskeptiker“, einen Grundsatzvortrag über die Probleme der
Wettersatelliten. Er deutete Möglichkeiten der Erderkundung im
IR-Infrarot wie im Bereich der Mikrowellen an und kam zu dem
Schluss: „Die IR-Messungen mittels der Fünf-Kanal-Sonde, von
denen der Frequenzbereich von 8-12 n für die praktische Verwendung
geeignet erschien, haben sich noch als zu unzuverlässig
erwiesen.“ Dieses sollte
sich jedoch innerhalb weniger Jahre entscheidend ändern mit der
raschen technischen Verbesserung der Infrarot- oder Wärmebildkameras.
Finanziert durch den Bundesminister der Verteidigung führte Dr.
Dieter Lorenz vom Meteorologischen Observatorium Hohenpeißenberg
des Deutschen Wetterdienstes im September 1966 Flugzeugmessungen
der Bodenoberflächentemperatur durch. Er benutzte dabei ein
Infrarot-Strahlungsthermometer im Bereich 8-14 µm, da dieser
„Spektralbereich mit dem sog. „Fenster“ der Atmosphäre
zusammenfällt“ und „hier der Einfluss von Absorption und
Emission in der Luftschicht zwischen Messobjekt und Messgerät
ebenfalls nur gering“ ist, „so dass sich einwandfreie Messungen
aus einiger Entfernung und damit auch vom Flugzeug aus durchführen
lassen“. Da sich die Temperatur- oder Wärmestrahlung mit
Lichtgeschwindigkeit fortpflanzt, braucht sie bis zum Satelliten in
36 000 km Höhe nur 0,12 Sekunden! Heute bleibt der IR-Luftspionage
nichts mehr verborgen. Die erste
Anwendung der neuen Fernerkundungstechnologie über die dem Auge
des Menschen unsichtbare Infrarotstrahlung vollzog die Regionale
Planungsgemeinschaft Untermain mit dem Titel
„Lufthygienisch-meteorologische Modelluntersuchung in der Region
Untermain“. In dem dritten Arbeitsbericht vom März 1972 mit dem
Titel „Infrarot-Thermographie“ schreibt Alexander von Hesler:
„Die Idee, die Entstehung und Ausbreitung von Kaltluft mit Wärmebild-Messflügen
zu erfassen, wurde schließlich in einem Gespräch mit Dr. Klaus Völger
am 31. 7. 67 in seinem damaligen Büro am Flughafen geboren. Der
Anlass dazu war eine Infrarotaufnahme vom Central-Park in New York,
die trotz der Abbildung von Oberflächentemperaturen einer
luftbildartigen Darstellung gleichkam. Beide Bedingungen – flächendeckende
Wiedergabe der Temperaturen und leicht erfassbare bildhafte
Darstellung – waren in überzeugender Weise erfüllt. Die Sache
hatte nur einen Haken: Der Infrarot Scanner misst Oberflächentemperaturen
und für unsere Untersuchung sind Lufttemperaturen der Biosphäre
von Bedeutung.“ All dies scheint
spurlos an der DMG vorbeigegangen zu sein, insbesondere an den
Verantwortlichen, die im Juni 1987 die von der DPG konzipierte
„Warnung vor einer drohenden Klimakatastrophe“ unterschrieben.
Neben dem damaligen Präsident der DMG, Prof. Dr. Hans W. Georgii,
hatten unterschrieben Prof. Dr. Hartmut Grassl und Prof. Dr.
Christian-D. Schönwiese. Letztere gehören auch zu den
Unterzeichnern der jetzigen Stellungnahme. Ansprechpartner sind
weiter Prof. Dr. Herbert Fischer, derzeit Präsident der DMG, sowie
Prof. Dr. Mojib Latif, Prof. Dr. Martin Claußen und Dr. Peter
Winkler vom Meteorologischen Observatorium Hohenpeißenberg, der
zusätzliche Anmerkungen zum Klimastatement machte. Nachdem bereits
Prof. Dr. G. Flemming sich in den DMG-Mitteilungen 4/2001 über den
„vernachlässigten Wetterbegriff“ beklagte, sei der DMG mangels
wissenschaftlichen Interesses an den tatsächlichen
meteorologisch-physikalischen, das stets wechselnde Wetter
verursachenden komplexen atmosphärischen Vorgängen dringend
empfohlen, sich in „Deutsche Klimatologische Gesellschaft“
(DKG) umzubenennen. Die neue DKG könnte sich damit auch viel
schneller an das wechselnde politische Klima anpassen und wäre
alle Sorgen mit dem unbotmäßigen wie ungehorsamen Wetter los. Nachwort: Eines
der modernsten Fernerkundungssystemen TIMS (Thermal Infrared
Multispectral Scanner) arbeitet mit 6 spektralen Kanälen zwischen
8,2 und 12,2 µm und die HCMM (Heat Capacity Mapping Mission) von
der NASA operiert in den beiden spektralen Kanälen 0,5-1,1 und
10,5-12,5 µm. Beide nutzen das unleugbar „stets offene atmosphärische
Strahlungsfenster“, das nach Meinung der Enquete-Kommission vom.
2. 11. 1988 von 7 -13 µm Wellenlänge reicht und durch das
permanent 70 bis 90 % der Wärmestrahlung der Erde ins Weltall
entweichen. Die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages
Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre und mit ihr der Deutsche
Bundestag haben einstimmig und in Einklang mit der Spektralanalyse
festgestellt, dass das offene Strahlungsfenster auch durch eine
Zunahme des Gehaltes der Atmosphäre an Wasserdampf wie
Kohlendioxid nicht geschlossen werden kann. Dieser
wissenschaftlich korrekten Feststellung kann seitens der
„Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde“ angesichts der
Tatsache, dass die Absorptions- und Emissionslinien des
Kohlendioxid bei 15 µm und damit weit außerhalb des
IR-Strahlungsfensters und zudem auf der kalten Seite liegen, nicht
widersprochen werden. Bleibt zum
Schluss festzustellen: 1.: Die Erde ist
kein „Treibhaus“, der Vergleich mit einem gläsernen Gewächshaus
somit völlig unstatthaft. Wenn die Erde kein Treibhaus ist, ist
auch die eigenartige Konstruktion eines „Treibhauseffektes“
hinfällig. Selbst eine totale Entfernung des Kohlendioxids aus der
Atmosphäre würde am Wetter nichts ändern, hätte aber fatale
Folgen für alles Leben auf Erden! 2. Das
„Klima“ ist ein theoretisch errechnetes Konstrukt anhand des
vergangenen Wetters. „Klima“ ist eine reine Abstraktion, die
keinerlei Eigenleben hat, sich also auch nicht wandeln kann. Allen
erdgeschichtlich rekonstruierten Veränderungen des Klimas gingen
Wetteränderungen voraus, mögen sie durch Veränderungen auf der
Sonne oder auf der Erde, durch Änderungen der Umlaufparameter,
durch tektonische Hebungen und Senkungen, Kontinentalverschiebungen
etc. ausgelöst worden sein. Oppenheim, den
18. Januar 2008 Dr. Wolfgang Thüne Achtung: Am 22. Januar jährt
sich zum 22. Male die von der DPG der Presse vorgestellte
„Warnung vor einer drohenden Klimakatastrophe“! v.i.S.d.PG: Dr.
Wolfgang Thüne, Wormser Str. 22, 55276 Oppenheim am Rhein
|
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |