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Dr. phil. Wolfgang Thüne                                   D-55276 Oppenheim, den 15. November 2007

                                                                                            Wormser Straße 22

Europäische Kommission

eu-de-kommission@ec.europa.eu

EU-Nachrichten Nr. 37 vom 8. November 2007 – Thema der Woche I

„Klimawandel und Entwicklungshilfe“ + Interview mit Direktor Klaus Rudischhauser

„Der Klimawandel zwingt Menschen zum Auswandern“

 

An die Generaldirektionen Entwicklung und Umwelt!

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

so sehr die grundsätzliche Absicht, in Not geratenen Völkern Entwicklungshilfe angedeihen zu lassen, zu begrüßen ist, umso mehr scheint mir das Vorhaben, die globale Erwärmung zu bekämpfen und den Klimawandel zu stoppen, von utopischem Wunschdenken geleitet, das zwar dem Größen- und Machbarkeitswahn des Menschen schmeichelt, aber dennoch a priori aussichtslos, ja unsinnig ist.

Ich setze voraus, dass jeder in der EU Kommission so gebildet ist, dass er die offizielle von der WMO in Genf ausgegebene Definition des Begriffes „Klima“ kennt. „Klima“ ist demnach eine Abstraktion, die sich vom Wettergeschehen ableitet. Die Aussage, „die Zunahme extremer Wetterereignisse ist eine Folge des Klimawandels“ ist daher logisch falsch und bedeutet eine Umkehr von Ursache und Wirkung. Die Wirklichkeit ist: Überall auf der Erde bestimmt das Wetter das „Klima“ und erzeugt deren Klimadiversität mit ihren vielfältigen tropischen bis arktischen Ökosystemen.

Der wie auch immer berechnete oder indirekt über Proxydaten beobachtete Klimawandel ist eine Folge von Veränderungen im „normalen“ Wetterablauf! Wirksamer Klimaschutz setzt voraus, dass man zuerst das Wetter schützt. Doch dieses ist unmöglich! Das Wetter bedarf des menschlichen Schutzes nicht, denn es agiert autonom und das ohne jegliche Rücksicht auf die Bedürfnisse und Wünsche des Menschen. Dass die Erde überall besiedelbar ist, liegt an der intelligenten Anpassungsleistung des Menschen.

Die EU Kommission sollte den Mut aufbringen, den eigenen Verstand zu benutzen und die untertänige geistige Hörigkeit gegenüber der Gruppe der „Klimaexperten“ aufgeben, um aus ihrer „selbstverschuldeten Unmündigkeit“ (Kant) herauszutreten. Es ist eine Verschwendung von Steuergeldern, mit Millionen von Euro eine „globale Klimaschutzallianz“ zu finanzieren und absolut nichts zu bewirken. Die mit Milliardenaufwand geförderte Klimaforschung, die sich ganz auf den nicht existenten „Treibhauseffekt“ ideologisch fixiert hat, ergibt keinerlei wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt, denn sie wird nie erklären können, warum sich in der Erdgeschichte das Wetter geändert, gewandelt und das völlig unperiodische Auf und Ab der Temperaturen zwischen Kalt- und Warmzeiten verursacht hat.

Das Klima ist kein Naturvorgang, sondern eine errechnete Abstraktion, die Klimatologie daher wissenschaftstheoretisch mit der Soziologie zu vergleichen. Klima ist sozusagen über die Statistik sozialisiertes Wetter, ohne Eigenleben und Eigendynamik! Sein Wandel lässt sich prinzipiell nicht beeinflussen! Auch die Veränderung des Verhaltens eines Sozialkörpers lässt sich nicht direkt erzielen, sondern nur über die Manipulation des Verhaltens der ihm zugrunde liegenden Menschen!

Als Soziologe frage ich die EU Kommission: Wenn der CO2-Gehalt der Luft deren Temperatur steigen und fallen lässt und der auf dem Mauna Loa auf Hawaii gemessene CO2-Gehalt ubiquitär, d.h. überall gleich ist, warum gibt es die so extrem unterschiedlichen Temperaturen, die Vielzahl von Klimata auf der Erde? Wie ist der hemisphärische Wechsel der Temperaturen zwischen Sommer und Winter bei ubiquitär gleichem Verlauf des CO2-Gehaltes der Luft zu erklären? Da die EU Kommission auf die weltweit besten Klimaexperten zurückgreifen kann, erbitte ich eine physikalisch korrekte Erklärung.

Erklärungsbedürftig ist auch die keinen Widerspruch duldende Aussage, dass zu befürchten steht, „dass der globale Treibhauseffekt Afrika austrocknen wird“. Warum nur Afrika und nicht Australien oder Nord- bzw. Südamerika? Diese Fragen stellen sich zwangsläufig, wenn man seinen kritischen Verstand nicht durch Ängste blockieren lässt und mit soziologischem Sachverstand analytisch das Problem „Klimawandel“ zu verstehen versucht.

Hilfreich ist dabei die Lektüre von den Gedanken von Friedrich Engels, die er im Jahre 1878 in seiner „Dialektik der Natur“ niederschrieb. Nach Engels gehören zu den vom Menschen gebildeten Abstraktionen auch solche Sammelbegriffe wie Gemüse und Obst. Engels betont, dass Niemand je wird „Obst als solches“ essen können, sondern nur Äpfel, Pflaumen, Birnen, Kirschen… In diesem Sinne wird auch nie ein Mensch Klima fühlen, messen, beeinflussen und verändern können. Spüren kann er nur das täglich wechselnde Wetter! Doch kann er auch das Wetter verändern, d.h. die Intensität der Hoch- und Tiefdruckgebiete bestimmen, deren Zugbahnen über die Verschiebung der Frontalströme lenken usw.?

Ich erwarte eine ehrliche Antwort auf diese sozialwissenschaftlich relevanten Fragen, denn mit der Angst vor der „Klimakatastrophe“ lässt sich zwar eine Zeitlang erfolgreich Politik betreiben, aber bei den schon tatsächlichen und noch zu befürchtenden tiefen Einschnitten zum Zwecke des Klimaschutzes ist eine nachhaltige Akzeptanz des Bürgers vonnöten. Alles Gerede um Klimaschutz verpufft trotz nachhaltiger medialer Propaganda über kurz oder lang in Schall und Rauch, wenn nicht bald signifikante Erfolge bei der Disziplinierung des Wetters zu erzielen und nachzuweisen sind. Schließlich soll das Wetter gebändigt, soll die „Zunahme extremer Wetterereignisse“ vermindert und verhindert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Wolfgang Thüne

 

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