 
DE PII MAGISTRATUS OFFICIO, IURE,
AC POTESTATE IN RELIGIONE ET ECCLESIIS AD VERBI
DEI NORMAM REFORMANDIS CARMEN ELEGIACUM, ILLUSTRI AC GENEROSO COMITI WOLFGANGO ERNESTO, DOMINO AB ISENBURG COMITI A BUDINGEN ET BURSTEIN, IN PERPETUAM PIETATIS IPSIUS LAUDEM AC MEMORIAM SUBIECTIONIS ET HONORIS ERGO SCRIPTUM AB Antonio Praetorio Lippiano Westphalo, hactenus Tutelshaemij Palatinae deinceps vero Burstaenij
Isenburgicae Ecclesiae Ministro.
Diese Schrift besteht aus 234 lateinische Distichen.
Inhaltlich ist der Text ein informatives Dokument für die Vorstellungen und
diese tragenden biblischen Begründungen der Zeit um 1600, wenn man nach den Pflichten und den Rechten
eines Fürsten zur Durchsetzung der "wahren Religion" fragt. Was darf,
was soll der Inhaber weltlicher Macht tun, wenn es um religiöse Reformen geht? Welche Alternativen sieht
Praetorius zur Gewaltanwendung? Gerade in unserer Zeit ist diese Fragestellung
hochaktuell, wie uns die öffentlichen Medien täglich vielfach vor Augen
führen. Sie stellt sich nicht nur führenden Politikern. Auch der mündige
Bürger muß sich mit ihr auseinandersetzen. Von besonderer Aktualität ist der Umstand, daß die Ursache für das kirchliche Reformbedürfnis im damaligen Klima, einer Art "Kleiner Eiszeit",
zu finden ist. Rückkehr zu wahrer Frömmigkeit und Gottesverehrung soll den göttlichen Zorn besänftigen. Mit zunehmender Klimaverschlechterung stieg gleichzeitig die Zahl der unter
grausamer Folter geständigen Wetterhexen, welche dann verbrannt wurden.
In der Verbindung des lateinischen Textes mit der jeweils gegenüberstehenden
Übersetzung eignet sich diese Schrift auch für den Einsatz in der Schule,
insbesondere in den Fächern Religion, Ethik, Sozialkunde und Geschichte.
Zur Bestellung hier klicken.
|
|
|