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Realsatire?

Es gab einmal Wetterhexen, die gar keine waren. Das Wetter um etwa 1600 war nämlich fast immer einfach grottenschlecht und das Klima war demzufolge entsprechend grauenhaft. Die Menschen kamen vor Hunger nicht in den Schlaf und suchten schlaflos nach Ursache und Schuld. Eine Ursache fand man nicht. Man war einfach zu unwissend. Eine Schuld war auch nicht festzustellen. Aber die Schuldigen fand man schnell heraus. Man brauchte nur ein wenig zu foltern, manchmal auch ein bißchen mehr, und schon hatte man Schuldige in großer Zahl, die bekannten mit dem Teufel im Bunde zu stehen und jegliches Unwetter machen zu können und auch gemacht zu haben. Das letztere stimmte augenscheinlich immer, das erstere wurde nie überprüft. Wer leugnete, Wetter gehext zu haben oder hexen zu können, wurde einfach etwas mehr gefoltert, dann konnte er Wetter hexen. Daran zu zweifeln war lebensgefährlich. Dann wurde man zum Hexenfreund erklärt und gleich mitverbrannt. - Eine makabre Nutzanwendung zwecks Klimaerwärmung.

Im Jahre des Herrn 2007 hat sich die Welt in diesem Punkt mächtig verändert. Keine angeblichen Hexen werden mehr gezwungen zu glauben, was sie nicht glauben. Nein, überzeugend und völlig freiwillig behauptet eine gewisse  Angela, nicht nur das Wetter von morgen, sondern dasselbe der nächsten 100 Jahre auf zwei Grad genau machen zu können, wenn man nur auf fast alles verzichte und alles zahle, was sie verlange. Im Falle der Weigerung wird als Folterersatz angedroht, sie werde dann alles verlangen, so daß man nichts mehr habe. Im übrigen müsse man froh sein, zwecks CO2-Vermeidung nicht verbrannt zu werden. 

Burghard Schmanck

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