Dipl.-Phys.
Günter Jurksch
03.03.2008
Max-Planck-Str.8
66538
Neunkirchen
Deutsche
Meteorologische Gesellschaft e.V.
c/o
Freie Universität Berlin
Carl-Heinrich-Becker-Weg
6-10
DMG-Mitteilungen;
hier:
grundsätzliche Anmerkungen zu Textbeiträgen
Lieber
Herr Fischer,
meine
sehr verehrten Damen und Herren,
ohne
auf m.E. dümmliche Begriffe wie „Klimakatastrophiker“,
„Klimaapokalyktiker“ oder „Klimaskeptiker“ näher
einzugehen, muss ich doch bemerken, dass seit geraumer Zeit in den
DMG-Mitteilungen ein bestimmter Personenkreis mit seinen
(modellorientierten) Thesen zum Klimawandel einseitig bevorzugt
wird. Kritiker werden dagegen mehr oder weniger totgeschwiegen,
weil sie - frei zitiert nach Kollege Winkler – keine
wissenschaftlich belastbaren Gegenbeweise vorbrächten.
Ich
kann mich derartigen Vorgehensweisen und Argumenten leider nicht
anschließen. Sie verstoßen gegen die Tradition der DMG, die sich
ihrerseits wieder auf das römische Sprichwort „Audiatur et
altera pars“ besinnen sollte. Mittelfristig zu erwartende
Blessuren durch einen IPCC-Hockeyschläger können durchaus auch
wissenschaftlich Schmerzen und Peinlichkeiten verursachen, denen
durch Objektivität im Vorfeld vorgebeugt werden kann.
Als
reichlich grotesk empfinde ich darüber hinaus in der letzten
DMG-Mitteilung den „Nachruf“ zur Verleihung des
Friedensnobelpreises an Al Gore und das IPCC. Es ist mir geradezu
unverständlich, dass der DMG das Urteil eines hohen UK-Gerichts
entgangen ist, das Behauptungen von Al Gore zum Klimawandel zerpflückte
und den Politiker quasi als Schwätzer und wissenschaftlichen
Scharlatan entlarvte (s.a. Anlage 1). Wenn dann noch Al Gore
und gewisse Konsorten aus dem Umfeld des IPCC ihre Kritiker
in die Nähe des Faschismus rücken, weil Gegenargumente unbequem
und schwer zu entkräften
sind, darf man als
langjähriges Mitglied der DMG sehr wohl Missfallen zum Ausdruck
bringen (s.a. Anlage 2). Die freundliche Entgegnung des Kollegen
Rapp, wonach ich eher emotional und weniger sachorientiert
diskutieren würde, zeugt einerseits von einer gewissen
Hilflosigkeit und entlarvt in meinen Augen andererseits die
derzeitige Neigung innerhalb der DMG,dem politischen Zeitgeist zu
huldigen. Dass -nebenbeibemerkt – Herr Rapp meine langjährige Tätigkeit
in der Klimatologie des DWD entgangen ist, entschuldige ich dabei
sogar großzügig!
Mit
besten Grüssen
Ihr
Günter Jurksch
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