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Links zur Dokumentation: Schmiergeld-Kampagne
gegen ExxonMobil entlarvt Im
Wall Street Journal erschien am 9. Februar 2007 der nachstehende Artikel, den
wir ins Deutsche übersetzt haben. "Weltweite Klimaerwärmung:
Verleumdungskampagne Mark Twain bemängelte einst, eine Lüge könne um die
halbe Welt reisen, bevor die Wahrheit an den Tag komme. So geschehen in der jüngsten
Debatte um den Klimawandel, in der sich politische und mediale Aktivisten bemühen,
jeden zu brandmarken, der ihrem "wissenschaftlichen Konsens" nicht den
gebührenden Respekt zollt. In der letzten Woche veröffentlichte
der Guardian einen Artikel mit dem Titel "Gegen Bares sollen
Wissenschaftler Klimastudien anzweifeln". In dem Artikel wird behauptet,
das AEI (American Enterprise Institute), ein eher konservativer
"Think-Tank" in Washington, habe Zahlungen von ExxonMobil erhalten und
anschließend Klimaforschern 10.000 US-Dollar geboten, damit diese Lobbyarbeit
gegen Gesetze zur Eindämmung der globalen Erwärmung betreiben könnten. Ein weiteres Blatt, der
britische Independent, griff die Geschichte auf und behauptete: "Es ist ans
Licht gekommen, dass ExxonMobil, eines der weltweit größten Ölunternehmen,
versucht, Wissenschaftler zu bestechen, damit diese die Argumente der IPCC
(Intergovernmental Panel on Climate Change) entkräften". (Das IPCC ist das
UN-Panel zur Beurteilung des Klimawandels). Es wäre ein Leichtes, all
dies als Propaganda britischer Boulevardblätter zu ignorieren, doch vor einigen
Tagen überquerten die angeblichen "Nachrichten" den Atlantik. Dort
nahmen respektablere Medienhäuser, inklusive der Washington Post, die Story auf
- in einer mittlerweile fast gängigen Journaille-Manier. Ein Bericht von
CNNMoney.com gab zum Besten, dass "ein teilweise von ExxonMobil
finanzierter "Think-Tank" Schreiben an Wissenschaftler versende, in
denen ihnen bis zu 10.000 US-Dollar angeboten würden, damit sie die Ergebnisse
einer bedeutenden, am Freitag veröffentlichten, Klimastudie in Zweifel zögen,
der zufolge eine globale Erwärmung tatsächlich stattfinde und wahrscheinlich
auf die Verbrennung fossiler Brennstoffe zurückzuführen sei."
Hier sind nun die Fakten, soweit wir sie zusammentragen konnten: AEI hat
Wissenschaftlern kein Geld geboten, damit diese die globale Erwärmung
anzweifeln und betreibt keine entsprechende Lobbyarbeit. Das Geld, das das
Institut in Klimaforschung investiert hat, stammt nicht von ExxonMobil Was
AEI gemacht hat, ist, sich schriftlich an einige führende Klimaforscher zu
wenden - jedoch, um sie zu einem Symposium einzuladen, mit dem Ziel, "eine
Reihe politischer Empfehlungen auszusprechen, die vor dem Hintergrund eines
Klimawandels ungewissen Ausmaßes Berücksichtigung finden sollten". Einige
der eingeladenen Wissenschaftler, unter ihnen auch Steve Schroeder von Texas
A&M, sind Klima-forscher, die überzeugt davon sind, dass die globale Erwärmung
ein bedeutendes Problem darstellt Der Präsident des AEI,
Chris DeMuth, stellt fest, "was der Guardian im Wesentlichen als Bestechung
beschreibt, ist eine ganz normale Vorgehensweise bei AEI - ebenso wie bei
Brookings, Harvard und der Universität von Manchester - nämlich die Entlohnung
für Auftragsarbeiten". Er weist darauf hin, dass der Anteil von ExxonMobil
am Gesamtbudget des AEI im letzten Jahrzehnt unter einem Prozent gelegen habe Was ExxonMobil betrifft, so
meint Lauren Kerr, Direktorin im Washingtoner Büro, dass "keiner von uns
jemals von diesem AEI-Projekt zum Klimawandel gehörte hat, bis wir davon in den
Londoner Zeitungen erfuhren." Dazu sei am Rande bemerkt, dass die Unterstützung
solcher Forschung gängige Praxis ist bei der NASA, anderen
Regierungsorganisationen und bei liberalen Vereinigungen wie etwa den "Pew
Charitable Trusts", die Milliarden US-Dollar dafür ausgegeben haben, einen
Zusammenhang zwischen fossilen Brennstoffen und einer globalen Erwärmung
herzustellen Wir wissen nicht, aus
welcher Quelle die Briten die "News" ursprünglich bezogen hatten,
aber die Hauptverdächtigen sind die einschlägigen Quellen bei Greenpeace. Seit
Monaten geht man dort mit solchen Verdächtigungen hausieren und die Londoner
Journaille scheint sie geschluckt zu haben wie das Mittagsbier in der Fleet
Street Selbiges haben
augenscheinlich auch einige US-Senatoren getan. Gestern schickten die Senatoren
Bernard Sanders, Patrick Leahy, Dianne Feinstein und John Kerry ein Schreiben an
Herrn DeMuth, mit dem Vorwurf, dass, "sollten diese Berichte wahr sein, sie
das Ausmaß unterstreichen würden, in dem finanzielle Interessen eine ehrliche
wissenschaftliche und öffentliche Diskussion verzerren würden." Und sie
fragen, "ob das Eigeninteresse Ihrer Geldgeber eigentlich wichtiger sei,
als ein ehrlicher Austausch über die Rettung des Planeten?" Jedes Mitglied
des AEI-Vorstandes wurde freundlicherweise mit einer Kopie dieser Schrift
versehen. Wie wir erfuhren, haben sich die Senatoren nie um einen Kontakt mit
der AEI bemüht, um den Wahrheitsgehalt dieser Berichte zu prüfen. Durch die
Wiederholung dieser Verdrehung von Tatsachen haben diese vier demokratischen
Senatoren, bewusst oder unbewusst, der Unwahrheit Vorschub geleistet ExxonMobil ist ihrerseits
nicht gewillt, diese Verleumdungskampagne einfach hinzunehmen. Bestechung erfüllt
den Tatbestand einer Straftat. Und jemanden fälschlicherweise einer Straftat zu
bezichtigen, kommt Diffamierung gleich. Laut einem Sprecher des Unternehmens,
hat ExxonMobil den Independent in einem Schreiben zu einer Rücknahme der
Anschuldigungen aufgefordert (Der Independent hat den Widerruf bereits veröffentlicht.
Die Redaktion) Aus dieser Geschichte lässt
sich nur schließen, dass die ökologisch ausgerichtete Linke und ihre
politischen und medialen Unterstützer nun meinen, es sei legitim, die Debatte
über den Klimawandel und seine Auswirkungen zu unterbinden. Ein solches
Vorgehen ist jedoch als orthodox - im Sinne von starr und unnachgiebig -
anzusehen. Und die Wissenschaft hat, zumindest bisher, den Anspruch erhoben,
sich gegen ein solches Vorgehen zu wehren" |