![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Translate from German to ...? | zurück zur Hauptseite |
|
Dipl.-Met.
Klaus-Eckart Puls Im
Mühlenfeld 17 27624 Bad Bederkesa 20.05.2007 Trockener
April 2007 -
trotzdem seit
100 Jahren mehr Regen in Deutschland ! Der April 2007 war nach einer vorläufigen Auswertung des Deutschen Wetterdienstes der wärmste und trockenste der letzten 100 Jahre in Deutschland (http://www.dwd.de/de/Zusatzmenues/Presse/Mitteilungen/20070427.htm). Das bewirkt, daß von den Medien und z.T. auch von Klima-Forschern in Artikeln und Interviews in der Öffentlichkeit der Eindruck erweckt wird, dieser April sei der vorläufige Höhepunkt eines in Mitteleuropa und insbesondere in Deutschland anhaltenden Trends zu weniger Niederschlag in den letzten 100 Jahren. Nach Veröffentlichungen des Deutschen Wetterdienstes ist das genaue Gegenteil richtig: Innerhalb der vergangenen 100 Jahre (1901-2000) hat der Niederschlag im Flächenmittel aller 16 Bundesländer um 66 Liter/m2 (entsprechend fast 10% im Laufe der 20. Jahrhunderts) zugenommen (Quelle: Deutscher Wetterdienst, Offenbach a.M., Jahresbericht 2001, S.41; vgl. auch beiliegende Tabelle). Dabei weisen die Jahreszeiten Herbst (+17mm/+9%), Winter (+33mm/+21%) und Frühling (+22mm/+14%) alle eine deutliche Zunahme an Niederschlägen auf, lediglich für den Sommer ergaben die Messungen eine geringfügige Abnahme von 7mm/3%. Außerdem wird von Medien und etlichen "Klima-Experten" vermittelt, dieser April sei wegen seiner Trockenheit ein Signal einer beginnenden "Klima-Katastrophe". Dabei wird nicht berücksichtigt, daß selbst in Deutschland mit seinem weltweit überdurchschnittlich guten meteorologischen Meßnetz kaum über mehr als 100 Jahre flächendeckende zuverlässige Niederschlags-Messungen vorliegen. Das deckt gerade mal ein Prozent des Zeitraumes der jüngeren Klima-Geschichte seit Ende der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren ab. Man kann folglich davon auszugehen, daß es in Mitteleuropa und somit auch auf dem Gebiet des heutigen Deutschland sogar in näherer Klima-Vergangenheit schon noch extremere April-Monate bezüglich Trockenheit und Wärme gegeben hat. Die trocken-warme Witterung wurde verursacht durch eine sogenannte "Omega-Wetterlage", bei der ein Hochdruckgebiet von jeweils einem östlich und einem westlich liegenden Tief eingekeilt und stabilisiert wird. Dabei hat die Höhenströmung die Gestalt eines griechischen "Omega-Buchstaben". Eine solche zu ständiger Regeneration neigende Wetterlage hat hat weit überwiegend die Witterung dieses April-Monats bestimmt. Blockierende Wetterlagen dieser Art sind den Meteorologen seit mehr als 100 Jahren gut bekannt, und daher meteorologisch keineswegs eine Besonderheit des derzeitigen weltweiten Erwärmungs-Trends. Wieder einmal wird einer ohnehin schon verunsicherten Öffentlichkeit ein Katastrophen-Szenario vermittelt, das ausgehend von einem einzigen extremen Witterungsereignis wie dem diesjährigen April in die weitere Zukunft projiziert wird. gez.: Diplom-Meteorologe
Klaus-Eckart Puls Nachschrift:
Inzwischen haben reichliche Mai-Niederschläge
die Katastrophen-Verkünder wieder etwas in den Hintergrund gedrängt
- Wetter, Klima,
Vegetation und Ernte-Prognosen normalisieren sich. Die Natur
macht es möglich, wie fast immer! |

![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |