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Und hier zur Dokumentation der Kontroverse Dittrich - Rahmstorf bei EIKE


10.04.2008

2. Positionspapier zum Thema Klima-Einflußfaktoren

Ist das gegenwärtige Klima wirklich vom Menschen gemacht oder
sind die äußerst kostspieligen Anstrengungen zur Gegensteuerung
nichts anderes als reine Spiegelfechterei?

Argumentationskette der meinungsbildenden Klimainstitute
und ihre seriöse Widerlegung.

Verfasser: Dr. rer. nat. Siegfried Dittrich, Hamm

1. Argument

Das Erdklima hat sich in den letzten 100 Jahren durch Temperaturerhöhung und da­durch ausgelöste Wetterkatastrophen deutlich spürbar verändert. Ursache dafür ist ganz offensichtlich ein atmosphärischer Treibhauseffekt, der auf das menschenge­machte CO2 zurückgeht, weil es als einziges der insgesamt 5 Treibhausgase im o. g. Zeitraum besonders stark zugenommen hat.

Widerlegung

Es stimmt, daß der CO2-Gehalt deutlich angestiegen ist (und zwar von 280 bis 380 ppm). Trotzdem erscheint die Schuldzuweisung allzu einfach, da hiermit überhaupt kein Beweis verbunden ist. Ferner bleibt dabei auch unbewertet, daß es nicht auf den relativ hoch erscheinenden nominalen Differenzbetrag von 100 ppm ankommt, sondern wegen der Gesetzesstruktur der Strahlungsphysik auf den prozentualen An­stieg (36 %) und dies unabhängig von dem jeweiligen Ausgangswert (bedingt durch die logarithmische Degression des Treibhauseffekts ab einer bestimmten Gaskon­zentration). So wird vergessen, daß das Methan auf wesentlich niedrigerem Niveau im gleichen Zeitraum sogar mehr als eine Verdoppelung erfahren hat, allerdings wohl noch im linearen Bereich der Effektsteigerung. Auf noch niedrigerem Niveau hat beim Lachgas eine fast gleiche prozentuale Zunahme wie beim CO2 stattgefunden, die wegen der wesentlich stärkeren spezifischen Treibhauswirkung um so deutlicher zu Buche schlägt. Vergessen wurden schließlich auch der im vorigen Jahrhundert durch den Autoverkehr aufgekommene bodennahe Ozonanteil und die in die Atmosphäre entlassenen FCKW.

Alle diese 5 Gase gehören doch in den gleichen Treibhaustopf. Außerdem ist die z. Zt. zwischen 15 und 16 °C liegende Globaltemperatur nachweislich und ohne jeden Widerspruch bloß um 0,6 – 0,7 °C angestiegen, so daß dem CO2 nur ein entsprechender Bruchteil dieses Betrages zugeschrieben werden kann. Dieser Bruchteil fällt dazu um so kleiner aus, als in dem o. g. Temperaturanstieg auch noch der dominan­te Einfluß der gestiegenen Solaraktivität enthalten ist, was für die Sonnenforschung inzwischen als gesicherte Erkenntnis gilt. Die Korrelation zwischen dem Verlauf der Temperaturkurve einschließlich aller temporären Schwankungen und den entspre­chenden Veränderungen der Solaraktivität ist derart verblüffend, daß jeder Zweifel abwegig erscheinen muß (siehe die Veröffentlichungen von Prof. H. Malberg, Institut für Meteorologie der FU Berlin, in www.berliner-wetterkarte.de). Hierbei wird auch deutlich, daß es insgesamt mehr auf die indirekte Wolkenbildung in der oberen Tro­posphäre ankommt als auf die direkte Strahlungsintensität. Die meinungsbildenden Klimainstitute begehen einen verhängnisvollen Fehler, wenn Sie diesen klar bewie­senen Zusammenhang weitestgehend ignorieren.

Allein durch simple Vergleiche kann man also schon klar erkennen, daß dem CO2 nur ein marginaler Anteil an der ohnehin recht bescheidenen Temperaturänderung zugewiesen werden kann (sicher weniger als 0,2 °C). Hinweise zur rechnerischen Behandlung dieses Einflusses erfolgen im nächsten Argumentationskapitel, womit die obigen Aussagen nochmals ihre volle Bestätigung finden werden.

2. Argument

Unter Anwendung der infrage kommenden physikalischen Strahlungsgesetze und mit Hilfe anschließend durchgeführter Computersimulationen errechnen die Klimainstitu­te für eine 100 %ige Steigerung des CO2-Gehalts einen Temperaturanstieg von 3 oder gar bis zu 4,5 °C im Gleichgewichtszustand. Die hieraus abgeleiteten katastro­phalen Klimaaussichten rechtfertigen für sie bedingungslos alle Maßnahmen zur Drosselung des menschengemachten CO2-Ausstoßes.

Widerlegung

Wenn der obige Temperaturwert von 4,5 °C richtig ist, errechnet sich für den Einfluß des im vergangenen Jahrhundert stattgefundenen CO2-Anstiegs ein Teilbetrag von genau 2,0 °C, der allein schon um das Dreifache höher ist als der in Wirklichkeit ge­messene Gesamttemperaturanstieg von 0,6 – 0,7 °C. Da aber ein Anstieg von 2,0 °C gar nicht stattgefunden hat, muß also die obige Rechnung falsch sein, dies um so mehr, als im vorigen Argumentationskapitel dem CO2 nur ein marginaler Einfluß von weniger als 0,2 °C zugewiesen werden konnte.


Der um das 10-fache höher ausgefallene Rechnungswert der Klimainstitute ist ganz offensichtlich auf die übermäßige Berücksichtigung von angenommenen Rückkopp­lungseffekten zurückzuführen, die als imaginäre Verstärkungsmechanismen zumin­dest in diesem Ausmaß gar nicht existent sind. Es ist auch hier eine simple Einsicht, daß sich die Rückkopplungsvorstellungen nicht mit der Realität decken und daß der ganze Rechenansatz damit auch nie richtig sein kann. Die Rückkopplung hat offen­bar nur die Alibifunktion, das CO2 als den menschengefährdenden Sündenbock hin­zustellen.

Ohne den Rückkopplungsgedanken kommen auch die Klimainstitute nach Abwick­lung der komplizierten Rechenvorgänge zu ganz vernünftigen Ausgangswerten. Un­gefähr die gleichen Ergebnisse hat auch der Reviewer des 3. IPCC-Berichts, Peter Dietze, erhalten. Er errechnete für den CO2-Anstieg von 280 bis 380 ppm im vergan­genen Jahrhundert, in dem einschließlich Brandrodung ca. 500 Mrd. Tonnen Kohlen­stoff der Verbrennung zugeführt wurden, ohne Rückkopplung eine transiente Tempe­raturerhöhung von 0,16 °C. Dieser Wert stimmt verblüffend genau mit dem im vori­gen Kapitel beschriebenen Meßergebnis überein. Wenn Theorie und Fakten so ge­nau zusammenpassen, dann hat Peter Dietze den Zusammenhang sehr richtig be­schrieben, während die Klimainstitute sich ganz offensichtlich völlig auf Abwege be­geben haben und ein ganzes Volk sowie dessen verantwortliche Spitzenpolitiker mit ihren Horrorszenarien in Angst und Schrecken jagen. Dies ist eigentlich unfaßbar skandalös.

Im übrigen ist die in Aussicht gestellte Verdoppelung des CO2-Gehalts nicht einmal als wirklich realistisch anzusehen. Falls die z. Zt. im Mittel bei 1,6 ppm liegende jähr­liche CO2-Zunahme sich auch in Zukunft konstant fortsetzt, würde der doppelte Be­trag erst im Jahr 2245 erreicht sein, d. h. zu einer Zeit, in der es dann längst keine fossilen Brennstoffe für die Verfeuerung mehr geben wird. Nach den Berechnungen von Peter Dietze würde nach diesem langen Zeitraum gerade einmal mit einem Temperaturanstieg von ca. 0,5 °C zu rechnen sein, zu dessen teilweiser Verhinde­rung es sich nun wirklich nicht lohnt, irgendwelche kostspieligen Gegenmaßnahmen zu treffen. Der wesentlich höher prognostizierte Wert der Klimainstitute war bereits weiter oben ins Reich der Phantasie verwiesen worden.

3. Argument

Aus Eisbohrkernen des arktischen und antarktischen Gletschereises weiß man, daß der atmosphärische CO2-Gehalt während der Eiszeiten bei ca. 190 ppm und wäh­rend der Zwischenwarmzeiten bei ca. 290 ppm gelegen hat. Hier braucht man doch keine große Einsicht, um auf einfache Weise festzustellen, daß das CO2 gewaltige klimatische Veränderungen bewirken kann (siehe hierzu Hinweise im Buch „Der Kli­mawandel“ von Prof. S. Rahmstorf und Prof. H. J. Schellnhuber, Abb. 1.1 aufS. 12).

Beide Autoren sind die derzeitigen Führungspersonen des PIK und gleichzeitig auch die engsten Klimaberater der Bundesregierung. Auch der im März 2007 hoch geehrte Leibnizpreisträger Prof. G. Haug leitet als Klimapaläontologe auf ähnliche Weise ab, daß der im Pliozän noch stärker angestiegene CO2-Gehalt in ursächlichem Zusam­menhang mit dem damals besonders hohen Temperaturanstieg gestanden hat.

Widerlegung

In beiden Fällen wird auf höchst unwissenschaftliche Weise ganz offensichtlich Ursache und Wirkung vertauscht. Die in o. g. Lehrbuch dargestellten Temperaturwechsel zeigen einen ganz eindeutig linearen Charakter und spiegeln damit in keiner Weise den logarithmisch degressiven Verlauf wider, der nach den physikalischen Strah­lungsgesetzen als typisch gelten müßte. Wir haben es also ganz schlicht und einfach mit einem Ausgasungsprozeß zu tun, wie man es auch bei einem Coca Cola-Glas sehen kann, das man in die Sonne stellt. Die Ozeane, die ca. 60 mal mehr Kohlen­stoff in gelöster Form gespeichert haben, als in der Luft enthalten ist, nehmen durch Abkühlung während der Eiszeit wegen des größeren Lösungsvermögens entspre­chend mehr CO2 aus der Atmosphäre auf, wodurch deren CO2-Gehalt selbstver­ständlich sinken muß. Umgekehrt gasen dieselben Ozeane einen Teil des gelösten CO2 wieder aus, wenn es warm wird. So einfach ist das. Da beide Prozesse, der der Absorption und der der Ausgasung dazu noch mit etwa achthundertjähriger Verzöge­rung ablaufen, ist die Kausalkette damit doch wohl widerspruchslos hergestellt. Das Gegenteil zu behaupten, geht gefährlich in Richtung von Meinungsmanipulation, und es ist nicht gerade ein Kompliment für unser Land, daß so viele Menschen gar nicht merken, wie sie in die Irre geführt werden.

Besonders verhängnisvoll hat sich offenbar auch die irrige Annahme ausgewirkt, daß der inzwischen menschengemachte CO2-Anstieg um 100 ppm über das Maß der Zwischenwarmzeiten hinaus zwangsläufig zu einer noch größeren Erwärmung führen muß. Die hierdurch vorgetäuschte und wohl auch zunächst für glaubhaft gehaltene Klimasensitivität erscheint sogar um das 20fache größer, als es der gegebenen Rea­lität entspricht (gemeint ist der Erderwärmungszuwachs nach CO2-Verdoppelung). Dies haben die Klimainstitute wohl auch selbst als übertrieben angesehen, sind dann aber immer noch mit 4,5 °C bei einem viel zu hohen Prognosewert gelandet (mehr als dem 5-fachen). Noch stärker hat sich dagegen der Friedensnobelpreisträger Al Gore dem obigen Irrglauben hingegeben, indem er bei seinen hochdotierten Vorträ­gen in einer unseriösen Showdarbietung mit einem extra aufgestellten Scherenlift den spekulativen Höhen entgegenfährt, in die er den menschengemachten CO2- Anstieg und die hierdurch ausgelöste Temperaturzunahme entschwinden sieht. Wo bleibt hierbei eigentlich die Erkenntnis aus der Strahlungsphysik, daß das Absorpti­onsvermögen des CO2 mangels Strahlungsangebot im betroffenen engen Frequenz­bereich bereits jetzt schon weitestgehend ausgeschöpft ist und selbst bei unge‑

bremstem Anstieg in der Atmosphäre nur marginale Temperaturveränderungen zu­läßt?

4. Argument

Die Atmosphäre der Venus enthält ca. 96 % CO2 und es herrscht dort eine Bodentemperatur von 460 °C. Einen schlagenderen Beweis für die Größe des CO2- Einflusses kann es doch gar nicht geben.

Widerlegung

Das o. g. Argument stammt von den gleichen Autoren und Ohrflüsterern, die auch das Märchen von den Eisbohrkernen in die Welt gesetzt haben, was der Glaubwürdigkeit nicht gerade sehr zuträglich sein dürfte (zu lesen auf S. 32 und 33 des bereits genannten Buches). Die Venusatmosphäre ist bekanntlich von dichten Schwefelsäu­rewolken umgeben. Diese lassen nur ca. 20 % des einfallenden Lichtes durch, so daß auf dem Boden sogar weniger Strahlungsenergie ankommt als auf unserer Erde und dies bei einem deutlich kürzeren Abstand zwischen Venus und Sonne. Wenn es auf der Venus dennoch so heiß ist, muß das besondere Gründe haben.

Abgesehen davon, daß niemand weiß, wie viel das Venusinnere selbst zur Temperaturbildung am Boden beiträgt, hinkt die Schuldzuweisung an das CO2 allein schon dadurch, daß der atmosphärische Druck auf der Venus ca. 90-mal höher als der auf der Erde ist. Der weitaus größte Teil des Temperaturphänomens dürfte daher durch die adiabatische Kompression bedingt sein, wie sie auch technisch gewollt im Zylin­der eines Dieselmotors oder selbst beim Aufpumpen eines Fahrradschlauchs deut­lich spürbar auftritt. Hinzu kommt noch, daß die allgegenwärtigen Schwefelsäurewol­ken die Infrarot-Rückstrahlung so wirkungsvoll unterbinden (schon das kurzwelligere Licht wird ja nur zu 20 % durchgelassen), daß sich das Strahlungsgleichgewicht of­fensichtlich erst bei 460 °C Bodentemperatur einstellen kann. Inzwischen gibt es auch noch neue hochgenaue Messungen des Temperaturprofils durch den Satelliten „Venus Express“ (Nature 450, S. 617 – 618, 29. November 2007), die in keiner Wei­se die überproportionale Erwärmung in Bodennähe erkennen läßt, die im Falle eines dominanten Treibhauseffekts zu fordern wäre.

Das Venusbeispiel kann daher kein Beweis für den angeblichen Treibhauseffekt des CO2 sein, sondern ist gerade das genaue Gegenteil davon. Hier drängt sich der Verdacht bewußter Manipulation des IPCC und der mit ihm kooperierenden Klimainstitute auf. Durch maßlose Überschätzung des Rückkoppelungsfaktors wird versucht, aus einem minimalen und völlig vernachlässigbaren Treibhauseffekt eine weltbedrohende Katastrophe machen.


Fazit

Alle vier vorgetragenen Widerlegungen sollten eigentlich reichen, um das auf fiktive Annahmen aufgebaute Kartenhaus der Klimainstitute zum Einsturz zu bringen.

Am Ende der Erwiderung zum Argument Nr. 2 wurde bereits ausgeführt, daß selbst nach 200 Jahren nur mit einer CO2 bedingten Erderwärmung von max.0,5 °C zu rechnen ist. Falls bis dahin ab heute weltweit eine CO2-Einsparung von 40 % durch­gehalten werden könnte, würde das logarithmisch umgerechnet gerade einmal einen Temperaturanstieg von 0,16 °C verhindern. Der deutsche Anteil bei einem CO2- Ausstoß von z. Zt. 3 % würde hiernach nicht einmal 5 Tausendstel Grad betragen. Ein wahrhaft heldenhaftes Opfer, das uns zur Rettung der Menschheit abverlangt wird. Dabei ist es völlig utopisch anzunehmen, daß die nötigen Maßnahmen bei allen Ländern der Welt ausnahmslose Unterstützung finden und ab sofort umgesetzt wer­den könnten. Durch Utopien hat bisher noch niemand die Welt verbessert.

Was wir dringend brauchen, ist eine vollkommene Umsteuerung unserer auf falschen Voraussetzungen gegründeten Klima- und Energiepolitik. Andernfalls ist jetzt noch gar nicht zu ermessen, welch großer volkswirtschaftlicher Schaden durch sinnlose und damit falsche Ausgaben zu erwarten wäre, die bis zu einer Billion Euro betragen könnten.

Appell:

Es wäre zu begrüßen, wenn dieses Papier von möglichst vielen namhaften Wissen­schaftlern inhaltlich mitgetragen und durch entsprechende Unterschrift bestätigt wür­de. Gegen eine solche Phalanx von hochkarätigen Kritikern wäre dann auch die un­heilvolle Klimapolitik der Bundesregierung und vieler anderer Regierungen ein­schließlich der EU sowie die Meinung der mit dieser Politik sympathisierenden Grup­pen nicht mehr zu rechtfertigen. Es wäre ein Segen für unsere Gesellschaft, wenn dies zum Erfolg führen würde.

 

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