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CDU-Bundesvorsitzende Klingelhofer
Str. 8 10785
Berlin nachrichtlich: CDU/CSU-Bundestagsfraktion,
Platz der Republik 1, 10111 Berlin CSU-Landesleitung,
Nymphenburgerstr. 64, 80335 München Schreiben vom 10.07.2008; Antwort vom 17.07.2008 /g/wirt/Bürgerbriefe/MB-080617-2) Schreiben vom 27.07.2008
Sehr
geehrte Frau Vorsitzende, zur
Verleihung des Ehrendoktortitels durch die Universität Breslau möchte
ich Ihnen von Herzen gratulieren. Gleichzeitig möchte ich Sie bei dieser
Gelegenheit an mein Angebot erinnern, mich zu Ihrem persönlichen
Wetterberater zu berufen. Durch jedes weitere Zögern verlieren Sie
wertvolle Zeit und kommen ab von ihrem Ziel. Sie
wurden in Breslau insbesondere deswegen gewürdigt, weil ihre politische Tätigkeit
durch „die Weisheit eines Gelehrten“ gekennzeichnet sei. Dies war kurz
vor den bayerischen Landtagswahlen. Die Enttäuschung danach konnten Sie
trotz charmanten Lächelns nicht verbergen. Warum hat keiner ihrer
Klimaberater, weder Dr. Rahmstorff noch Dr. Schellnhuber,
Sie rechtzeitig davor gewarnt, dass das Klima umschlagen und eine
Klimakatastrophe auslösen könnte? Immerhin haben 17 % der Wähler ihre
Zuneigung von der CSU abgewandt und anderen Gruppierungen zugewandt! Schneller
als zu erwarten hat ihre politische Entscheidung, die Physikerkollegen als
Klimaexperten an den Kanzlerhof zu berufen, sich als Fehlgriff erwiesen.
Beide sind der Komplexität der Materie nicht gewachsen, sind sie es doch
gewohnt, im PIK Potsdam nur mit naturfernen Modellen und rein
theoretischen Szenarien zu spielen. Die
Komplexität des Klimas und seine vielfältigen, von variablen Raum- und
Zeitskalen abhängigen Pendelungen und Schwankungen zu erfassen, setzt
eine tiefgehende meteorologische Praxis voraus. Außerdem ist Klima nicht
Ursache, sondern Folge der unendlichen Wettervielfalt auf dem Erdenrund.
Solange der Mensch das Wetter nicht beeinflussen und steuern kann, muss er
sich ihm anpassen, um keinen Schaden zu erleiden oder solche zu
minimieren. Diese
vom Wesen des Wetters erzwungene Reaktionsschnelligkeit besitzen alle ihre
bisherigen Klimaexperten, angefangen mit Dr. Graßl,
nicht: Mit ihm publizierten Sie als Umweltministerin über die KAS ein
Heftchen, das die Frage schmückte: „Ist das Klima noch zu retten?“
Wenn ein Berater in Kenntnis der WMO-Definition des Begriffes Klima überhaupt
solch eine Frage stellt, dann ist er untauglich. Der Begriff Klima ist
eine Abstraktion, eine Hilfsgröße! Über den Sinn von Abstraktionen hat
sich Friedrich Engels 1878 in seiner „Dialektik der Natur“ Gedanken
gemacht. Als
Studentin der Physik in Leipzig haben Sie sicher Engels gelesen und können
sich gut erinnern. Als Beispiel für eine Abstraktion wählte Engels den
Begriff Obst. Dieses soll sehr gesund sein und wird daher von jedem Arzt
empfohlen. Doch nach Engels kann man Obst nicht essen, weil es ein
abstrakter Sammelbegriff ist. Was man essen könne, seien Äpfel, Birnen,
Kirschen, Pfirsiche, aber kein Obst! Der Begriff Klima ist solch eine
Abstraktion. Mit ihr versuchen die Klimatologen das „mittlere
Wettergeschehen“ an einem Ort zu beschreiben, wobei dies immer erst dann
möglich ist, wenn das Wetter, das zu den irreversiblen Naturvorgängen
gehört, vorbei ist. Erst dann, normalerweise nach 30 Jahren, sind die
gesammelten Wetterdaten bereit für eine statistische Bearbeitung. Mögen
sich die IPCC-Klimaexperten untereinander auf
internationalen Ebene auch mit Nobelpreisen schmücken oder sich national
gegenseitig mit Geldpreisen über Mittel der Bundesumweltstiftung überhäufen,
der wissenschaftliche Erkenntnisfortschritt ist null und nichtig. Seit
mehr als 30 Jahren werden stereotyp all die Wetterextreme verkündet, die
immer schon aufgetreten sind und künftig auch auftreten werden. Ort und
Zeitpunkt werden nie genannt, sondern immer gesagt: es wird alles
schlimmer werden! Ihre
Entscheidung eilt deswegen, weil am 1. 12. 08 in Stuttgart ein Parteitag
stattfindet und ein Antrag des Bundesvorstandes zur „Bewahrung der Schöpfung“
verabschiedet werden soll. In der Präambel findet sich der blasphemische
Satz: „Der globale Klimawandel ist bereits heute Realität – er
beschleunigt sich und wird zur Gefahr für die Schöpfung…“ Nun, 1.
wandelt sich das Klima seit Urzeiten; es war nie konstant! 2. konnten
weder die Glazial- noch die Interglazialzeiten je die Schöpfung gefährden.
Wie sagte bereits Heraklit? „Alles fließt!“ Alles ist in Bewegung und
nichts bleibt, wie es ist! Und wir wollen diesen natürlichen Gang
aufhalten? Den Klimaschutz als Kernziel christlich-demokratischer Politik
zu erklären, ist schlicht dummes Zeug, ist naturferne Anmaßung, ist
Hybris und damit Gotteslästerung. Sie
kennen sicher das Kirchenlied „Der Mond ist aufgegangen“. In der 4.
Strophe singt die Gemeinde: „Wir stolzen Menschenkinder / sind eitel
arme Sünder / und wissen gar nicht viel. / Wir spinnen Luftgespinste /
und suchen viele Künste / und kommen weiter von dem Ziel.“ Ich
möchte als ihr Wetterberater, von dem auch die Schwesterpartei CSU
profitieren kann, Sie nicht weiter weg, sondern näher an das Ziel heranführen.
Entscheiden Sie schnell, denn „tempus fugit“
und mit ihr die Chancen. Mit
freundlichen Grüßen Dr.
Wolfgang Thüne Wetterkundler |
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