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Burghard Schmanck, Thünen 22, 59368 Werne, Tel.: 02389 4030373

 

Der messianische Charakter der Seligpreisungen

bei

Matthäus

A       Eingangsbetrachtungen

Einigkeit der Exegeten besteht darüber, daß der Verfasser des Matthäus-Evangeliums sich an Christen aus dem Judentum wendet. Die zahlreichen Zitate aus dem Text des Alten Testamentes zum Nachweis des Messiasamtes für Jesus von Nazareth setzen einen entsprechend vorgebildeten Leserkreis voraus. Für die Exegese eines Matthäustextes ist es daher nützlich, auch speziell danach zu fragen, wie einzelne Textteile von einem Juden, der in Jesus den im Alten Testament von Gott verheißenen Messias erkennen sollte, verstanden werden konnten. Es soll hier also keine völlig neue Deutung der Seligpreisungen bei Matthäus unternommen werden. Es geht auch nicht darum, bestimmte Darstellungen zu diesem Thema zu widerlegen oder zu bestätigen. Es dürften nämlich selbst die unmittelbar Jesus Zuhörenden sehr verschiedene Gefühle, Gedanken und Assoziationen mit den Worten Jesu verknüpft haben.

Die folgende Untersuchung gilt also ausschließlich der Frage, wie ein Jesus zuhörender oder das Evangelium des Matthäus lesender Jude, der mit dem Text der LXX oder einer anderen griechischen Übersetzung des AT vertraut war und ihn auf dem Hintergrund des hebräischen Urtextes zu deuten wußte, die Seligpreisungen Jesu verstehen konnte.

1.      Der Evangelist Matthäus und der Text der Septuaginta (LXX)

Matthäus zitiert die LXX oft wörtlich, wobei selbst die Überlieferungsvarianten in AT und NT einander gleichen. Als Beispiel nenne ich Mt 1,23, wo das Zitat buchstabengetreu mit Jesaias 7,14 übereinstimmt und sogar die Varianten καλέσεις/καλέσουσιν gemeinsam sind. Die wörtlichen LXX-Zitate des Mt sind so zahlreich und auffällig, daß man wohlbegründet annehmen kann, daß dem Evangelisten bei der Abfassung seiner Schrift eine griechische Version des AT vorgelegen hat und auch sehr vertraut war.

Matthäus deutet auch Kenntnisse des hebräischen AT an, wenn er, wie z.B. in 1,23, den für Griechen unverständlichen Namen „Emmanuel“ übersetzt.

Für das mir gestellte Thema brauche ich diese Untersuchung nicht weiter fortzuführen. Ich gehe davon aus, daß ein hellenistischer Jude atl. Zitate dank intensiver Schulung sehr wohl auf dem hebräischen Hintergrund zu verstehen vermochte.

2.       Verfahrensgrundsätze

Bei der Exegese einer jeden einzelnen Seligpreisung gehe ich von folgenden Voraussetzungen aus: Selig gepriesen werden Menschen, weil einer bestimmten persönlichen Disposition ein diesbezügliches Äquivalent zuteil wird. Disposition der Betroffenen und Grund der Seligkeit müssen ferner deutlich messianischen Charakter haben, da nur unter der Voraussetzung, daß Jesus hier messianisches Heil verkündet, eine derart überschwengliche Seligpreisung angemessen erscheint.

Ferner möchte ich mich bei der Untersuchung der einzelnen Vokabeln und Wortgruppen der Seligpreisungen auf Deutungen und Verständnisgrundlagen beschränken, die aus der Kenntnis von Texten des Alten Testamentes und aus dem Text des Matthäusevangeliums bis zum Beginn der jeweils zu untersuchenden Textstelle verfügbar sind. Einmal würde meine Arbeit sonst zu umfangreich. Dann aber gehe ich auch von der Annahme aus, daß der Evangelist Matthäus es seinen Lesern nicht zumuten wollte, zum Verständnis von Kapitel 5 etwa mühsam in späteren Kapiteln herumsuchen zu müssen.

3.       Quellenbenutzung

Offensichtlich ist die Übersetzung der Seligpreisungen nicht einfach. Der allgemein übliche und nächstliegende Sinn der griechischen Worte führt nicht unbedingt zu dem vom Autor gemeinten Inhalt. Die Ursprache messianischer Themen ist eben nicht das Griechische, sondern Hebräisch in der Form, wie wir es heute noch in den Texten des Alten Testamentes vorfinden.

Wenn also eine Textstelle des Neuen Testamentes nicht auf Anhieb ihren Sinn preisgibt, kann eine Überprüfung der vorkommenden Vokabeln, Begriffe und Wortgruppen auf dem Hintergrund ihrer Bedeutung in der LXX neue Deutungsmöglichkeiten ergeben, wobei den hebräischen Äquivalenten eine besondere Rolle zukommt.

Um meine Arbeit lesbar zu halten und Wiederholungen von Bekanntem weitgehend zu vermeiden, beschränke ich mich daher bei der Literaturbenutzung auf gängige Lexika und Textausgaben. Nennen möchte ich hier nur das Theologische Wörterbuch zum Neuen Testament, herausgegeben von G. Kittel und G. Friedrich, Bände I bis X/2, 1933 - 1979. Diesem Jahrhundertwerk entnehme ich alle Informationen zum griechischen Vokabular der Seligpreisungen, den hebräischen Äquivalenten usw.

B       Die Seligpreisungen nach Matthäus

Matthäus läßt in 4,17 Jesus begründen: „genähert nämlich hat sich die Königsherrschaft der Himmel.“ Diese Aussage ist Anlaß und Inhalt der Verkündigung Jesu in Galiläa und weiteren Gegenden. Zeitpunkt und Ort der Bergpredigt werden nicht genannt. Erwähnt werden nur ein Berg und als Zuhörer eine ungeordnete Menge und die Schüler Jesu. Diese Äußerlichkeiten bleiben recht unbestimmt. Eindeutig und mehrfach fixiert Matthäus die Thematik der Verkündigung Jesu, den Anbruch der messianischen Heilszeit (4,23) und deren Zeichen (4,24), die allerdings Jesus selbst wirkt. Dieser letztere Umstand unterscheidet ihn deutlich von anderen Lehrern. Damit ist auch für die Zuhörer ein besonderer Erwartungshorizont gegeben.

1. Mt 5,3

Die erste Seligpreisung entspricht offensichtlich dem messianischen Charakter des Kontextes. Selig werden hier Leute genannt, weil ihrer die Königsherrschaft der Himmel ist. „Μακάριοι“ bezeichnet demnach eine einzigartige, unüberbietbare Freude, die in der göttlichen Dimension des zuteil gewordenen Glücks ihren Grund hat.

ΒΑΣΙΛΕΙΑ

Schon bei seiner Geburt bezeichnen in Mt 2,2 die Magier Jesus als König der Juden. In 3,2 verkündet Johannes „das Königtum der Himmel“. In 3,3 wird Jesaias 40,3 zitiert: „Bereitet den Weg für Jahwe“. „Die Himmel“ öffnen sich über Jesus (3,16). In 4,17 verkündet Jesus selbst „die Königsherrschaft der Himmel“, während in 4,23 gesagt wird, daß er in den Synagogen lehrt und „die gute Nachricht von der Königsherrschaft“ überbringt. An dieser Stelle ist der Ausdruck „βασιλεία“ bereits so sehr inhaltlich geprägt, daß Matthäus die üblichen Zusätze, wie „θεου“ oder „των ουρανων“ wegläßt. Es bleibt nur noch die Frage zu beantworten, warum Matthäus vorzugsweise „βασιλεία“ mit „των ουρανων“ ergänzt anstatt mit θεου“. Ein gewollter Bedeutungsunterschied ist nicht nachweisbar. Eher scheint Matthäus hier sich wörtlich an den hebräischen Grundbegriff gehalten zu haben - malkut schamaim.

ΡΝΕΥΜΑ

Schwierig ist die Definition derer, denen dieses Glück zuteil wird. Wer sind die „πτωχοι τω πνεύμα-τι“? Rein vokabelmäßig bezeichnet „πτωχός“ den Zustand des Bettlers und bietet das, wonach jemand bettelnd ist, im Dativ[1]. Selig werden also hier Menschen genannt, denen als nach „ τω πνεύματι „ bettelnden die Königsherrschaft Gottes zuteil wird. Logischerweise kann in diesem Zusammenhang aus der großen Bedeutungsbandbreite des Wortes „πνευμα“ nur die Übersetzung richtig sein, die dem engsten Kontext entspricht. Mit „πνευμα“ kann also hier nur göttlicher Geist gemeint sein, wie in Jesaias 61,1: „Geist Jahwes auf mir“.

Dem Leser des Matthäusevangeliums ist der Begriff „πνευμα“ in 5,3 bereits bekannt. In 1,18 wird die Schwangerschaft Marias auf „heiligen Geist“ zurückgeführt. Josef wird in 1,20c mit denselben Worten vom Engel informiert. In 3,11 spricht Johannes von der Taufe „in heiligem Geist“. In 3,16 kommt „Geist Gottes“ auf Jesus herab. „Von dem Geist“ wird Jesus nach 4,1 in die Wüste geführt. In allen diesen Beispielen vor 5,3 ist also mit „πνευμα“ ausschließlich Wirken Gottes gemeint. Wir finden entweder „πνεύματος αγιου“, „πνευμα θεου“ oder stärker personalisiert mit bestimmtem Artikel „του πνεύματος“ bzw. „τω πνεύματι“ ohne Zusatz. Der gesamte Matthäustext vor 5,3 ergibt also keinerlei Hinweis darauf, daß „πνευμα“ in 5,3 anders als bisher, nämlich mit menschlichem Geist oder Gemüt gleichzusetzen sei.

Ganz im Sinne des Alten Testamentes meint demnach hier „πνευμα“ das innere Wesen Gottes, seine wirkende Kraft - Ruach Jahwe.

ΠΤΩΧΟΣ

Die bisherigen Ergebnisse legen es nahe, dem Wort „πτωχός“ weitere Aufmerksamkeit zu widmen. In der LXX kommt es ca. 100 mal vor, am häufigsten für das hebräische „ani“. Dieses hebräische Wort bezeichnet „die Stellung der Niedrigkeit gegenüber dem Antwort Erheischenden. ...; primär drückt das Wort also ein Verhältnis u nicht eine soziale Notlage aus.“(ThW 6,888,10-15). „Indem der Mensch, der wirklich ani Jahwes ist, sich ihm gegenüber vertrauensvoll als solcher naht, gewinnt ani eine religiöse Bdtg: demütig u geradezu fromm...“ (25-27).

Charakteristisch für den πτωχός /ani ist, daß er sich in einem sonst aussichtslosen Streit an Gott wendet, „von dem er weiß, daß er dem Armen Hilfe zugesagt hat, die dieser nun geradezu in der Weise der Geltendmachung eines Rechtsanspruchs erheischt.“ (ThW 6,891,25-892,1).

In Jesaias 50,10b wird diese Situation des Armen so beschrieben: „Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen Jahwes und verlasse sich auf seinen Gott.“ In Jesaias 61,1 finden wir fast vollständig die Bestandteile von Mt 5,3: „Geist Jahwes auf mir, denn er hat mich gesalbt; gute Nachricht zu bringen den Armen, hat er mich gesandt.“

Aus diesen und vielen andern Texten des AT geht deutlich hervor, daß nicht irgendeine wie auch immer geartete Not Grund für die Seligpreisung sein kann, sondern die vollständige Ausrichtung auf Gott, von dem allein Heil erwartet wird. Dieses Heil ist in Jesus erschienen. Die Königsherrschaft der Himmel ist durch ihn und in ihm angebrochen. Wer sie herbeigesehnt hat wird glücklich gepriesen, weil seine Sehnsucht nun in Erfüllung gegangen ist.

Andersherum: Wer nur im Besitz und Genuß materieller Güter das Ziel seiner Wünsche sah, kann nicht selig gepriesen werden, weil er den Anbruch der Königsherrschaft Gottes nicht gewünscht hat, schon gar nicht als höchst erstrebenswertes Gut, wie den Schatz im Acker oder die kostbare Perle.

Die Begriffe „πνευμα“ und „πτωχός“ gehören also sehr eng zusammen. Beide Worte erweisen sich als von der LXX besonders geprägt. Man kann in „πτωχοι τω πνεύματι“ den Inbegriff messianischer Heilserwartung sehen, dem dann die durch Jesus verkündete und in ihm angebrochene Gottesherrschaft mit ihrer Seligkeit entspricht.

2. Mt 5,4

Wer sind die Trauernden, „οι πενθουντες“? Welcher Art ist deren Tröstung, deretwegen sie seliggepriesen werden?

ΠΕΝΘΕΙΝ

Interessant sind zu diesem Begriff einige Bestimmungen des ThW. In 6,41,5 ist von „öffentlicher Trauerbekundung“ die Rede. Bezüglich der LXX wird besonders auf Heilsweissagungen verwiesen (6,42,20f). „Erfüllt sein werden die Tage deiner Trauer.“ (Is 60,20). Offensichtlich ist also hier nicht die Rede von privater Trauer oder persönlichem Kummer, sondern von einer allgemeinen Grundstimmung fast ritueller Natur.

Damit liegt bereits die richtige Deutung dieser Vokabel im Zusammenhang der Seligpreisungen offen vor Augen. Israels Trauer ist identisch mit der Sehnsucht nach der Erfüllung der Verheißung. Wer auf die Erfüllung seines größten Wunsches harrt, kann nicht aus vollem Herzen froh sein.

ΠΑΡΑΚΑΛΕΙΝ

Im gemeingriechischen Sprachgebrauch ist die Bedeutung „trösten“ für „παρακαλειν“ nur selten und indirekt herleitbar (ThW 5,774,1-13). Erst in der LXX bekommt παρακαλειν über die hebräischen Äquivalente die Bedeutung „trösten“ (ThW 5,774ff).

Wahrer Trost kommt von Gott allein, lehrt Jesaias (57,18). „Der größte Tröster aber an Gottes Statt ist sein Knecht, zu dessen Hauptaufgaben es gehört, den Armen die frohe Botschaft zu bringen und damit παρακαλέσαι πάντας τους πενθουντας (Is 61,2).“ (ThW 5,787,35 - 788,2).

Somit besteht die Seligkeit der Trauernden nicht etwa in freundlichen Worten tröstenden Zuspruchs, sondern darin, daß die Ursache der Trauer beseitigt und damit die Trauer in größte Freude verwandelt wird.

Im Text des Matthäus wird das Futur „παρακληθήσονται“ gebraucht, während wir in Mt 5,3 die Königsherrschaft der Himmel als gegenwärtig beschrieben bekommen. Vermutlich ist dieser Tempusunterschied rein sachlich begründet. Der Tröster ist zwar bereits gegenwärtig. Die Tröstung selbst setzt jedoch das Erkennen der Anwesenheit des Trösters voraus. Erst dann wird Trauer in Freude verwandelt.

3. Mt 5,5

Warum werden die Sanftmütigen das Land erben? In welcher Beziehung soll da jemand sanftmütig sein? Was für ein Land gibt es damit zu erben? In messianischem Kontext sollte auch hier ein entsprechender Zusammenhang zu entdecken sein.

ΠΡΑΥΣ

Die lexikalische Auskunft bietet für πραύς „mild, freundlich, sanftmütig, wohlwollend“ (ThW 6,645,28). Als Gegensätze werden „rauh, hart, heftig, ...zornig, ...gewalttätig“ genannt, „soziale Tugend im menschlichen Umgang“ (646,28).

In der LXX wird 8 mal πραύς für das hebräische „ani“ gebraucht, was sicher als eine gewisse Bedeutungsverwandtschaft zu „πτωχός“ gedeutet werden muß. Ähnlich wird demnach „der sich Gott gegenüber als Knecht fühlende u ihm still u widerspruchslos sich unterordnende“ als „πραύς“ gesehen (ThW 6,647,24f). „Harren auf Gott ... nicht die überlegene Distanz des Weisen“ (648,30f). In Psalm 37,11 ist von den πραεις / anawim die Rede, die das Land erben werden.

Sie sollen sich nicht über die Bösen erregen, sich nicht ereifern wegen der Übeltäter, sondern auf den Herrn vertrauen (Ps 37,1.3).

Der Gegenbegriff „gewalttätig“ macht deutlich, daß nicht zorniges Fordern, nicht Gewaltanwendung die Verheißung zur Erfüllung bringen werden, sondern die völlige Unterordnung unter Gottes königliche Herrschaft.

ΓΗ

Wie Psalm 37,11 bereits anklingen läßt, kann „γη“ hier in der Seligpreisung nur im Zusammenhang mit der Verheißung Gottes an Abraham gesehen und gedeutet werden. „Doch die Armen werden das Land erben, sie werden Glück in Fülle genießen.“ Das hier verheißene Land kann als „das in der messianischen Herrlichkeit vollendete Palästina“ gedacht werden (ThW 1,676,26f). Im späteren Judentum wurden derartige Verheißungen von Lesern der LXX universalistisch auf die ganze Erde bezogen (676,27f.Anm.2). Auch an eine zukünftige Welt mag man denken (676,29).

ΚΛΗΡΟΝΟΜΕΙΝ

Die griechische Wortgruppe „κληρός“, „κληρονομία“ und „κληρονομειν“ bestätigt in ihrer LXX-Bedeutung die obige Deutung von „γη“. Die einfache Form „κληρός“ hat zunächst die Grundbedeutung „Los“, bezeichnet aber auch das durch Los verteilte Land, Grundstück, schließlich einfach das Erbe (ThW 3,757,22-30). In der LXX treffen sich bedeutungsmäßig „κληρός“ und „κληρονομία“ und bezeichnen, wie das hebräische „nachala“, das Land Kanaan als den Israel von Gott gegebenen Erbbesitz. „κληρός“ akzentuiert das Zugeteiltsein, während „κληρονομία“ die Dauer und Sicherheit des Besitzes hervorhebt. (ThW3,759,34-39).

„κληρονομειν“ als Verheißung zur Seligkeit weckt im jüdischen Zuhörer Jesu Erwartungen, die weit über simplen Grundbesitz hinausgehen. Hier steht die heiß ersehnte Erfüllung der an Abraham ergangenen messianischen Verheißung an. Wie ein roter Faden durchzieht der κληρονομία /nachala - Gedanke das gesamte AT. Der Besitz Kanaans durch Israel beruht auf göttlicher Setzung. Jeder Stamm, jede Familie, der einzelne Volksgenosse hat eigenen Erbanteil am Lande. Josua hat das Los „vor Jahwe geworfen“ (Jos 18,6). Der Besitz des Landes ist also Wille Gottes. (ThW 770f). Wegen der Treulosigkeit Israels ist dieser heilige Besitz immer wieder außer Kraft gesetzt, suspendiert, in Frage gestellt. Die Vollendung der Verheißung wird zur messianischen Heilserwartung und bekommt damit eschatologischen Charakter (ThW 3,772f).

Dieses Heil ist nun in Jesus erschienen. Deshalb sind selig alle, die es in frommer Unterordnung unter Gottes Plan erwartet haben.

4. Mt 5,6

Hunger und Durst sind bedrohliche Grunderfahrungen. Sättigung bringt Beseitigung dieser Nöte, jedoch nicht Seligkeit. Der Zusatz, „nach der Gerechtigkeit“, muß demnach engen Zusammenhang mit Seligpreisung haben, da durch ihn Hunger, Durst und Sättigung in einem übertragenen Sinn gebraucht erscheinen. In Amos 8,11 heißt es dementsprechend: „Seht, es kommen Tage ..., da schicke ich den Hunger ins Land, nicht den Hunger nach Brot, nicht Durst nach Wasser, sondern nach einem Wort Jahwes.“

ΔΙΚΑΙΟΣΥΝΗ

Hunger und Durst zielen nicht auf irgendeine Gerechtigkeit zur bloßen Beseitigung einer individuellen Ungerechtigkeit. Der bestimmte Artikel hebt die hier gemeinte Gerechtigkeit aus dem allgemeinen Sprachgebrauch deutlich heraus, führt zu einer gewissen Verabsolutierung und legt hier nahe, an die Gerechtigkeit Gottes zu denken.

Einen besonderen Sinn bekommt „δικαιοσύνη“ auf dem Hintergrund des atl. „sedakah“, einem Verhältnisbegriff! (ThW 2,197,10-15): „Gerecht ist, wer Ansprüchen gerecht wird, die jemand an ihn kraft eines Verhältnisses hat. Und auch Gottes Gerechtigkeit betätigt sich in erster Linie als bundesgemäßes Walten in Gemeinschaft mit seinem Volk.“ Bundesgemäßes Handeln Gottes ist natürlich in letzter Konsequenz die ersehnte Sendung des Messias.

Dementsprechend gilt auch in der Synagoge der Messias als „der Gerechte“. „Die Synagoge liebt die Bezeichnung ‚Messias unsre Gerechtigkeit’.“ (ThW2,188,21-29).

Damit ist der Sinn der 4. Seligpreisung klar: Selig wird genannt, dessen Verlangen nach der verheißenen Sendung des Messias erfüllt wird.

5. Mt 5,7

Wer sind die Barmherzigen, die Barmherzigkeit erlangen werden? Die übliche Deutung stellt nicht zufrieden. Barmherzigkeit Gottes gegenüber menschlicher Not und Schwäche bringt Erleichterung, Aufatmen, aber nicht unüberbietbare himmlische Seligkeit, wie sie dem Kontext entspricht.

ΕΛΕΟΣ

In der LXX wird „ελεος“ in der Regel als Übersetzung für „chesed“ genommen (ThW 2,475,31f). „Im AT wird durch chesed ein Verhalten (des Menschen oder Gottes) bezeichnet, das aus einem Gegenseitigkeitsverhältnis entspringt; es ist das Verhalten, das in solchem Verhältnis der eine vom andern erwarten darf, und zu dem er dem andern verpflichtet ist.“ (476,1-4). Treue ist die diesem Verhältnis entsprechende Haltung (7-8). „Auch Gottes chesed beruht auf der berith, durch die er sich dem Volke frei verpflichtet hat, so daß der Fromme an Gottes chesed appellieren kann, was freilich voraussetzt, daß der Mensch seinerseits den Bundesverpflichtungen nachgekommen ist.“ (476,23-26).

Auf dem Hintergrund des atl. Gebrauchs erhält die fünfte Seligpreisung somit einen ganz anderen Sinn, als gemeinhin angenommen. Es geht hier nicht um Barmherzigkeit als soziale Tat. Vielmehr wird hier selig gepriesen, wer wegen seines treuen Festhaltens am Bund und Erfüllung der eingegangenen Bündnisverpflichtungen nunmehr die von Gott aufgrund des geschlossenen Bundes zu erwartende Antwort erfahren darf, die Erfüllung der Verheißung, den in Jesus erschienenen Messias.

6. Mt 5,8

Wer sind die Herzensreinen? Inwiefern werden sie Gott schauen? Welcher innere Zusammenhang besteht zwischen Herzensreinheit und der Schauung Gottes? Üblich ist die Auffassung, daß, wer Gott schaut, sterben muß.

ΚΑΡΔΙΑ

Kαρδία  in der LXX und dementsprechend hauptsächlich „leeb“ im Hebräischen haben im AT vielfältig abgestufte Bedeutung. Wichtig für unsern Zusammenhang sind alle Bedeutungen, die in καρδία / leeb den personalen Kern des Menschen sehen. „Der ganze Mensch mit seinem inneren Sein u Wollen ist in leeb begriffen.“ (ThW 3,610,45). „Im Herzen wurzelt die religiös-sittliche Haltung. Mit dem Herzen dient man Gott ... das Herz der Frommen ... vertraut auf Gott ... ist ihm treu ... Der Fromme ist reinen Herzens...“ (611,1-5.15).

ΚΑΘΑΡΟΣ

Wie bei καρδία schon angedeutet, kommt im Zusammenhang der Seligpreisungen für καθαρός nur eine religiöse, kultische Reinheit infrage, eine Reinheit, die den ganzen Menschen mit seinem inneren Sein und Wollen betrifft (ThW 3,610,45). Ferner muß die hier gemeinte Reinheit eine spezifisch jüdische sein, die den auf Jahwes Verheißung harrenden Juden charakterisiert. Dieser Jude hat alles gemieden, „was mit fremdem Kult zusammenhängt und damit Jahwe zuwider ist.“ (ThW 3,419,12). Er ist tief in seinem Herzen Jahwe treu, „ein wahrer Israelit, in dem kein Betrug ist“ (Joh 1,47).

Reinheit ist Vorraussetzung für Begegnung mit Gott. Die entscheidende Gottesbegegnung Israels liegt in der Erfüllung der Abraham gegebenen Verheißung, besteht in der Teilhabe an der nahegekommenen königlichen Herrschaft Gottes und bedeutet damit Seligkeit.

7. Mt 5,9

Was bedeutet Friedensstiftung in messianischem Kontext? Schlichtung von Streit, Vermittlung zwischen Feinden und Versöhnung sind immer lobenswerte Taten. Eine spezifisch messianische Qualität kommt derartigen Leistungen ebensowenig zu, wie dem Betteln nach Almosen.

ΕΙΡΗΝΗ - SCHALOM

„Friedenszeit“, „Friedenszustand“, „Unterbrechung des ewigen Kriegszustandes“ (ThW 2,399,1.2) befriedigen als Übersetzung von ειρήνη exegetisch nicht. Mehr dagegen läßt sich aus dem hebräischen „schalom“ gewinnen, welches das ThW einerseits als „abgegriffenste Münze“, andererseits aber auch als „mit konzentriertem religiösem Inhalt gefüllt“ charakterisiert (400,23f).

Die Grundbedeutung von schalom ist nicht „Friede“, - das wäre eine Verengung - sondern „Wohl-sein“ (400,35f). Über „das Wohlbefinden eines Volkes“ läßt sich schalom als eine „Verhältnisbestimmung“, „ein Verhältnis friedlichen Einvernehmens“ (401,4.f) definieren. Sehr eng verknüpft mit schalom erscheint „berith“. Schalom ist demnach ein Vertragsverhältnis und wird zum „Ausdruck für ein Verhältnis des Friedens, das von der Gesinnung derer, die den Bund schließen, abhängig ist. Kein Wunder, daß der Begriff schalom in dieser Betonung dazu geeignet war, die letzten prophetischen Erkenntnisse über das Verhältnis zwischen Gott und Gottesvolk anzudeuten.“ (ThW 2,401,9-25).

Jahwe gewährt dem Volke „berith schalom“. Jes. 54,10: „Meine Gnade wird nicht von dir weichen, und der Bund meines Heils (berith sch'lomi) soll nicht wanken.“ (401,26f). Güter und Werte, die das Wort schalom umfaßt, sind Gabe Jahwes, werden von ihm erbeten und auf ihn als Geber zurückgeführt. Somit wird schalom, „wo es in seinem Vollgehalt verwendet wird, ein religiöser Begriff.“ Der religiöse Akzent von schalom dürfte sogar älter sein als die rein profane Verwendung. (401,29-40).

ΕΙΡΗΝΟΠΟΙΟΙ

Wenn schalom allein Gabe Jahwes und nicht Menschenwerk ist, dann kann für ειρηνοποιοί nicht angenommen werden, daß hier Menschen als Friedensstifter in einem rein profanen Zusammenhang zu denken sind. Nach allem bisher Gesagten liegt es nahe, die ειρηνοποιοί als diejenigen zu verstehen, die Voraussetzungen für schalom als Gabe Jahwes schaffen, die also entsprechend der engen Beziehung zwischen schalom und berith durch getreues Festhalten am Bunde Jahwes, durch Erfüllung der Bündnisverpflichtung ihrerseits, die entsprechende Antwort Jahwes ermöglichen.

ΥΙΟΙ ΘΕΟΥ

Das Vater-Sohn-Verhältnis umschreibt die „Beziehung Jahwes zu Israel oder den Israeliten“ (ThW 8,352,21ff). Auf Seite 353 charakterisiert das ThW die zwei Seiten dieser Beziehung, in der einerseits die Herrschaft und Eigentums- und Verfügungsgewalt des Vaters, anderseits die Unterordnung des Sohnes, also die Unterwerfung Israels unter Jahwe anklingen. Auch Heimsuchungen und erziehende Strafe gehören zum väterlichen Handeln, sind Ausdruck väterlicher Liebe. Der Vater wartet auf die Umkehr verlorener Söhne und ist bereit, sie wieder als Söhne anzunehmen (353,28-32).

Söhne Gottes werden also die genannt, die sich bündnisgemäß wie Söhne verhalten und dadurch die Voraussetzung für umfassendes „Wohlsein“ als Gabe Jahwes schaffen.

8. Mt 5,10

In dieser Seligpreisung taucht wieder der Begriff „δικαιοσύνη“ „ auf, aber anders als in V.6 ohne bestimmten Artikel. Dementsprechend kann an dieser Stelle analog zu V.6 nur bundesgemäßes Verhalten von Israeliten gemeint sein, die wegen ihrer Treue zum Jahwebund Verfolgung erleiden.

ΔΙΩΚΕΙΝ

In der LXX hat διώκειν vielfach die Bedeutung religiöser Verfolgung, besonders in den Psalmen (ThW 2,232,47ff). In dieser Form paßt die Vokabel sehr gut in dem messianischen Kontext. Nicht irgendeine profane Gerechtigkeit im Verhalten anderen Menschen gegenüber zieht hier Verfolgung auf sich, sondern die praktizierte Bundestreue der Israeliten bringt religiös motivierte Verfolgung.

Natürlich erfolgt die Seligpreisung nicht wegen erlittener Verfolgung, sondern rein deshalb, weil jetzt Gott, der andere Bündnispartner, mit der Königsherrschaft der Himmel seinen Vertragsanteil, seine „δικαιοσύνη“ einbringt, die dem auch in Verfolgung treu gebliebenen himmlische Seligkeit bedeutet.

9. Mt 5,11.12

Vers 11 bringt eine doppelte unerwartete Wendung in der bisherigen Abfolge der Seligpreisungen. Mit „μακάριοι εστε“ werden einerseits die Zuhörer direkt angesprochen. Andererseits bringt Jesus mit „ένεκεν εμου“ sich selbst in unmittelbaren Zusammenhang mit allem bisher Gesagten. In V.12 wird dann der Makarismus noch zweifach gesteigert mit „χαίρετε και αγαλλιασθε“. Als Grund hierfür wird „viel Lohn in den Himmeln“ genannt. Der Schluß von V. 12 mit dem Hinweis auf die Verfolgung der Propheten zeigt nochmals deutlich den messianischen Kontext auf. Sie, die Propheten, mahnten das Volk Gottes immer wieder zur Bundestreue, forderten diese auch von den Machthabern und erlitten dafür vielerlei Gewalt. Im Bekenntnis zu Jesus als dem erschienenen Messias soll nun die Bundestreue Israels ihre Vollendung finden.

Die Ankündigung von Schmähung, Verfolgung und Verleumdung für die Treuen verkündet ihnen damit aber auch das Schicksal der Propheten. Dementsprechend wird der viele Lohn erst „εν τοις ουρανοις, „in den Himmeln“, in Aussicht gestellt. Damit wird deutlich gesagt, daß die wahre Königsherrschaft Gottes eben keine irdische Reichsgründung hier auf dieser Erde in dieser Zeit mit Ministerposten für die ersten Mitglieder sein wird.

C       Zusammenfassung

Der Evangelist Matthäus bietet 9 Seligpreisungen, von denen die ersten 8 in den Details ihrer Kernaussage übereinstimmen: Das Jahwe-treue Israel wird selig gepriesen, weil die Stunde der Erfüllung der an Abraham ergangenen Verheißung gekommen ist. Wenn man davon ausgeht, daß Matthäus in seiner Fassung der Bergpredigt Jesu mehrere einzeln gehaltene Reden in ihren repräsentativen Aussagen kombiniert hat, dann ist jeweils eine der ersten 8 Seligpreisungen als Einleitungsmotto, als messianische Begrüßung denkbar.

Die achte Seligpreisung mit dem Thema erlittener Verfolgung wegen Treue zum Jahwebund hat Matthäus mit Absicht an den Schluß der allgemeinadressierten gestellt. Sie ergibt eine gewisse Überleitung zur neunten, in der die Zuhörer direkt angesprochen werden. In dieser letzten Seligreisung, die auch in der Reihenfolge der Bergpredigten Jesu am Ende gestanden haben dürfte, offenbart Jesus sich selbst als denjenigen, dessen Ankunft Ursache und Ziel aller Seligpreisungen ist. Damit erreichen die Seligpreisungen ihren Höhepunkt, aber auch gleichzeitig einen neuen Akzent, nämlich den der Nachfolge unter dem Zeichen des Kreuzes, hier noch als vage Andeutung, in späteren Kapiteln des Matthäusevangeliums aber um so deutlicher.

Wenn man bei Matthäus Redetexte Jesu sucht, deren Einleitung die neunte Seligpreisung gewesen sein könnte, so paßt in diesen Kontext sehr gut Mt 16,24-27. Hier spricht Jesus zu seinen Schülern über die Kreuzesnachfolge.

Auch Teile des 9. und 10. Kapitels könnten unter dem Leitwort der Seligkeit der Verfolgten um seines Namens willen gestanden haben.

D       Die Absicht des Matthäus

Wenn man nun abschließend noch nach der kompositorischen Absicht des Evangelisten fragt, so ist der werbende Charakter der Seligpreisungen in ihrer neunfachen Massierung unübersehbar. Ein frommer Jude, der diesen Text liest, wird geradezu genötigt, sich zu dem angesprochenen Kreis des treuen Israel zu zählen, dem die Erfüllung der Verheißung in Jesus zuteil geworden ist.

Es liegt die Vermutung nahe, daß zur Zeit der Abfassung des Matthäusevangeliums die Überzeugung Israels vom Messiasamt des Jesus von Nazareth noch Hauptziel der apostolischen Verkündigung war. Diese Deutung entspricht voll dem Tenor der Apostelgeschichte: Die Verkündigung der Botschaft beginnt fast durchweg am Sabbat in der jeweiligen örtlichen Synagoge. Selbst in Athen bespricht Paulus sich zunächst in der Synagoge mit den Juden (Apg 17,17).

Das Apostelkonzil vom Jahre 49 bringt keine Akzentverlagerung der Missionierung, sondern entlastet nur die nichtjüdischen Mitglieder. Paulus kommt als Gefangener in Rom an, darf eine eigene Wohnung beziehen und beruft nach drei Tagen schon die Vorsteher der dortigen Juden zu sich (Apg 28,17). Das jüdische Echo auf die Verkündigung des Paulus ist auch hier gespalten.

Im Römerbrief finden wir umfangreiche Ausführungen zur Problematik der Stellung Israels. In 11,17 bleibt für Paulus Israel der auserwählte Wurzelstock, dem wilde Ölzweige zwischen die eigenen eingesetzt wurden. Paulus selbst bleibt durch und durch Jude und würde sein Heil opfern für Israels Bekehrung (Rm 9,1-5).

Summe der Gespräche mit der Synagoge könnte der Hebräerbrief sein, in dem Paulus äußerst fachkundig die gesamte messianische Argumentation zusammenfaßt.

Somit befindet sich Matthäus mit der Komposition der Seligpreisungen in voller Übereinstimmung mit dem Tenor der urchristlichen Verkündigung. Dieser Text könnte auch heute noch in jeder Synagoge vorgelesen werden. Anstoß erregen würde nur das „ένεκεν εμου“der neunten, wenn man es auf Jesus beziehen wollte.

 

 

verbesserte Auflage: 10.12. 2004

1. Auflage: Januar 1988


                                   Inhaltsverzeichnis                             Seite

 

A       Eingangsbetrachtungen                                     1

 

            1.         Der Evangelist Matthäus

                        und der Text der Septuaginta (LXX)           1

            2.         Verfahrensgrundsätze                                  1

            3.         Quellenbenutzung                                         2

 

B       Die Seligpreisungen nach Matthäus

            1.         Mt 5,3                                                2

                                               ΒΑΣΙΛΕΙΑ                                          2

                                               ΡΝΕΥΜΑ                                              3

                                               ΠΤΩΧΟΣ                                            3

            2.         Mt 5,4                                               4

                                               ΠΕΝΘΕΙΝ                                             4

                                               ΠΑΡΑΚΑΛΕΙΝ                                   4

            3.         Mt 5,5                                               4

                                               ΠΡΑΥΣ                                                4

                                               ΓΗ                                                         5

                                               ΚΛΗΡΟΝΟΜΕΙΝ                               5

            4.         Mt 5,6                                                5

                                               ΔΙΚΑΙΟΣΥΝΗ                                     5

            5.         Mt 5,7                                                6

                                               ΕΛΕΟΣ                                                 6

            6.         Mt 5,8                                                6

                                               ΚΑΡΔΙΑ                                               6

                                               ΚΑΘΑΡΟΣ                                          6

            7.         Mt 5,9                                                7

                                               ΕΙΡΗΝΗ – SCHALOM                      7

                                               ΕΙΡΗΝΟΠΟΙΟΙ                                   7

                                               ΥΙΟΙ ΘΕΟΥ                                          7

            8.         Mt 5,10                                              8

                                               ΔΙΩΚΕΙΝ                                              8

            9.         Mt 5,11.12                                         8

C       Zusammenfassung                                   8

D       Die Absicht des Matthäus                        9



[1] 1Gemoll 1957: πτωχός - (bettel)arm, τινι an etwas

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