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Dr. Wolfgang Thüne Werkstatt für Wetterkunde
55276 Oppenheim
Wormser Str. 22
15.11. 2008


CDU-Bundesgeschäftsstelle
Die Parteivorsitzende
Klingelhofer Str. 8
10785 Berlin

nachrichtlich:
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Platz der Republik 1, 10111 Berlin
CSU-Landesleitung, Nymphenburger Str. 64, 80335 München

Bezug: Mein Schreiben vom 10.07.08; Antwort vom 17.07.08 (g/wirt/Bürgerbriefe)
Meine Schreiben vom 27.07.08 und 02.10.08


Sehr geehrte Frau Parteivorsitzende Dr. Merkel,

er rückt unaufhaltsam näher, der CDU-Programm-Parteitag Anfang Dezember in Stuttgart, und noch immer habe ich keine Antwort von Ihnen auf mein Angebot, Ihnen als Wetterberater hilfreich bei der Suche nach einem Ausweg aus der selbst verschuldeten Klimafalle beiseite stehen zu wollen.

Wenn Ihr beharrliches Schweigen Ausdruck dafür ist, mit welcher Energieeffizienz Sie den Klimaschutz angehen und in den Rang des „Schöpfungsschutzes“ erheben wollen, dann könnte der Verdacht entstehen, dass Sie zwar verbal dem Zeitgeist huldigen wollen, aber dem Vorhaben keine wirkliche Bedeutung beizumessen scheinen.

Was verstehen Sie unter Schöpfung? Teilen Sie mit mir die Meinung des russisch-amerikanischen Physikers Isaac Asimov in dessen Buch „Wege und Irrwege der Wissenschaft“? Er sagt: „Erstens entstand Wissenschaft als Schöpfung von Menschen und nicht als Offenbarung… Zweitens offenbart uns die Geschichte tiefe Wahrheiten über die Menschlichkeit der Wissenschaftler… Unglücklicherweise werden sie meist als „unfehlbar“ gekennzeichnet – und dies kann das Bild der Wissenschaft auf eine nicht wieder gutzumachende Weise verzerren.“

Genau diesen Status der „Unfehlbarkeit“ maßen sich all die Klimaexperten an, die von den Staaten in das internationale Schiedsgericht IPCC entsandt wurden. Es waren speziell „Klimaphysiker“, die den „Treibhauseffekt“ erfunden, ja geschaffen haben, um das apokalyptische Untergangsszenario „Klimakatastrophe“ zu begründen. Will die CDU diesen unsäglichen menschlichen Schöpfungsakt unter göttlichen Schöpfungsschutz stellen? Verhindern Sie dies, denn der Schöpfer von Himmel und Erde hat bestenfalls das Wetter geschaffen, um ihm dann völlig freien Lauf zu lassen. Das Konstrukt „Klima“ ist Menschenwerk!

Zur Begründung noch einmal Asimov: „Wissenschaftler teilen mit allen menschlichen Wesen (auch Politikern) das große und unveräußerliche Recht, gelegentlich zu irren, zuzeiten sogar gewaltig zu irren, ja geradezu großartig zu irren.“ Offensichtlich sind auch Sie als Physikerin dem Irrtum erlegen, der Mensch könne das Klima schützen, den Klimawandel aufhalten wie die Erderwärmung eindämmen. Ich habe den Eindruck, dass Sie inzwischen aus diesem Irrtumsdschungel mangels Kompass nicht mehr ohne politischen Flurschaden herausfinden. Daher habe ich mich freundlicherweise Ihnen als Wegweiser und Wetterberater angeboten.

Natürlich kann ich Sie nicht hindern, mein Angebot weiter zu ignorieren. Doch dann könnte eine völlig andersgeartete Klimakatastrophe schneller über Sie hereinbrechen, vor der als Neigungskatastrophe Ihre unfehlbaren Klimaexperten Sie nicht gewarnt haben. Sie könnten trotz des Deckmantels „Schöpfungsschutz“ für das utopische Vorhaben „Klimaschutz“ plötzlich in den Augen der Weltöffentlichkeit in des „Kaisers neuen Kleidern“ dastehen. Auch dies gilt es zu vermeiden.

Wollen Sie, dass CDU wie CSU blind zu quasiatheistischen Parteien werden, die sich über die Schöpfung erheben und nach alter DDR-Weise singen: „Ohne Gott und Sonnenschein bringen wir die Ernte ein!“?  Eine derart großsprecherische Blasphemie rächt sich. Die „Zehn Gebote“ des „Bund Katholischer Unternehmer“ beginnen daher auch mit der eindringlichen Mahnung:

„1. Spiele dich nicht als Herrgott auf und halte dich nicht für allwissend oder allmächtig. Höre auf dein Gewissen... Sei kritisch dem Zeitgeist gegenüber und orientiere dich an bleibenden Werten.“ Schon Kant empfahl: „Sapere aude“! Und das Gebot 10. des BKU lautet: „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut. Zügele deine Begehrlichkeit.“ Dies gilt insbesondere für die dem „Klimaschutz“ dienen sollenden „Ökosteuern“, die ob ihrer sozialen Ungerechtigkeit regelrecht zum Himmel schreien und doch prinzipiell nichts am Wetter ändern können.

Eine noch weitaus gigantischere Begehrlichkeit wecken die errechneten Milliarden-Gewinne aus dem Handel mit Emissionsrechten. Hier könnte eine „Spekulationsblase“ entstehen, die alles Bisherige in den Schatten stellt und noch weitaus größer werden wird als bei der derzeitigen Finanzkrise.

Als Wetterberater könnte ich Ihnen eines prophezeien: Auch wenn der Emissionshandel in voller Blüte stehen und in Sekundenbruchteilen Milliarden an US$ um den Erdball von Tasche zu Tasche wandern sollten, die Allgemeine Zirkulation wird nicht die geringste Notiz davon nehmen und das Wetter wird weiter ebenso unberechenbar wie unbeständig sein und mit dem sich in seiner Hybris allmächtig fühlenden Menschen „Katz und Maus“ spielen.

Quo vadis CDU? Sie als Vorsitzende haben es in der Hand und tragen die Verantwortung!

Mit wetterfreundlichen Grüßen



Dr. Wolfgang Thüne, Dipl.-Met.

 

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